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Dieser Teil beschreibt unsere Reise durch Griechenland von Pydna in Richtung West-Griechenland bis zu unserer Rückreise mit der Fähre am 15. September
vom griechischen Igoumenitsa ins italienische Bari.



Montag, der 26. Juli

Tag 118

Ja, nach diesem schönen, langen Wochenende in Pydna soll es heute wieder ein Stück weiter gehen. Wo wir
letztendlich landen ist im Moment noch nicht zu sagen ...

Ja, wir wieder auf der Piste, aber zunächst anders als geplant, denn Karin hat wieder einen Ischias Anfall
vom feinsten und so geht es erst einmal ins Krankenhaus nach Katerini. Hier wurde sie in Form einer
schmerzstillenden Spritze behandelt und mit Rezepten für drei Medikamente versorgt. Danach, es geht ihr
nun ein wenig besser besuchten wir LIDL und dann weiter planmäßig zum "Muschelhaus" und weiter an den
Strand von Alexandrinis.


Karte von Google Maps

Koordinaten vom Alexandrinis 39°53´52.8" N 22°43`09.8"

Wir hatten fast die ganze Zeit über den heiligen Berg der Griechen den Olymp rechter Hand im Auge






Durch die Berge in der Nähe des Meeres gibt es nun eine schöne Straße die sich durch manche Schluchten
ihren Weg bis zum Meer findet.



Nun haben wir auch das "Muschelhaus" entdeckt das ein Grieche der in Deutschland als Bademeister
gearbeitet hatte in langer mühevoller Arbeit selbst gebaut hat.

Koordinaten vom Muschelhaus: 39°55´8.6" N 22°40`59.1"









Nur ca. 14 Kilometer vom "Muschelhaus" entfernt sind wir zum Badeplatz Alexandrinis gefahren. Hier hat
Janek schon auf uns gewartet. Fast soweit das Auge reicht ein menschenleerer Strand vom allerfeinsten.
Ein wunderbarer Sandstrand ohne Steine und Grünzeug lädt natürlich zuerst zu einem erfrischenden Bad ein.
Und das schönste ist, dass wir eine "eigene" und sogar funktionierende Dusche vor der Tür haben um das
Salzwasser abzuwaschen und evtl. auch verschiedene Kleidungsstücke und vor allem unsere Handtücher zu
 "entsalzen".









Gegen Abend gesellte sich noch ein Streuner zu uns der mit Heißhunger unsere Reste vom Abendessen
dankbar annahm. Jetzt haben wir für die Nacht einen guten Bewacher unseres Wohnmobils, denn er machte
es sich unter unserem Fahrzeug gemütlich.





Dienstag, der 27. Juli

Tag 119

So schön dieser Strand hier in Alexadrini auch ist soll es heute wieder ein Stück weiter gehen. Der Plan
sieht vor Agiokampos, einen Platz den ich aus den vergangenen Jahren schon kenne, zu erreichen.
Es sind nur knapp 40 Kilometer zu fahren. Vorbei am ca. 10 Kilometer langen Velika Beach mit vielen
touristischen Angeboten, Restaurants und Hotels wird uns das etwas abgelegene Agiokampos bestimmt
besser gefallen.


Karte von Google Maps

Gegen 11:10 Uhr haben wir nach einer entspannten Fahrt Agiokampos erreicht. Unterwegs haben wir noch an
geeigneter Stelle Wasser gebunkert und konnten auch Entsorgen.

Koordinaten vom Agiokambos: 39°39´19.5" N 22°53`37.1"

Unterwegs kamen wir an vielen Stränden vorbei die fast alle zum Verweilen einluden, aber auch solche die
felsig und steinig waren wie auf dem Bild unten zu sehen und weniger einladend waren.



Ich hatte noch für alle Fälle ein Ersatzbein für Karin besorgt falls ihr eigenes wieder Schwierigkeiten machen
sollte. Der kluge Mann sorgt vor ...



Am Stellplatz angekommen sahen wir das dieser Platz inzwischen an Beliebtheit gewonnen hatte. Hier ist in
den letzten Jahren eine Taverne gebaut worden und mehrere Wohnmobile, zwei Italiener, ein Österreicher und
wie soll es auch anders sein ein Holländer haben diesen Strand auch schon entdeckt.
Hier nun ein paar Fotos dieses schönen Platzes. Das Wasser ist glasklar, warm und nur der erste Meter ist
mit feinem Kies bedeckt. Dann erwartet uns feiner Sandstrand.















Wir haben uns vorgenommen hier evtl. 3 Tage zu verbringen. Für Getränke und genügend Proviant hatten wir
ja gestern bei LIDL vorgesorgt, also ist alles für die nächsten Tage im grünen Bereich. Janek ist eine halbe
Stunde nach uns auch hier eingetroffen und hat sich auch eingerichtet.
Karin hat die Gelegenheit wahrgenommen und hat die kleine Wäsche besorgt die bei diesen Temparaturen sehr
schnell trocknet.





Mittwoch, der 28. Juli

Tag 120

Es kann sein das durch sehr schlechten Empfang auf diesem Platz die Berichterstattung etwas schleppend
verlaufen kann. Ich bitte um Nachsicht. Wird alles nachgeliefert ...

Auf jeden Fall werden wir hier auf diesem schönen Platz noch bis zum Freitag bleiben. Im Moment funktioniert
das Internet hier ganz gut, was gestern nicht der Fall war. Ich hoffe es bleibt weiterhin so gut wie im Moment.
Was heute hier passiert bzw. anliegt versuche ich am späten Nachmittag zu berichten. Bis dahin ...
Es ist nichts großartiges passiert, außer das sich ein Hochzeitspaar zu den Fotos hierher an den Strand verirrt
 hat.






Donnerstag, der 29. Juli

Tag 121

Heute haben wir unsere Zelte hier abgebrochen und sind über das Gebirge in Richtung Dimitriada in der Nähe
 von Volos gefahren. Es war eine anspruchsvolle Fahrt mit sehr vielen Spitzkehren und anderen Schikanen die
wir aber alle locker genommen haben und nach knapp zwei Stunden war unser heutiges Ziel erreicht.
Die schönen Plätze des Pilion lassen wir an Backbord liegen, denn wir wollen uns in den nächsten Tagen in
Richtung Korinth orientieren.


Karte von Google Maps



So wie diese Spitzkehre reihten sich gefühlt hunderte in den Bergen aneinander.



Auf der Abfahrt aus den Bergen in ein weitläufiges Tal hatten wir einige wunderschöne Ausblicke.
(Bilder oben und unten)



Auf der kleinen Kapelle im ersten Dorf in der Ebene hatte sich eine Storchenfamilie gemütlich gemacht. Im
Moment war aber nur der Nachwuchs zu Hause.



Fast zur gleichen Zeit wie wir kam auch Janek hier in Dimitriada an und so stehen wir wieder nur einige
Schritte vom Meer entfernt hier an diesem Badeplatz der uns einen schönen Sandstrand bot.

Koordinaten vom Dimitriada: 39°14´42.3" N 22°48`50.0"










Mal sehen wie lange es uns hier an diesem Platz hält. Hier werden sich unsere Wege trennen, denn Janek
will noch die Plätze und Landschaften des Pilion anschauen und wir werden ein größeren Sprung über die
Berge in Richtung Korinthos machen.



Freitag, der 30. Juli

Tag 122

Wir haben beschlossen, dass wir doch heute weiter fahren wollen denn es scheint so das es heute ein
besonders heißer Tag wird. Es war ein wunderschöner Sonnenaufgang aber leider fehlt heute die
erfrischende Brise vom Meer her. Das Meer ist spiegelglatt und wir wollen in der Hitze die sich für heute
ankündigt nicht hier am Strand braten sondern lieber ein großen Sprung in Richtung Korinth im gut
temperierten Womo machen.






Ob wir genau in Theologos landen werden steht noch in den Sternen, aber auf jeden Fall geht es in die
Richtung. Auch für uns ist diese Region Neuland und so sind auch wir gespannt was uns erwartet und welche
nicht eingeplanten Überraschungen es geben wird.


Karte von Google Maps

13:00 Uhr
Wir haben den Ort Theologos erreicht und ich muss sagen das es entweder mein Instinkt oder mein
glückliches Händchen war das uns an diesen hübschen Ort geführt hat. Ohne Informationen über diese Region
 sind wir tatsächlich auf blauen Dunst hierher gefahren und waren wirklich überrascht was wir hier vorgefunden
haben.
Obwohl ich eigentlich der Mensch bin der seine Touren fast immer akribisch vorher plant habe ich einfach
mal gewagt einfach mal der Nase nach zu fahren und siehe da, es hat sich gelohnt.

Koordinaten vom Theologos 38°39´43.5" N 23°10`56.1"

Es ist im wesentlichen ein schöner Yachthafen und anschließend eine gute Badestelle mit Dusche. Viele
Restaurants haben sich hier im Ort und an der Hafenpromenade angesiedelt und es herrscht lebhaftes Leben
und Treiben. Unterwegs, wir haben ausnahmsweise mal die (gute) Autobahn genutzt, haben wir etliche
Tunnel durchfahren. Das heißt wenn wir die Autobahn nicht genutzt hätten wären wir erst Stunden später
und mit vielen Spitzkehren und Schikanen über die Berge hier angekommen.



Wir haben direkt an der Badestelle neben demYachthafen einen schönen Platz erwischt und uns hier
eingerichtet. Natürlich war der erste Weg wieder ein Sprung ins erfrischende Wasser.



Sogar eine Dusche haben wir hier um nach dem Baden das Salz abzuwaschen.



Ich glaube, dass wir uns hier wohlfühlen werden bevor wir einen weiteren großen Sprung in Richtung Korinth
machen ...



Heute haben wir uns ein Essen in einer der am Hafen befindlichen gehobenen Tavernen gegönnt.
Es gab Lammkarree, Salat, Tseiziki, Anchovis uvm. Für uns war dieses Essen etwas besonderes, denn so
etwas gönnt man sich ja nicht alle Tage.



In dieser Taverne mit Blick auf unser Wohnmobil und den Hafen haben wir vorzüglich gespeist.












Mit einem schönen Sonnenuntergang beenden wir diesen Tag. In der Nacht war es sehr laut durch die hier
am Hafen liegenden Tavernen. Viel und laute Musik bis in die frühen Morgenstunden ließen uns kaum in
den Schlaf kommen. Darum werden wir heute wieder einen Sprung in Richtung Korinth machen.




Sonnabend, der 31. Juli

Tag 123


Ja, nach einer fast schlaflosen Nacht werden wir heute wieder weiterfahren und zwar nach Psatha. Psatha
liegt am östlichen Ende des Golfs von Korinth.


Karte von Google Maps

Koordinaten vom Psatha 38°06´47.5" N 23°13`06.1"


In Psatha angekommen waren wir sehr enttäuscht, denn alles hatte sich verändert und es war absolut kein
einziger Platz mehr frei. Kurz entschlossen fuhren wir weiter in Richtung Korinth überquerten den Kanal von
Korinth und landeten schließlich nach ca. 280 Kilometer in Diakopto auf dem Peleponnes.



Karte von Google Maps

Dieser große Sprung hat uns also für kurze Zeit auf den Peleponnes geführt. Die Fahrt war auch wieder nicht
ohne die berühmten Spitzkehren und Schikanen in den Bergen.
Aber, wie immer haben wir alles "knitterfrei"
geschaft. Hier in Diakopto das ich in sehr guter Erinnerung hatte waren wir das einzige Wohnmobil was
mich eigentlich stutzig machte, denn vor Jahren standen wir hier mit min. zehn Mobilen aus aller Herren
Länder. Bei allerschönstem Wetter zeigt sich der Golf von Korinth heute ziemlich stürmig und mit hohen
Wellen.




Wir haben auf Grund des langen Törns heute auch wieder teilweise die Autobahn genutzt, aber auch enge
Bergstraßen um ans Ziel zu kommen. (Bild oben und unten)




Kaum aus den Bergen heraus sahen wir den Golf von Korinth unter uns liegen. Bis wir aber auf gleicher
Höhe waren, waren wirklich einige Schikanen zu meistern.






Nun sind wir direkt am Golf angekommen und nach ein paar Tunnel auf der Strecke erreichten wir um
14:00 Uhr unser heutiges Ziel.







Am schönen Strand von Diakopto stehen wir ganz alleine und haben hier auch wieder eine "eigene" Dusche
zur Verfügung. Ordentlicher Wellengang macht das Baden hier zu einem besonderen Erlebnis.










Auf der gegenüber liegenden Seite des Golf kann man schon die ersten Berge vom Festland erkennen.






Bei diesem idealen Wind und den hohen Wellen sind natürlich die Kitesurfer schnell am Strand um diesen
Umstand auszunutzen.






Gegen 17:00 Uhr stellte sich heraus das der Tag noch lange nicht gelaufen war. Warum ?
Komische Gestallten, 4 junge südländisch aussehende Männer baten um Wasser trotzdem neben uns ein
Wasserhahn war. Einer versuchte sogar ins Wohnmobil zu gelangen, aber mein griffbereites Abwehrsystem
ließ ihn sein Unternehmen schnell vergessen. Die anderen drei schlichen währenddessen auffällig um unser
Womo herum. Dieses Erlebnis und da wir hier Mutter Seelen allein standen veranlasste uns diesen an sich
schönen Platz zu verlassen. Die Ausweichmöglichkeit in Temenis konnten wir in der Dunkelheit nicht finden
und so wollten wir zur neuen Brücke in Patras/Rio fahren und dort an der Fährstation neben der Brücke
übernachten.
Aber auch dieses Unterfangen ließ sich nicht durchführen, da auf der Strecke dahin ein riesiger Flächenbrand
 die weiterfahrt verhinderte.
Es herrschte absolutes Chaos. Alle Straßen und Autobahnen in Richtung Patras wurden von der Polizei
gesperrt. Uns gelang es aus hunderten von Autos die alle Straßen blockierten heraus zu kommen und nun
stehen wir irgendwo im Nirgendwo und sind froh jetzt um 22:40 Uhr einen ruhigen Platz zum Übernachten
gefunden zu haben. Die Luft riecht streng nach Brand aber wir sind zu weit von der Gefahr weg, es kann uns
also nichts passieren.



So also endete dieser lange, ereignisreiche Tag und wir gehen im Geiste noch einmal die Ereignisse dieses
Tages durch bevor wir in einen erhohlsamen Schlaf fallen.




Sonntag, der 1. August

Tag 124

Jetzt am frühen Morgen sahen wir erst richtig wo wir gestern im dunkeln gelandet waren. Wir fanden uns
auf einem nicht bebauten Grundstück neben einer Straße wieder die aber wenig bis gar nicht befahren war.
Die Luft riecht immer noch nach brennendem Wald und wir hoffen heute in unsere geplante Richtung weiter
fahren zu können. Dort wo der weiße Kreis mit der roten Umrandung
zu sehen ist haben wir übernachtet.


Karte von Google Maps

Auf jeden Fall sieht die ganze Sache bei Tageslicht betrachtet wieder ganz anders aus. Die Feuerwehren
haben ganze Arbeit geleistet und den ziemlich ausgeweiteten Brand unter Kontrolle gebracht. Die
Luft riecht zwar immer noch nach Brand, aber die Straße
die uns zu unserem heutigen Ziel führen soll ist
wieder frei befahrbar. Links und rechts der Fahrbahn sieht man jedoch an wie vielen Stellen das Feuer
zugeschlagen hat.



Auf diesem etwas verwahrlostem Platz haben wir die Nacht verbracht (Bild oben) und die Auswirkungen
des Feuers das sich bestimmt über mehrere Kilometer hinzog (Bild unten) sind deutlich zu sehen.



Bald schon haben wir den Fährhafen der vor der imposanten Rio Brücke liegt erreicht und nachdem man
unsere Corona Pässeüberprüft hat ging es auf die Fähre die uns an das andere Ufer, dem Festland bringen
sollte. Auf meinen bisherigen Reisen nach Griechenland bin ich immer über die Brücke gefahren und diesmal
das erste Mal mit der Fähre was natürlich ein besonderes Ereignis für uns war.



Wir haben die ca. 15 Minuten dauernde Überfahrt sehr genossen und nach einer Bergfahrt auf einer sehr
gut ausgebauten Straße haben wir den auch hier etwas überfüllten Badeplatz erreicht.
Mir wird langsam klar, dass es kein so guter Gedanke war ausgerechnet in der Hauptsaison hier nach
Griechenland zu fahren, denn bei unseren vergangenen Reisen die immer im Frühjahr bzw. im Herbst waren
war es viel angenehmer an all die schönen Strände zu fahren, weil nirgends Mangeln an Platz war. Es liegt
aber auch an Corona, denn wir wussten ja nicht ob wir später im Jahr überhaupt noch fahren dürfen. Also
haben wir die erste Gelegenheit die sich bot genutzt.










Die sehr gut ausgebaute Bergstraße die uns nach Kato Vasiliki führte.

Koordinaten vom Kato Vasiliki 38°20´34.8" N 21°36`58.9"









Ich will versuchen heute Abend, wenn die vielen PKWs weg sind meinen "alten" Platz im Fischereihafen
wieder zu besetzen.

19:30 Uhr
Es ist uns fast gelungen unseren Platz im Fischereihafen zu besetzen, aber immer noch stören uns dabei
zwei bis drei PKWs die noch nicht weg gefahren sind. Ich denke aber das es etwas später klappen wird.
Die Brücke sieht man aber in der Abendsonne ganz deutlich. (Bild unten)



Die Feuer die an mehreren Stellen weiter wüten sind entgegen meiner Aussage doch noch nicht unter
Kontrolle, denn den ganzen Tag und auch jetzt am Abend sind unzählige Hubschrauber und Wasserflugzeuge
damit unterwegs um bei den Bränden zu helfen. Das Wasser wir einfach dem Meer entnommen und zu den
Brandstellen geflogen. Über dem Golf sieht man die Rauchfahnen der Feuer und es riecht auch immer noch
nach Brand.
















Montag, der 2. August

Tag 125

Nachdem die sonntäglichen Besucher weg waren konnte ich "unseren" alten Platz im Fischereihafen doch
noch in Besitz nehmen. Nun bin ich zufrieden und wir werden uns hier in Kato Vasiliki etwas länger aufhalten.

Es ist jetzt 07:50 Uhr und ein Blick aus dem Fenster unseres Womos zeigt uns die folgenden zwei Bilder.






An diesen Tag haben wir die Zeit mit Faulenzen und viel Baden totgeschlagen. Die Flächenbrände sind immer
noch nicht vollständig gelöscht. Den ganzen Tag über sind die Feuerlöschflugzeuge ständig im Einsatz
gewesen.



Dienstag, der 3. August

Tag 126

Über das Wetter brauch ich nun nicht mehr berichten, denn jeder Tag ist gleich sonnig und sehr warm.
Schon früh um 07:00 Uhr ist der nur wenige Schritte entfernt gelegene Strand schon gut besucht wie man
auf dem folgenden Bild sieht.



Die Faulenzerei die wir gestern genossen haben hat dazu geführt das wir Gefallen an dieser Tätigkeit
gefunden haben und so wollen wir auch den heutigen Tag gestalten. Baden, Faulenzen und gut Essen in
 einer der zahlreichen Strandtavernen stehen also heute primär auf dem Programm.
Heute werde ich mal wieder mit Janek Kontakt aufnehmen und anfragen wo er sich zur Zeit befindet. In
diesen Tagen soll ja seine Frau aus England kommend am Athener Flughafen eintreffen und danach wollen
wir uns ja wieder treffen, denn seine Rückreise von Igoumenitsa ist fast zeitgleich mit unserer.



Und das ist die Fähre Superfast II die uns von Igoumenitsa ins italienische Bari bringen wird.


Foto: Anek Superfast Reederei





Mittwoch, der 4. August

Tag 127

Die Brände der vergangenen Tage scheinen zumindest in unserer Gegend unter Kontrolle bzw. gelöscht worden
zu sein. Die Luft ist wieder rein und kein Brandgeruch stört mehr.
Gestern erlebten wir ein eigenartiges Phänomen, denn ca. zwei Stunden lang wehte ein starker, sehr heißer
Wind aus Süden der einem fast den Atem nahm. Man konnte diesen Wind nur im Windschatten aushalten,
denn es war ein ähnlicher Effekt wie in einem Backofen mit Umluft. So etwas habe ich in der Vergangenheit und
auf allen meinen vielen Reisen noch nicht erlebt. Ich will aber versuchen heraus zu finden was es
damit auf sich hatte.

Meteorologe Martin Pscherer erklärt die momentane Wetterlage so:

Zwischen tiefem Luftdruck über Mitteleuropa und hohem Luftdruck über dem Süden strömt sehr heiße
Luft aus der Sahara mit kräftigem Wind bis nach Griechenland. Da sich diese Wetterlage auch in den
nächsten Tagen nur wenig ändert, steht vor allem dem Südosten Europas rund um Griechenland eine
noch länger andauernde Hitzewelle bevor.

Dieses Zitat habe ich der folgenden Seite entnommen:

https://www.rtl.de/cms/sahara-hitze-in-griechenland-aber-weiterhin-unwetter-in-deutschland-was-ist-da-los-4803490.html

Wir haben jedenfalls keine außergewöhnlichen Probleme mit diesen Temperaturen und werden unsere Reise
wie gewohnt weiter fortsetzen und hoffen das es in den Regionen in dehnen wir uns aufhalten werden zu
keinen unvorher gesehenen Ereignissen kommt.




Donnerstag, der 5. August

Tag 128

Heute haben wir Kato Vasiliki verlassen um kurz nach Nafpaktos zu Lidl zu fahren um mal wieder Proviant
und Getränke aufzufüllen. Das hat auch gut geklappt und dann sind wir zu unserer alten Stelle am
ehemaligen Freibad gefahren. Aber auch hier hatte sich alles in denn letzten 3 Jahren verändert. Die
Reste des Freibades sind nun ganz und gar abgerissen und zu einem kleinen Park umgewandelt worden.
Auch eine funktionierende Dusche und eine Umkleidekabine ist installiert worden. Wir haben die Gelegenheit wahrgenommen und unseren Frischwasser Vorrat aufgestockt. Dann aber entschlossen wir uns doch wieder
nach Kato Vasiliki zurück zu fahren wo es uns viel besser gefällt. Unseren Freund Janek der sich ja immer
noch in der Nähe von Athen im Brandgebiet aufhält haben wir eine Benachrichtigung zu kommen lassen das
wir noch bis zum Montag. den 9. August in Kato Vasiliki bleiben werden. Vielleicht stößt er ja doch noch
zu uns.
Zunächst sind wir aber eine Bucht weiter gefahren, da unser Platz an dem wir die letzten Tage standen
natürlich besetzt war. Hier können wir erst am Abend wieder zurück wenn die Badegäste wieder weg sind.
Den Tag über stehen wir nun direkt unter den steil nach oben befindlichen Felsen nur ca. 6 Meter vom Meer
entfernt. So und nun gehts erst einmal zur Abkühlung ins Wasser ...






Gegen Mittag kamen noch 7 wilde Ziegen den steilen Hang herunter und leisteten uns für eine halbe
Stunde Gesellschaft bevor sie wieder artistisch die Felsen erklommen.






Und hier die aktuelle Wettervoraussage für die nächsten 6 Tage.







Freitag, der 6. August


Tag 129

Auf einem ca.1 Kilometer entfernten Felsvorsprung steht schon seit Tagen ein Hobby Wohnmobil das ich heute
mal mit meinem kleinen Teleobjektiv aufgenommen habe. Der Felsen wird gerade so schön von der Sonne
angestrahlt, aber die aufziehenden Wolken verhüllen schon zunehmend die Sicht auf "unseren" Berg, so das
die beiden Windräder und die Brücke nur noch zu erahnen sind. Der Wind weht heute ziemlich heftig, was für
uns sehr gut ist denn bringt bei der Hitze doch ein wenig Abkühlung. Für die Löscharbeiten an den vielen
Brandstellen jedoch ist er nicht grade hilfreich, denn dadurch werden die Flammen immer wieder angefacht.
Wir hoffen, dass unser Freund Janek der sich ja im Gebiet um Athen aufhält nicht in Gefahr bringt, denn dort
sollen ja den Fernsehberichten nach besonders viele Brände herrschen.
Die beiden folgenden Bilder habe ich direkt aus unserem Wohnmobil heraus gemacht.






Uns gefällt es hier in Kato Vasiliki so gut, dass wir beschlossen haben noch ein paar weitere Tage hier zu
verbringen. Hier haben wir alles was wir brauchen. Jeden Tag kommt zwei mal der Bäckerwagen, mehrmals
auch ein Melonenhändler, ein Fischverkäufer und ein Obst- und Gemüsewagen vorbei. Also ist für unser
leibliches Wohl bestens gesorgt. Frischwasser ist auch reichlich vorhanden so das es uns an nichts fehlt.








Sonnabend, der 7. August

Tag 130

Wir haben den heutigen Tag wieder einmal gut hinter uns gebracht. Also mit dem üblichen "Stress" wie Baden,
Faulenzen und gut Essen.
Von unserem momentanen Standpunkt Kato Vasiliki werden wir uns in den nächsten 5 - 6 Wochen so langsam
über mindestens 10 verschiedene Stellplätze und mit einem Abstecher auf die Insel Levkada unserem
Fährhafen Igoumenitsa nähern. Dort geht am 15. September unsere Fähre nach Bari (Italien) ab.


Karte von Google Maps




Sonntag, der 8. August

Tag 131

Der letzte Tag an dem wir hier in Kato Vasiliki verbringen ist angebrochen, denn morgen früh wollen wir uns
auf den Weg nach Messalongi machen. Mesolongi ist eine Stadt in Ätolien-Akarnanien mit etwa 13.500
Einwohnern und gleichzeitig Sitz der gleichnamigen Gemeinde in der griechischen Region Westgriechenland.

Koordinaten vom Messalonghi 38°19´33.2" N 21°25`15.7"


Die Stadt Messolonghi ist für vielerlei Besonderheiten und Vorzüge zu Recht ziemlich berühmt geworden.
Neben der Auszeichnung als "heilige Stadt" durch den griechischen König für ihre Verdienste im
Freiheitskampf gegen die osmanische Besatzung, ist Messolongis berühmt für die grosse Salzwasserlagune
am Golf von Patras, eines der grössten und bedeutendsten Feuchtgebiete Europas.


Karte von Google Maps

Ich bin sehr froh dass wir vor Tagen unsere Route, die eigentlich auch auf die Insel Euböa führen sollte,
geändert haben. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht, dass Euböa zu einem Zentrum
der großen Brände werden wird. Es ist also reiner Zufall (oder Glück) das wir uns den Besuch der zweitgrößten griechischen Insel Euböa für eine der evtl. folgenden Reisen aufheben wollen.
 
Bis jetzt ist von weiteren Bränden auf der Strecke die bis Igoumenitsa noch vor uns liegt nichts bekannt und
wir hoffen das es in den nächsten Tagen/Wochen auch so bleibt.

Wir werden den heutigen Tag hier noch genießen bevor wir uns morgen früh auf die "Socken" machen ...




Montag, der 9. August

Tag 132

Wir sind nach dem Frühstück aus Kato Vasiliki, dass uns eine gute Woche lang einen schönen Aufenthalt
geboten hat weg gefahren und nachdem wir bei LIDL unseren Beitrag geleistet haben nach Messalonghi
gefahren. Unterwegs in der endlosen Schwemmlandschaft, einem einzigartigen Vogelparadies, konnten
ich die folgenden Aufnahmen machen. Flamingos, Silberreiher, Kormorane und was weiß ich noch für Vögel
tummelten sich her zu tausenden.


















Kurz nach 10:00 Uhr haben wir den Stellplatz erreicht und stellten uns neben zwei griechischen Wohnmobilen
auf. Es ist hier schon eine eigenartige Landschaft. Auf der einen Seite das Schwemmland mit den berühmten
Häusern auf Pfählen und auf der anderen Seite das Meer.

Koordinaten vom Messalonghi 38°19´33.2" N 21°25`15.7"

Hier auf diesem Stellplatz ist ein feiner Sandstrand genau so vorhanden wie Duschen und ein langer Schlauch
zum Wasser bunkern. Alles was das Camperherz begehrt.






Wir haben noch keinen Plan wie lange wir hier in Messalonghi bleiben werden. Das Wasser ist hier nicht so
klar wie an den Badestellen die wir bisher hatten und auch die kleinen Fische die einen ab und zu in die Beine
zwicken finden wir auch nicht so berauschend. Auf der evtl.. Weiterfahrt werden wir an Astakos, das heißt an
der Schweinebucht vorbei kommen. Sie hat uns vor Jahren auch schon nicht gefallen, denn es war dort ziemlich
schmutzig und der sehr flache Strand war auch nicht so unser Ding. Da wir aber auf dem Weg nach Mytikas
dort vorbei kommen werden wir zur Schweinebucht hinunter fahren und sehen ob sich dort etwas zu
positiven geändert hat.
Gegen Abend habe ich doch nochmal meine Kamera bemüht und die folgenden drei Bilder sind dabei heraus
gekommen.









Wie gesagt wissen wir im Moment noch nicht ob wir schon Morgen oder an einem anderen Tag weiter fahren.
Wenn es dann aber los geht wird die folgende Karte uns den Weg weisen.


Karte von Google Maps




Dienstag, der 10. August

Tag 133

Gegen 12:00 Uhr haben wir unser heutiges Tagesziel Mytikas erreicht und sind wieder einmal erstaunt das
hier soviel Trubel herrscht. Das sagt uns wieder einmal mehr nicht mehr in der Hauptsaison nach Griechenland
zu fahren. Hier, wo in den vergangenen Jahren höchstens mal 2 oder 3 Womos standen ist der Platz jetzt
voll mit Womos, PKWs und Bootstrailern.

Koordinaten vom Mytikas 38°40´24.2" N 20°57`48.5"E

Unterwegs haben wir bei Astakos einen leinen Abstecher in die "Schweinebucht" gemacht, aber auch hier
waren alle Schattenplätze von Langzeit Campern belegt. Dann schraubten wir uns hoch über einen
Gebirgskamm und konnten dadurch einige schöne Ausblicke auf das Meer erhaschen.
Das erste Bild zeigt unsere Abfahrt aus Messalonghi über den ca. 3 Kilometer langen Damm.












Bei der Abfahrt von dem Gebirgskamm sahen wir schon von weitem Mytikas vor der Insel Kalamos liegen.
(Bild unten)



In Mytikas angekommen haben wir am Hafen erst einmal Frischwasser gebunkert und dann haben wir uns
einen Platz auf dem fast überfüllten Stellplatz gesucht und auch gefunden.






Karin hat zunächst einige Kleidungsstücke ausgewaschen und ich habe in der Zeit aus Hühnerklein die Brühe
für unsere heutige Gemüsesuppe angesetzt.







Mittwoch, der 11. August

Tag 134

Gestern am späten Nachmittag hatten wir noch Glück, denn ein griechisches Wohnmobil machte uns einen
Platz in der "ersten" Reihe frei und so konnten wir schnell umziehen. Mit einem schönen Blick auf das Meer
und viel mehr Luft gefällt uns dieser Platz natürlich viel besser.



Ein großer Strauch mit blauen Blüten die sehr stark aber gut, etwas ähnlich wie Lavendel rochen. steht direkt
neben uns. Und natürlich, wie überall auch die gelben Blüten einer Distelart.

     

Und hier noch unser morgendlicher, verschlafener Blick aus dem Fenster.



Nachdem wir uns gestern diesen schönen Platz "erkämpft" hatten, werden wir auf jeden Fall heute noch hier
bleiben und später zu einer kleinen Ortsbesichtigung starten.
Naja, außer einigen Restaurants und einem Lebensmittelgeschäft hat der Ort abgesehen vom Yacht- und
Fährhafen nicht allzuviel zu bieten. Und so habe ich mich fototechnisch gesehen nur auf ein Foto vom
Yachthafen und ein paar Blumen die noch nicht von der Hitze eingegangen waren beschränkt.



Der Yachthafen und im Hintergrund die Insel Kalamos. (Bild oben)



De Blüten einer Palme (oben) und verschiedene mir nicht bekannten Blütenarten.

     

     

     

Und unser Strauch mit den blauen Blüten hatte auch einen Gast den ich aber nur schnell knipsen konnte
ohne meine Kamera vernünftig einzustellen. Und schwupp, schon war das Insekt wieder weg. Man kann aber
erkennen das das Insekt mit einem langen "Saugschlauch" den Nektar aus der Blüte haben wollte. Es setzte
sich also nicht auf die Blüte sondern saugte im Flug, ähnlich wie ein Kolibri aus der Blüte.




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