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Teil 5
Nun endlich, nachdem ein großer Teil der Camping-
und Stellplätze in den verschiedenen Bundesländern
wieder geöffnet haben, kann unsere Reisesaison
mit zweimonatiger Verspätung beginnen.



Freitag, der 15. Mai

Tag 1


Heute geht es endlich los. Wir sind schon sehr früh um 04:30 Uhr aufgestanden,
schnell gewaschen, eine Tasse Kaffee getrunken und mit den Resten aus dem
Kühlschrank zum Wohnmobil und dann ging es um 05:45 Uhr auf die Piste. Die Straßen
bzw. die Autobahn war ziemlich leer und so erreichten wir genau um 07:00 Uhr den
Stellplatz in Kyritz. Die Besorgnis, dass noch mehr Wohnmobilisten auf die gleiche
Idee früh loszufahren gekommen sind, hat sich nicht erfüllt. Es standen lediglich
3 andere Mobile auf dem Stellplatz. Ich nehme an die sind schon am
Abend bzw. in der Nacht angekommen um noch hier einen guten Platz zu
ergattern.



Karte von Google Maps

Stellplatz Kyritz, 3 Tage gratis, ab 4. Tag 10 €, Wasser 100 Liter 1 €,
Strom 8 Stunden 1 €, Entsorgung gratis.


Stellplatz Kyritz

Koordinaten des Stellplatz Kyritz:

 N 52°56'25"  E 12°24'2"

Wir haben unseren "alten" Platz vom Vorjahr wieder eingenommen, haben erst
einmal frisches Wasser gebunkert, Strom angeschlossen und mit frischen Brötchen
ausgiebig gefrühstückt.
Jetzt heißt es alles was ich in den vergangenen Tagen ins Wohnmobil gebracht
habe auch vernünftig in die Staufächer einzuordnen. Somit habe ich heute erst einmal
zu tun um alles für die nächste Zeit an ihren Platz zu bringen.
Unsere Freunde Friedel und Regina sind nur 5 Minuten nach uns hier angekommen
und so haben wir in den nächsten Tagen angenehme Gesellschaft.


Freund Friedl beim Wasser auffüllen



Sonnabend, der 16. Mai

Tag 2

Der Stellplatz hatte sich gestern am Nachmittag doch noch ganz gut gefüllt. Auf
unserer Seite sind alle Plätze besetzt, aber auf der anderen Seite gibt es noch
freie Plätze.



Wir haben einen kleinen Rundgang unternommen und sind direkt in der Nähe des
Stellplatzes auf schöne Natur gestoßen. Schöne Wander-und Spazierwege auch
entlang der Knatter findet man hier.



Hier also die berühmte Knatter, die der Stadt ihren Zusatznamen gegeben hat.
Bild unten



Überall sieht man auch die Blumen und Pflanzenpracht in der Umgebung des
Stellplatzes

 

 

 

 

 

 

Und an einem der Gärten entdeckte ich das folgende originelle Schild:





Sonntag, der 17. Mai

Tag 3





Montag, der 18. Mai


Wir haben ein schönes, sonniges Wochenende hinter uns und auch den ersten
Sonnenbrand eingefangen. Wie gut, dass heute etwas Bewölkung herrscht und wir
einen Tag Sonnenpause haben. Es ist weiterhin schön warm und der Wetterbericht
sagt für die nächsten Tage sehr schönes Wetter voraus.
Für heute haben sich weitere Bekannte hier angesagt. Heidi und Hilmar aus
Lüneburg werden heute hier aufschlagen, weil Tangermünde immer noch nur für
Einheimische geöffnet ist. Jaja, es gibt eben für manche Behörden immer noch
zweierlei Menschen ...
Wir werden heute einen kleinen Stadtbummel unternehmen und auch das
Tourismusbüro aufsuchen um unseren Obulus zu entrichten, der ja nach drei Tagen
gratis stehen nun pro Tag anfällt.


Der Marktplatz von Kyritz


Hier eine Demonstration von den alten Häusern die nach und nach nun Restauriert wurden,
also Vorher Vs. Nachher


Im Tourismusbüro hängt dieses Foto, dass den Uckersee zeigt, an dem die Stadt nun
auch einen zweiten Stellplatz eingerichtet hat, der z.Z. noch kostenlos ist.

Stellplatz Untersee, gratis, Strom 8 Stunden 1 €, keine Entsorgung, kein Wasser

 N 52°56'19"  E 12°26'33"




Dienstag, der 19. Mai


Das Wetter zeigt sich heute durchwachsen aber schön warm. In der Nacht hat es
paar mal getröpfelt, was ich aber als sehr angenehm empfinde. Wenn der leichte
Regen so schön auf das Dach des Wohnmobils tropft, gibt es so ein schönes
Gefühl des Geborgenseins und vor allem kann ich dann gut einschlafen.
Viele unserer Wohnmobilfreunde haben mir dieses Gefühl auch schon bestätigt.
Gestern Nachmittag sind unsere Freunde Heidi und Hilmar aus der Lüneburger Heide
hier eingetroffen und nach einer Begrüßung mit gebührendem Abstand haben sich
die beiden erst einmal eingerichtet.


Heidi und Hilmar mit ihrem LMC Liberty sind nun auch eingetroffen.


Ich habe Regina und Friedl beim morgentlichen Frühschoppen erwischt.

Morgen früh werden wir unser Ränzlein schnüren, denn wir wollen weiter fahren. Mit einer
Übernachtung in Königslutter oder am Salzgitter See werden wir am Donnerstag (Vatertag)
bei unserem Freund Heinz Zapf in Wolfhagen aufschlagen. Heinz hat unseren Stammplatz
schon entsprechend reserviert wie er uns am Telefon versichert hat.

Hier habe ich noch die aktuellen Meldungen vom Tourismusverband

Stand:  Montag, 18.05.20

Reisewarnung wird zum 15. Juni aufgehoben

Stand:  Samstag, 16.05.20

Italien: Einreise und Tourismus ab 3. Juni möglich



Mittwoch, der 20. Mai

Wir sind nach dem Frühstück um 08:30 Uhr aufgebrochen und haben nach einer
zügigen Fahrt über Tangermünde, Magdeburg und Helmstedt den schönen Stellplatz
am Salzgitter See um 12:20 Uhr erreicht.


Karte von Google Maps

Stellplatz am Salzgitter See, 5 €, Strom 6 Stunden 1 €, Wasser 100 Liter 2 €

Koordinaten vom Salzgitter See

 N 52°9'8"  E 18°46'90"






Bei Tangermünde überqueren wir die Elbe bei hier noch blauem Himmel und Sonnenschein.
Bild oben



Auf dem Stellplatz am Salzgitter See ist nur jeder 2. Platz zu besetzen. Corona läßt grüßen.
Und nun noch drei Fotos vom See an dem der Stellplatz liegt.
Leider hat sich die Sonne hinter den Wolken verkrochen aber es ist, wie voraus gesagt, sommerlich warm.











Donnerstag, der 21. Mai (Himmelfahrt/Vatertag



Nach einer sehr ruhigen Nacht hier am Salzgitter See ging es nach dem Frühstück wieder
auf die Piste. Unser heutiges Ziel ist Wolfhagen im Hessischen.


Karte von Google Maps

 Die Autobahn war heute am Vatertag ziemlich leer und so kamen wir gut voran, so das
wir schon um 11:15 Uhr auf dem Stellplatz waren.



Die rund 170 Kilometer, überwiegend Autobahn, waren schnell abgespult und schon
bald hatten wir die Ausfahrt nach Wolfhagen erreicht.


 

Stellplatz Wolfhagen, 5 €, 100 Liter Wasser 1 €, Strom 8 Stunden 1 €, Entsorgung
kostenlos, Wlan inkl.

Koordinaten von Wolfhagen

 N 51°19'45"  E 10°13'97"



Unser Freund Heinz Zapf der diesen schönen Platz betreut hatte uns unseren
Lieblingsplatz reserviert und so konnten wir uns nach einer herzlichen Begrüßung
für die nächsten Tage häuslich einrichten.
Zunächst habe ich den Wassertank aufgefüllt und dann kontrolliert, ob das angesagte
freie Wlan auch funktioniert. Es klappt hervorragend.




Und dieser Tag wird mir bestimmt in guter Erinnerung bleiben, denn nach vielen
Monaten um nicht zu sagen Jahren habe ich heute zum sagenhaften Preis von
97,9 Cent
pro Liter Diesel getankt.


Ich war erstaunt wie voll es auf dem Stellplatz war. Aber eigentlich ist ja
"langes Wochenende" und nach der langen Wartezeit endlich wieder fahren zu dürfen ist
es kein Wunder, dass alles unterwegs ist, zumal hier auf diesem Platz auch Wohnmobile
aus den anderen Bundesländern stehen dürfen.
3 Bilder unten.











Freitag, der 22. Mai

Tag 7

Wir haben gestern den bestellten Backofen von OMNIA, den ich zu Heinz schicken
gelassen habe, bekommen. Morgen früh werde ich ihn ausprobieren und sehen ob die Aufbackbrötchen tatsächlich so gut werden, wie ich von vielen anderen Campern
gehört habe.


         

Bis Morgen begnügen wir uns noch einmal mit den Brötchen das der Bäckerwagen
jeden Morgen hierher zum Platz bringt.



Das Wetter spielt auch heute wieder mit und so werden wir nach einem Einkauf
bei den üblichen Verdächtigen (ALDI, LIDL und Co.) den Tag mit süßem "Nichtstun"
verbringen. Vielleicht steht auch eine kleine Radtour auf dem Programm.
Natürlich haben wir wieder, wie immer, viel mehr eingekauft wie auf dem Zettel stand
und so sind wir nun bis zum Monatsende mit allem versorgt. Heute koche ich
eine deftige Gemüsesuppe mit Rindfleisch die auch noch für morgen reichen sollte.
Dafür gibt es dann am Sonntag reichlich Gegrilltes.





Sonnabend, der 23. Mai

Tag 8

Aufmerksame Leser meines Reisetagebuches haben mich darauf aufmerksam gemacht,
dass bei meinem OMNIA Backoffen ein wichtiges Detail fehlt. Es handelt sich um
das Aufbackgitter (gelber Pfeil) Ich habe es sofort nachbestellt und in 3 bis 4 Tagen werde
ich es hier haben. Dann klappt es wahrscheinlich auch mit den Brötchen! So wie auf dem
rechten Bild werden die Brötchen auf dem Aufbackgitter platziert um nicht mit der
Form in Kontakt zu kommen. Es könnte ansonsten schwarze Brandflecken geben.

Vielen Dank an Helga und Horst für den Hinweis.

    

Das Wetter ist heute bedeckt und so wie es der Wetterbericht voraus gesagt hat ist
es auch ein wenig kühler geworden, was aber unserer guten Laune keinen Abbruch tut.
Einige Bekannte aus den vergangenen Jahren sind nun auch hier eingetroffen und so
gibt es immer etwas zu besprechen bzw. Erfahrungen auszutauschen.
Trotz der immer noch herrschenden Einschränkungen durch die Corona Krise ist
das (Wohnmobil) Leben fast als normal zu bezeichnen. Die Abstände werden
eingehalten und auch die Gespräche finden in den gebührenden Abständen statt.



An dem kleinen Infostand, einer ehemaligen Telefonzelle, befindet sich der
untenstehende Aushang, der Hinweise auf das Verhalten während der Corona Krise
hier auf dem Stellplatz gibt. Der Infostand bietet außerdem die Möglichkeit hier
Bücher zu tauschen.





Sonntag, der 24. Mai

Tag 9

Das regnerische, kühle Wetter gestern hat mir die Gelegenheit gegeben mich mit der
weiteren Planung unserer Reise zu beschäftigen. Da wir auch Frankreich als fernes
Ziel im Auge haben, die Einreise aber zur Zeit noch nicht möglich ist, haben wir vor
in vielen kleinen Etappen uns so langsam Frankreich zu nähern. Wenn wir dann nach
einigen kleinen Etappen die Mosel erreicht haben werden wir dort die Öffnung für
Touristen nach Frankreich abwarten.
Die nun vorläufige Planung sieht vor über die Stellplätze Rosenthal, Weilmünster,
Cochem den Stellplatz Enkirch zu erreichen. Siehe die Karte. Je nachdem wie uns die
jeweiligen Stellplätze gefallen, werden wir immer mehrere Tage dort verbringen.
In Enkirch werden wir darauf warten nach Frankreich einreisen zu dürfen falls bis dahin
nicht ohnehin eine Öffnung eingetreten ist.

Ob wir diese vorläufige Planung wirklich einhalten wird sich je nach den
Gegebenheiten eventuell auch ändern. Warten wir es ab und planen dann einfach
weiter von Tag zu Tag.



Karte von Google Maps

Heute bekam ich noch einen wertvollen Hinweis von Lesern meines Blogs betreff
des OMNIA Backofens. Der Rat, mir auch noch den Silikoneinsatz zu besorgen, hat mich
überzeugt und auch diese Nachbestellung habe ich nun online getätigt. Ich hoffe, dass
nun alle Teile am Anfang der nächsten Woche hier eintreffen und wir danach unsere
Reise, wie oben geschrieben und geplant, fortsetzen können.

Ein Dankeschön an Dörte und Ralf aus dem Ruhrpott!


Das ist der Silikoneinsatz

In den letzten Jahren haben am Teich direkt neben dem Stellplatz die Nilgänse
 ein neues Zuhause gefunden. Sie scheinen sich hier sehr wohl zu fühlen und
haben schon mehrmals Nachwuchs bekommen.







      

Liebe Leser meines Reisetagebuches, ich habe an Euch folgende Bitte:


Wir sind eigentlich immer gut informiert, aber sollten wir aus irgendeinem Grund nicht mitbekommen das Frankreich seine Grenzen für Touristen bzw. Wohnmobile wieder geöffnet hat, bitten wir Euch uns umgehend telefonisch oder per Email diesbezüglich zu informieren. Im Voraus vielen Dank für Eure Bemühungen.

Telefon: 01590 183 7636
Email: jonnymail@t-online.de


 




Montag,der 25. Mai

Tag 10

Eigentlich war er ja schon gestern am Sonntag, aber heute macht er mich auch glücklich!
 




Dienstag, der 26. Mai

Tag 11

Heute ist das Wetter fast wieder so wie wir es uns gewünscht haben und hat uns zu
einem morgentlichen Spaziergang rund um den schönen Teich, der sich direkt am
Stellplatz befindet, animiert. Dabei sind die folgenden Fotos entstanden.





Der Stellplatz mit der Grillhütte vom Teich aus gesehen. (Zwei Bilder oben)
















Ich bin gespannt wann die bestellten Teile für meinen OMNIA Backofen hier eintreffen.
Danach richtet sich auch unsere weitere Planung bzw. unsere Weiterfahrt zum nächsten
Ziel.
Es würde uns natürlich auch interessieren ob und wann die Bayern es zulassen das
wir ihre Stellplätze besuchen dürfen. Das würde unsere am 24. Mai beschriebene
Planung massiv beeinflussen bzw. verändern. Diese ganzen Unklarheiten die zur
Zeit herrschen nerven ziemlich und machen es fast unmöglich eine endgültige
Reiseroute festzulegen.

10:00 Uhr

Ich habe einen unserer Lieblingsplätze in Bayern angerufen und die verbindliche
 Mitteilung erhalten, dass die Camping- und Stellplätze in Bayern ab Sonnabend
den 30. Mai, also ab Pfingsten, wieder geöffnet sind.
Das gilt auch für Camper aus anderen Bundesländern. Nun heißt es für uns
darüber nachzudenken unsere oben, am 24. Mai angekündigte Reiseroute,
eventuell zu verändern und wir eine neue Planung in Angriff nehmen können.


Mittwoch, der 27. Mai

Tag 12

Wir sind immer noch am überlegen wohin die Reise weiter gehen soll. Wir haben
ja, wie schon weiter oben angekündigt, nun zwei Optionen. Zum einen die Route
nach Westen Richtung Mosel und eventuell, so Corona es möglich macht, über
Frankreich und Italien zur Fähre nach Griechenland (Karte 1, rote Pfeile), oder nach
Südosten zunächst nach Bayern und dann auch wieder den Lockerungen
entsprechend über Österreich nach Italien und wenn es klappt mit der Fähre von
Venedig bzw. Ancona nach Griechenland (Karte 2 blaue Pfeile).
Also, der Ausgangspunkt für diese beiden Optionen ist Wolfhagen wo wir uns zur
Zeit befinden.

Wie gesagt hängt unsere Planung immer davon ab wie sich die Lage, sprich die
Lockerungen, in den zu befahrenden Ländern entwickelt. Wir sind aber auch so
flexibel zu jedem Zeitpunkt spontan unsere Pläne anzupassen bzw. zu ändern.
Bis zum Wochenende werden wir uns nun entscheiden müssen welche Route wir
nehmen wollen. Ich muss unbedingt in Erfahrung bringen in wie weit die
Durchreise bzw. die Fahrt in/durch Österreich möglich sein wird.

Auf jeden Fall werden wir, für welche Route wir uns auch entscheiden, die Reise
mit vielen Stopps und kleinen Aufenthalten auf verschiedenen Stellplätzen
gestalten, denn immerhin sind wir zeitlich nicht gebunden und auch nicht auf
der Flucht. Für die Rückreise, von Griechenland kommend, haben wir ja immer
noch die Möglichkeit die Route die wir auf dem Hinweg nicht gefahren haben
nun zu nehmen. Damit würde sich der Kreis schließen.

Sollten wir tatsächlich eines Tages in Venedig oder Ancona ankommen
müssen wir auf unser Glück vertrauen um noch eine Schiffspassage zu bekommen,
da wir ja wohlweislich auf Grund der Corona Pandemie nicht vorher gebucht
haben. Ich habe schon von vielen Wohnmobilisten gehört, dass sie das in den
vergangenen Jahren auch immer so gehandhabt haben und immer noch einen
Platz kurzfristig direkt buchen konnten.
 
Auf jeden Fall gehen wir auf Grund der außergewöhnlichen Umstände aufregenden
Zeiten entgegen und freuen uns alle eventuell auf uns zukommende
Schwierigkeiten positiv reagieren zu können. Wie das alles letztendlich ausgehen
wird, wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten und so werde ich in gewohnter
Weise in Wort und Bild weiterhin hier berichten.


Karte 1 (Google Maps)


Karte 2 (Google Maps)



Donnerstag, der 28. Mai

Tag 13

Wieder ein wundervoller, sonniger Morgen und der Tag verspricht schön warm
zu werden. Heute wollen wir mit dem Fahrrad zu LIDL, ca.5 Minuten entfernt,
fahren um unseren Proviant für die Pfingstfeiertage aufzustocken.
Gestern war noch große Wäsche angesagt die bei dem herrlichen Wetter bereits
nach kurzer Zeit schon wieder trocken und "schrankfertig" war. Nur die
warmen, etwas dickeren Socken brauchten etwas länger zum trocknen.
Jaja, auch solche Tätigkeiten gehören zum Womo-Alltag, wenn man so wie wir
längere Zeit unterwegs ist.




Gestern habe ich von einem meiner Leser aus Tirol die folgende Nachricht die das
befahren bzw. durchfahren Österreichs betrifft erhalten:

Ohne Aufenthalt durchfahren, d.h. auch nicht tanken oder mal aufs WC gehen!! 
Als Korridor ist nur die A12/A13 (Inntal/Brenner) durch Tirol
vorgesehen,
nicht die Tauernautobahn!!
Österreich lasse Touristen durch, wenn sie Tirol „ohne Aufenthalt durchqueren 
und die Ausreise sichergestellt ist
“, wie ein Sprecher des Innenministeriums in
Wien der Zeitung sagte. Um zu belegen, dass sie nach Italien wollen, müssten
Urlauber an der Grenze eine Hotelbuchung oder ähnliches vorweisen.

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher sagte dem Münchner Merkur:
 „Ich kann garantieren, dass die Urlauber problemlos bei uns ankommen. Italien
wird am 3. Juni seine Grenzen für einreisende EU-Bürger öffnen, ab dem
15. Juni erwartet Kompatscher keine Beschränkungen mehr für deutsche
Touristen. 

Diese Regelung gilt vorerst für Urlaub in Südtirol…. Und auch da gelten nach
wie vor die italienischen Vorschriften ( MNS-Maske, Abstand, Desinfektion,
Personen Anzahl Regelung im Restaurant  usw)  Ob die Weiterreise von
Südtirol
durch die nächsten Provinzen erlaubt wird, davon redet noch
keiner genau.

 Danke für diese Information an Jörg aus Tirol!

Das heißt für uns das wir, sollten wir die Route durch Österreich nehmen, nicht
über den Grenzübergang Bad Reichenhall fahren können, sondern müssen über
den Grenzübergang Kufstein/Kiefersfelden die ca.100 Kilometer auf der Brenner
Autobahn Österreich durchqueren.

Auf jeden Fall warten wir hier in Wolfhagen erst einmal ab wann unsere bestellten
Teile für den Omnia Backofen ankommen. Firma Fritz Berger hatte ja angekündigt
das es auf Grund der Corona Krise zu Verzögerungen kommen kann. Immerhin
hebe ich für das Gitter schon eine "Sendungsverfolgungsnummer", mein Gott was
für ein langes Wort, bekommen. Vielleicht kommt heute das Teil hier an. Und sollte
Morgen auch noch der Silikoneinsatz kommen, fahren wir nach Bayern, dass ja ab
30. Mai uns Touristen rein lässt.

Den heutigen 13. Tag unserer Reise nehmen wir zum Anlaß uns ein schönes Stück
Erdbeertorte mit Schlagsahne einzuverleiben.
Man gönnt sich ja sonst nicht soviel ...





Freitag, der 29. Mai

TAG 14

Gestern ist zumindest schon mal das Aufbackgitter für den OMNIA Backofen angekommen.
Und wenn heute tatsächlich der SILIKON Einsatz hier eintreffen würde, könnten wir
noch unsere 7 Sachen packen und weiterfahren. Problem ist nur, dass wir immer
noch nicht wissen für welche Route wir uns entscheiden. Beide Routen haben ihre
schönen Stellplätze und Landschaften, aber wir haben zu diesem Zeitpunkt noch
keine Tendenz welche von beiden wir bevorzugen.

Sollten wir uns spontan für die Route der Karte 2 (oben) entscheiden, wäre unser
nächster Anlaufpunkt Baunach in der Nähe von Bamberg. Wir würden dann heute
Abend hier wegfahren um in einer Nachtfahrt Baunach sehr früh am 30.Mai, also
Morgen zu erreichen, denn ab diesem Zeitpunkt ist der Platz für Wohnmobile
nach der Coronapause geöffnet. Ich glaube, dass sehr viele Wohnmobilisten darauf
gelauert haben endlich in Bayern einreisen zu dürfen um die Pfingstfeiertage u.a.
auf diesem schönen Platz zu verbringen. Darum wollen wir einer der ersten sein um
auf dem Platz "unseren" seit Jahren belegten Platz zu bekommen.


Karte von Google Maps

Stellplatz Baunach, gratis, Strom: 8 Stunden 1 €, Wasser: 1 €, Entsorgung: 1 €

Koordinaten von Baunach

 N 49°59'15"  E 10°51'15"


Wappen von Baunach


Gegen 14:00 Uhr, wenn der Paketwagen durch ist und wir den Silikon Einsatz
bekommen, werden wir wissen ob es tatsächlich heute Abend losgeht. Also Leute
drückt uns die Daumen.
Sollte es nicht klappen werden wir über Pfingsten hier in Wolfhagen bleiben und
abwarten wie sich alles weiter entwickelt. Ich werde berichten ...

11:00 Uhr
Euer Daumendrücken hat geholfen. Soeben habe ich in die Sendungsnachverfolgung
geschaut und mit Freude festgestellt das die Sendung bei unserem Freund Heinz
voraussichtlich heute zugestellt wird. (Siehe unten)



Wenn Heinz mir später das Paket bringt steht unserer Abreise wie oben schon
beschrieben nichts mehr im Wege.

14:00 Uhr
Heinz hat meine Sendung in Empfang genommen und mir zum Stellplatz gebracht.
Daraufhin haben wir uns Reisefertig gemacht und haben die 124 Kilometer bis nach
Fulda in zügiger Fahrt hinter uns gebracht und sind um 16:30 Uhr auf dem Stellplatz
in Fulda angekommen.


Stellplatz Fulda

Gebühr: 6 € inkl. Kurtaxe, Strom: 1kWh=50 Cent, Wasser: 5 Minuten 1 €, Entsorgung 1 €.
Gratis Wlan.


Koordinaten von Fulda

 N 50°33'23"  E 9°39'59"

Warum machen wir hier einen Zwischenstopp???
Ganz einfach. Wir haben von anderen Wohnmobilisten in Erfahrung gebracht, dass
einige die schon vor dem 30. Mai in Bayern eingereist sind mit ziemlich hohen
Strafen belegt worden sind. Das wollen wir unbedingt vermeiden, darum diese
Zwischenübernachtung. Morgen früh um ca. 06:00 Uhr starten wir dann um frühzeitig
auf dem Stellplatz in Baunach anzukommen.


Karte von Google Maps


Sonnabend, der 30. Mai


Tag 15

Wir haben es wahr gemacht und sind tatsächlich in der früh um 04:00 Uhr aufgestanden.
Nach einer kleinen Katzenwäsche und einer Tasse Kaffee machten wir uns um 04:40 Uhr
auf den Weg nach Baunach. Gegen 05:10 haben wir in Höhe Bad Brückenau die Grenze
nach Bayern überquert. Die fast leere Autobahn ließ uns rasch voran kommen und so
erlebten wir einen schönen Sonnenaufgang durch unsere, von vielen Insekten nicht
mehr so saubere, Frontscheibe.




Wir sind um 06:30 Uhr in Baunach angekommen.
Als wir den Platz erreichten glaubten wir unseren Augen nicht zu trauen. Der Platz war
knacke voll, nicht ein einziger Platz war frei. Nun war guter Rat teuer. Alle die schon
hier standen haben gegen die bayrischen Corona Auflagen verstoßen, denn sie standen
schon seit gestern Abend hier. Wir, die sich an die Auflagen pünktlich gehalten haben
waren mal wieder die angeschmierten.
Zum Glück fuhr einer der anwesenden gerade weg und wir konnten einen guten Platz
besetzen. Nach dem Frühstück richteten wir uns für die nächsten Tage hier häuslich ein.









Es ist jetzt 09:15 Uhr und wir machen uns nun "landfein", denn kurz nach 10:00 Uhr
wollen wir mit dem Zug nach Bamberg fahren und uns ein wenig in der Stadt umsehen.
Die Fahrt mit dem Zug dauert nur ca. 11 Minuten.

Pünktlich um 10:19 Uhr kam der Zug aus Richtung Ebern in den kleinen Bahnhof von
Baunach eingefahren.

 

In der Stadt tobte das Leben und in der Fußgängerzone tobte der Bär. Von Corona
bzw. Abstand halten keine Spur.









Nachdem wir die Fußgängerzone durchforstet hatten gönnten wir uns in einer
urbayrischen Gastwirtschaft ein kräftiges Mittagessen. Es gab Schweinebraten mit
Klößen und Blaukraut und Schnitzel mit Pommes und Salat.

Hmmmm, sehr lecker



15:30 Uhr

Soeben sind wir aus Bamberg zurück gekommen und nach diesem ereignisreichen Tag
und dem Aufstehen zu so früher Stunde gönnen wir uns nun einen ruhigen Nachmittag.


Alles wird gut, so steht es jedenfalls auf meiner Maske ...



Sonntag, der 31. Mai (Pfingstsonntag)

Tag 16





Ja das wünsche ich Euch allen.
Hier haben wir zu früher Stunde, es ist gerade 08:05 Uhr, schon Sonnenschein und
es verspricht wettermäßig wieder ein schöner Tag zu werden.
Schauen wir mal, was dieser Tag an Überraschungen für uns bereit hält ...

Die erste Überraschung war, dass ich das gute Kilo Spargel das wir gestern sehr
preiswert (1200 Gramm für 10 €) auf dem Bamberger Markt erworben hatten
geschält habe. Spargel schälen gehört zwar nicht unbedingt zu meinen
Lieblingsaufgaben, aber wie sagt der Norddeutsche so schön:
Wat mut dat mut!
Und so wird es heute zum Mittagessen ein wunderbares Spargelgericht geben und
da ich den Spargel eigenhändig geschält habe werde ich jeden Bissen besonders
schätzen.



Wie man auf dem Foto sehen kann habe ich auch schon unseren Gas Grill aufgebaut und
so gibt es zum Spargel gegrilltes Hühnerfleisch. Dieser Grill hat den Vorteil, dass man
auf den beiden Kochplatten oben auf dem Grill gleichzeitig den Spargel und die
Kartoffeln zubereiten kann.

Ein kleiner Rundgang auf der Wiese entlang des Bahndamms ergab folgende schöne
Bilder von Blumen und Insekten.

 

 

 

 



Und hier noch einmal eine Gesamtansicht von dem schönen Stellplatz in Baunach.





Montag, der 1. Juni (Pfingstmontag)

Tag 17




Wir hatten bisher so viel Glück mit dem Wetter und auch heute zeichnet es sich
wieder ab, dass es ein sonniger, schöner Tag werden würde. Wir haben Nachricht
bekommen, dass Freunde schon auf dem Stellplatz in Marktleuthen stehen. Dort
haben wir uns ja zum 4. Juni angemeldet und werden dort die Freunde treffen.
Wir besuchen diesen schönen Stellplatz schon seit Jahren, genau gesagt seit der
Eröffnung des Eger Auenparks im Jahre 2008.

Der Stellplatz liegt direkt im Grünen an der Eger. Der Marktplatz mit Einkaufs- und
gemütlichen Einkehrmöglichkeiten liegt nur 150 m entfernt. Der Platz ist 
für 12 Wohnmobile ausgelegt und gebührenfrei.
Die Zufahrt und der Platz selbst sind gepflastert. Stromanschluss sowie Ver- und Entsorgungseinrichtungen können kostenlos genutzt werden. Gemütliche Sitzgruppe
und Grillplatz stehen zur Verfügung. Wasserspielplatz in der Nähe.
Der Betreuer des Platzes, oh Pardon, der Objektmanager des Platzes unser
Freund Robert Schirmer hat für alle Belange der Wohnmobilisten immer ein
offenes Ohr. Wir freuen uns ihn in der nächsten Woche wieder besuchen
zu dürfen.
Der zweite Teil unseres Spargels, immerhin noch 700 Gramm, hat heute
zusammen mit mehreren kleinen Schnitzeln den Weg in das unvermeidliche,
nämlich unseren Magen gefunden. Es war wie immer sehr lecker und damit
ein angemessenes Pfingstessen.





Dienstag, der 2. Juni

Tag 18

Ein kleiner Spaziergang durch Baunach war heute angesagt. Dabei entstanden die
folgenden Fotos.



Die Holzbrücke bringt uns mit ein paar Schritten über die Baunach direkt zum Marktplatz.



Die Baunach die dem Städtchen ihren Namen gab, fließt in den Main und der Main in
den Rhein.



Nach einigen Jahren, so die Auskunft von Einheimischen, hat sich wieder ein Storchenpaar
in Baunach eingefunden und ein Nest bezogen.






Überall im Ort findet man so stille verträumte Ecken wie auf diesem Foto zu sehen.

Nach dem kleinen Spaziergang unternahmen wir noch eine Radtour entlang der vielen
kleinen Seen die sich unweit des Stellplatzes befinden und entlang der Baunach, die
sich an manchen Stellen richtig wild zeigte. Auch hier Natur pur und so konnte ich die
folgenden Bilder "Schießen".


















Nach diesem Ausflug in die Natur kamen wir ganz schön außer Puste wieder am
Stellplatz an. Zur Belohnung unserer heutigen Aktivitäten bereite ich ein besonders
schönes Mittagessen zu. Es wird eines meiner Lieblingsgerichte geben:

Gebratene Ente mit Rotkohl und Kartoffeln.

Die Ente sollte es eigentlich schon zu Pfingsten geben, aber da wir unerwartet soviel
preisgünstigen Spargel erstanden hatten, hatte das natürlich Vorrang.
Und vor allem:
Ente schmeckt auch Dienstags!





Mittwoch, der 3. Juni

Tag 19

Nun geht unser Aufenthalt in Baunach allmählich zu Ende, denn Morgen werden wir
unseren Standort wechseln. Wie schon weiter oben beschrieben haben wir vor nach
Marktleuten im Fichtelgebirge zu fahren. Dort ist bereits ein Platz für uns reserviert.

Heute bekommen wir noch Besuch hier in Baunach, denn ein Bekannter mit dem
ich immer übers Internet Kontakt halte wird uns aus Forchheim kommend
besuchen. Wir haben uns vor zwei Jahren in Griechenland und voriges Jahr hier
in Baunach getroffen.

Gestern habe ich bei einer bekannten Camping Zubehörfirma noch neues Melanin
Geschirr bestellt. Es wird zu unserem Freund Robert Schirmer dem Objekt Manager
vom Marktleuthener Stellplatz geschickt, der es uns dann übergibt.


Foto aus Werbung

Am späten Nachmittag werden wir anfangen unser Fahrzeug für die Weiterreise fertig
zu machen. Tisch und Stühle einräumen, Markise einrollen und im Fahrzeug alles
bewegliche zu verstauen das sind so Arbeiten die heute anliegen.
Leider wird sich das Wetter laut Voraussage in den nächsten Tagen verschlechtern
und es soll kälter werden. Was solls, wie heißt es so schön?
Nur die Harten kommen in den Garten.

Am Nachmittag trudelte unser Besuch, Elfriede und Franz ein und so verbrachten
wir ein paar Stunden in gemütlicher Runde.

Morgen früh nach dem Frühstück werden wir also in Richtung Marktleuthen
aufbrechen und dort erwarten uns unsere Berliner Bekannten, die schon seit einigen
Tagen dort stehen.





Donnerstag, der 4. Juni

Tag 20

Heute war es soweit und wir haben nach einer regnerischen Nacht Baunach gegen
09:00 Uhr verlassen und sind zunächst zu einer kleinen Werbefirma gefahren die mir
meinen bestellten Schriftzug an der Front des Wohnmobils anbrachten.



Wir haben für die heutige Strecke ausschließlich die Landstraße genutzt und
sind im Laufe der kleinen Reise auf der Franken Höhenstraße gefahren. Leider hat es
die ganze Fahrt über geregnet, was uns aber nicht daran gehindert hat das eine
oder andere Foto von der Landschaft zu schießen.



Hier fahren wir am Kloster Banz, einer Bildungsstätte im Landkreis Lichtenfels vorbei.
Ein Leser meines Blogs hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es nicht die
Burg Staffelstein, sondern das Kloster Benz ist. Vielen Dank für diesen Hinweis.



Die Franken Höhenstraße und ...



... die Forellenzucht in den Fischteichen. Dann geht es durch schön mit Blumen
geschmückte Dörfer unserem Ziel entgegen. (Bild unten)




Gegen 12:45 Uhr erreichten wir den Stellplatz in Marktleuthen.



Stellplatz Marktleuthen, Gebühr gratis, Strom gratis, Wasser gratis, Entsorgung gratis,
Wlan gegen Bezahlung. Es wird eine Spende erwartet.


Koordinaten von Marktleuthen

 N 50°7'46"  E 11°59'43"




Karte von Google Maps

Hier in Marktleuthen auf dem schönen Stellplatz ha
ben wir uns für die nächsten
Tage häuslich eingerichtet.
Wir hoffen, dass das Wetter in den nächsten Tagen wieder sonniger wird und
wir den Aufenthalt hier genießen können.



Am Abend saßen wir noch mit unseren Bekannten Gabi und Wolf in vorgeschriebenen
 Abstand bei einem, oder mehreren ??? Gläsern Wein zusammen. Die beiden wollen
morgen weiter nach Berlin fahren um eine Reparatur durchführen zu lassen.





Freitag, der 5. Juni

Tag 21

Es hat in der Nacht ordentlich geregnet, aber jetzt am Morgen, es ist 08:00 Uhr, sieht
es fast so aus als wenn die Sonne sich durchsetzen könnte. Auf jeden Fall sieht es
schon viel heller aus als gestern. Wir werden das bevorstehende Wochenende
dazu nutzen uns ein wenig hier im Ort umzusehen und auch einen Spaziergang entlang
der Eger, die direkt am Stellplatz vorbei fließt, unternehmen.

Die 316 Kilometer lange Eger ist ein linker Nebenfluss der Elbe in Deutschland und
Tschechien. Sie entspringt bei Weißenstadt im Fichtelgebirge und mündet bei
Leitmeritz in die Elbe.



Hier an der Eger entlang kann man sehr schön spazieren gehen aber auch sehr gut
Fahrrad fahren.



Viele schöne Pflanzen und Blumen finden wir am Ufer der Eger.




 




Im Laufe des Vormittags hat sich der Stellplatz etwas gefüllt und auch die Sonne
schaut des öfteren aus den immer wieder bedrohlich dunklen Wolken heraus.





Sonnabend, der 6. Juni

Tag 22

Heute haben wir eine Premiere gefeiert. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat Karin
die traditionellen, bayrischen Weißwürste mit süßem Senf gegessen. Und, sie
haben ihr ausgezeichnet geschmeckt. Wir haben beschlossen das wir solange wir
uns in Bayern aufhalten, öfter Mal diese Weißwürste essen wollen. Das besondere an
dem kleinen Metzgerladen neben dem Stellplatz ist, dass man egal was uns wie viel
man kauft immer etwas dazu bekommt. Sei es ein paar Wiener oder ein Stück Wurst.
Beim Kauf meiner Weißwürste fand ich in der Tüte ein paar gut geräucherte Knacker.
Vielen Dank!






Auf Grund dessen das Österreich auch seit vorgestern die Grenzen für die anderen
europäischen Länder außer Italien überraschend geöffnet hat, kommen wir
unserer Planung in diesem Jahr, doch noch nach Griechenland zu fahren,
wieder ein Stück näher.

Hier die original Meldung:

 Stand:

Donnerstag, 04.06.20

Österreich öffnet seine Grenzen überraschend

Ab heute, 4. Juni, öffnet Österreich seine Grenzen zu allen Nachbarländern wieder
- mit Ausnahme von Italien. Die Grenz- und Gesundheitskontrollen werden
gegenüber Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien
und Ungarn eingestellt.
Deutsche, die nach Italien wollen, dürfen ab heute auch mit Stopps durch Österreich
reisen und die Grenze zu Italien passieren. Für die Rückreise von Italien gilt jedoch
weiterhin, dass nur für Tank und Toiletten-Pausen gehalten werden darf. Für
Österreicher gelten bei der Einreise aus Italien weiterhin Quarantäne und
Testerfordernisse zumindest bis 15. Juni.

Das Wetter in diesen Tagen ist weniger schön. In der Nacht hat es wieder fast
ununterbrochen geregnet. Das wird zwar die Landwirte freuen aber uns weniger.
Am heutige Tag ist das Wetter in Bayern wieder sehr wechselhaft wie die folgende
Grafik zeigt.




Sonntag, der 7. Juni


Tag 23

Und wieder haben wir eine regnerische Nacht hinter uns gebracht und jetzt am morgen
ist es immer noch nasskalt. Wir hoffen, dass das sich im Laufe des Tages ändern wird,
denn die Voraussagen sehen gar nicht so schlecht aus.
Wie an jedem Morgen fährt unser "Objektmanager" Robert mit seinem Hund, einem
hübschen Dalmatiner Namens Monti, zum Gassi gehen.






So, nun gibt es erst einmal ein gutes sonntägliches Frühstück und dann schauen wir mal
was der Tag so bringt ...

Auf jeden Fall haben wir unseren Plan in diesem Jahr nach Griechenland zu fahren
noch nicht aufgegeben. Im Gegenteil, denn dadurch das die Österreicher die Grenzen
für Reisende aus fast allen EU-Ländern nun geöffnet haben, ergibt sich die eine
der schon weiter oben von mir beschriebenen Planungsmöglichkeiten.

Wir werden also einige Stellplätze auf der Fahrt an der Tschechischen bzw.
Österreichischen Grenze Richtung Süden besuchen um bei Salzburg nach Österreich
einzureisen. Wir wollen dem Gasthaus Fruhmann in Wernberg nahe Villach einen
Besuch abstatten und uns dort kulinarisch verwöhnen lassen, bevor es dann nach
Italien weiter geht um über Udine Venedig bzw. Ancona zu erreichen. Dort
versuchen wir dann direkt am Terminal eine Fährpassage nach Igoumenitsa in
Griechenland zu buchen.
Soweit also der Plan für die nächsten Tage/Wochen.


Karte von Google Maps



Montag, der 8. Juni

Tag 24

Tatsächlich war diese Nacht mal "regenfrei" und jetzt am morgen sieht es
wesentlich heller aus als in den vergangenen Tagen. Das macht Hoffnung das wir
uns heute mal wieder nach draußen setzen können.
Gestern ist noch eine unserer 11 Kg Gasflaschen leer geworden. Aber direkt neben
dem Stellplatz gibt es die Möglichkeit zum Flaschentausch und so ist das kein
Problem. Gleich nach dem Frühstück werden wir die Flaschen tauschen.


Gestern Abend lockerten sich die Wolken etwas auf und ein paar abendliche
Sonnenstrahlen waren zu sehen. (oben)



Heute morgen war es endlich einmal trocken.

Heute habe ich meine berühmtem "bunten" Schaschliks gesteckt die später auf dem
Grill zubereitet werden. In folgender Reihenfolge bereite ich die Spieße vor:
rote Paprika, Fleisch, Speck, Zwiebel, grüne Paprika, Fleisch, Speck, Zwiebel, gelbe
Paprika, Fleisch, Speck, Zwiebel usw. Das sieht nicht nur sehr appetitlich aus, sondern
schmeckt auch sehr gut.





Dienstag, der 9. Juni

Tag 25

Ich habe mich gestern mal auf den Hosenboden gesetzt und die weitere Planung
für die nächsten Tage/Wochen grob ausgearbeitet. Demnach werden wir am
kommenden Mittwoch oder Donnerstag Marktleuthen verlassen und nach Kemnath
fahren.
Von dort aus ist geplant, weiter nach Moosbach, Schwandorf an der Naab, Landau
an der Isar, Passau, Altötting nach Marquartstein zu fahren. Auf den Plätzen wo
es uns besonders gut gefällt werden wir jeweils 2 bis 3 Tage verbringen bevor es zum
nächsten der angegebenen Plätze weiter geht. Das sind jeweils Tagestouren die
unter 100 Kilometer betragen und uns wahrscheinlich garantieren, da wir ja dann
bis Mittags immer die Plätze erreichen, auch bestimmt einen freien Platz zu
ergattern. Alle Plätze befinden sich mehr oder weniger entlang der tschechischen
und weiter südlich der österreichischen Grenze.


Karte von Google Maps

Wie geschrieben ist das nur eine grobe vorläufige Planung die aber, der jeweiligen
Situation angepasst, jederzeit geringfügig geändert werden kann.
Ich habe mal bei unserer griechischen Agentur angefragt, ob schon die Fähren
nach Griechenland fahren und ob sie auch schon wieder Wohnmobile befördern. Ich
hoffe in den nächsten Tagen Antwort zu erhalten, denn danach richtet sich
unsere weitere Planung von Marquartstein aus. Wir haben dann drei Möglichkeiten
die Fähre in Venedig bzw. Ancona zu erreichen.
Aber, wie gesagt soweit sind wir noch nicht, aber zu gegebener Zeit werde ich
natürlich berichten ...




Heute Morgen habe ich auf Grund meiner Anfrage folgende Email aus Griechenland
bekommen:

Guten Tag Herr Weber

bislang sind keine verbindlichen Informationen verfügbar. Ich habe Sie in eine
Infomail aufgenommen, die am 16.06. verschickt wird und Sie über den
neuesten Stand informiert.

Mit freundlichen Grüßen,
Elisa Zoccolan
Ihr Fährbuchungsexperte DE – IT - EN - GR

Email:
 ez@eco.gr
Direct:
 +30 2810 529001
Web:
 www.greekferries-club.gr

Greekferries Club SA
33, Kounavon Str. 71304
Heraklion, Kreta, Griechenland
  50 Jahre Fährservice in Griechenland
  Wir sprechen Ihre Sprache
  + 30 2810 529000 (60 Leitungen)


Also weiter abwarten wie ich es mir schon gedacht habe. Aber wir wollen lt. unserer
Planung sowieso erst Im August und September nach Griechenland fahren. Ich
denke das sich bis dahin die Lage einigermaßen beruhigt hat und die Fähren wieder
fahren. Immerhin sind gerade die Griechen stark auf den Tourismus angewiesen und
werden sicher alles tun um wieder Urlauber ins Land zu bekommen.



Mittwoch, der 10. Juni

Tag 26

Wettermäßig haben wir in dieser Region in der wir uns zur Zeit befinden die
A....karte gezogen, denn es regnet seit Tagen fast ununterbrochen. Das
geht uns langsam aufs Gemüt, vor allem wenn man die Bilder sieht die uns unsere
Bekannten Gabi und Wolf heute von der Ostsee (Albeck) geschickt haben. Dort
ist der Himmel schön blau und die Sonne scheint.

 

Davon können wir im Moment nur träumen wennn man diese aktuellen Bilder aus
dem Fichtelgebirge sehen. (unten)



Bis heute sollte eigentlich meine bestellte Ware, dass "Melanin" Geschirr von der
Firma Berger, hier in Marktleuthen ankommen, was aber leider nicht der Fall war.
Morgen wird es auch nicht ankommen, da in Bayern am Donnerstag Feiertag
(Fronleichnam) ist. Das heißt für uns, dass wir unseren geplanten Termin der
Weiterfahrt, die eigentlich für Donnerstag vorgesehen war verschieben müssen. Ich
habe heute eine Anfrage an Fa. Berger mit dem Hinweis das ich vor inzwischen
10 Tagen meine Bestellung aufgegeben habe und es sich bis heute nichts getan hat,
abgeschickt. Nun hoffen wir, dass das Geschirr eventuell am Freitag oder Sonnabend
ankommen wird. Wie gut, dass wir nicht unter Zeitdruck stehen und solche
unerwarteten Ereignisse gut wegstecken können.
Ich hatte in der Metzgerei, die sich neben dem Stellplatz befindet und auch
Mittagstisch anbietet, für heute fränkischen Sauerbraten mit Klößen und Blaukraut
zum mitnehmen bestellt. Ich hatte zwei Portionen bestellt, aber als ich mit den
mitgebrachten Töpfen wieder am Wohnmobil war, stellte sich heraus, dass es
soviel war das wir Morgen noch einmal davon essen können.




Donnerstag, der 11. Juni (Fronleichnam)

Tag 27



... und ab Morgen geht es weiter im
 
Teil 6

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Jonny Weber. Die Landkarten mit Kilometerangaben und Fahrzeiten sind von Google Maps.