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Teil 2

Die Zeit der langen, mehrere Monate andauernden Fernreisen
ist voraussichtlich nun für mich vorbei. So schwer mich dieser Gedanke auch belastet, so fordert das zunehmende Alter eben seinen Tribut. Aber, es gibt auch in Deutschland und im nahen
Ausland noch soviel zu entdecken, was ich bisher
vernachlässigt habe.
Darauf werde ich mich in diesem Jahr konzentrieren.




Sonnabend, der 18. Januar

Gestern habe ich die neue SAT-Schüssel (Kathrein Flachantenne mit dem
SHAPEG-Gelenkmast) in mein Wohnmobil eingebaut. War doch eine knifflige Arbeit
die ich mir einfacher vorgestellt hatte. Es waren doch allerhand Arbeitsschritte,
angefangen von der entsprechenden Bohrung auf dem Dach, über die Montage der
F-Stecker, der Vorbereitung des Mastes mit den vielen Einzelteilen die in richtiger
Reihenfolge angebracht werden mussten, sowie das Anbringen Halterung des
Mastes an der entsprechenden Stelle (im Schrank) des Wohnmobils.



Auf jeden Fall habe ich es mit Geduld und in aller Ruhe bewältigt und das
anschließende erfolgreiche Ausprobieren waren der Lohn für diese Arbeit.



Sonnabend, der 25. Januar

Ich habe einige Tage nichts geschrieben weil ich flach gelegen habe. Warum?
Beim Einbau der Fernsehantenne hatte ich mir einen ausgewachsenen Hexenschuss
eingefangen der nicht von schlechten Eltern war. Mein lieber Kokoschinski, das war
eine Erfahrung auf die gut hätte verzichten können. Ziemlich starke Schmerzen haben
mich einige Tage wirklich außer Gefecht gesetzt und wer so einen Hexenschuss auch
schon mal hatte weiß wovon ich rede. Auf jeden Fall sollten diejenigen von Euch die
noch keinen Hexenschuss hatten diese Erfahrung auch mal machen, es lohnt sich ...
Nein, natürlich nicht, denn Leute glaubt mir, es ist wirklich kein Vergnügen.



Nun ist aber meine Bewegungsfähigkeit weitgehend wieder hergestellt und als gestern
die Sonne so schön schien fing mein "Gasfuß" plötzlich an kräftig zu zucken als wollte
er sagen: Los Alter, sei nicht so zimperlich, denk dran das Ende des Winters naht
und wir wollen wieder auf Tour gehen. Langsam, langsam sagt aber mein Verstand
noch ist wintermäßig alles möglich trotz Klimawandel. Wir hatten schon Jahre wo es
im März, ja selbst im April noch einmal ordentlich wintermäßig zugeschlagen hat.
Also, Geduld ist angesagt, auch wenn hier und da schon die ersten
Forsythienblüten an den sonnigen, windstillen Stellen zu sehen sind. Immerhin
lässt so ein Anblick schon daran glauben, dass der Frühling doch so langsam
näher kommt.





Montag, der 27. Januar

In den nächsten Tagen werde ich die nächste Baustelle, die aber auch zunächst
die letzte sein wird, in Angriff nehmen. Ich muss den Wasserhahn in der Küche
austauschen.
Es ist etwas mühselig an die Anschlüsse unter der Spüle heran zu kommen. Dazu
muss ich die Spüle und die Besteckschublade ausbauen. Den neuen Hahn,
eine Mischbatterie für Warm- und Kaltwasser mit den dazu gehöhrenden Teilen,
wie Dichtungen, Schläuche usw. habe ich schon geliefert bekommen.
Ich hoffe nur, dass nicht wieder die "Hexe" zuschlägt, wenn ich mich bei dieser
Arbeit zwangsläufig wieder in gebückter Haltung bewegen muss.





Sonnabend, der 8. Februar

Langsam hat das lange warten auf den nahenden Frühling ein Ende. Diese Vermutung
entspringt der Tatsache das der Winter bisher hier bei uns gänzlich ausgeblieben ist.
Natürlich kann jederzeit noch ein Wintereinbruch die Hoffnung auf den Beginn der
neuen Saison vereiteln, aber optimistisch wie ich bin, will ich gar nicht daran denken.
Seit meinem letzten Eintrag hat sich nichts von Bedeutung zugetragen, abgesehen
von der Tatsache das ich ein paar Tage mit dem Wohnmobil ohne eine bestimmtes
Ziel unterwegs war, nur so zum testen.
An Tagen an dem es einigermaßen hell war und die Sonne schien habe ich natürlich
reichlich fotografiert. Ein paar Bilder will ich hier zeigen um Euch etwas Appetit auf
die kommende Saison zu machen.


Bin ich nicht schön ?


Flug in die Sonne


Guten Appetit !!!


Das Brautpaar auf Hochzeitsreise


Flotter Dreier, oder was ?



Montag, der 10. Februar

Der in allen Medien angekündigte Sturm ist hier bei uns bisher fast unbemerkt vorüber
gegangen. Keine Spur von Verwüstungen oder sonstigen Auffälligkeiten. Abgesehen davon
das die Sonne, so wie in den vergangenen Tagen, nicht scheint hat sich also nichts
verändert.
Gestern wurde mir eine Nachricht zugestellt die wirklich zum Schmunzeln ist und meiner
Meinung nach Wert ist das ich sie hier veröffentliche:

 

Die Chinesen haben auf Grund des Corona-Virus innerhalb von 10 Tagen ein großes Krankenhaus mit einer Kapazität von ca. 5000 Betten gebaut.
Jetzt kam die Idee, sie den Berliner Flughafen fertig bauen zu lassen.
Sie haben abgelehnt mit der Begründung das die lange Anreise für eine
Nachtschicht sich nicht lohne.

 

Da ist doch etwas wahres dran, oder?
Für mich ist heute ein besonderer Tag, denn er bedeutet, dass meine
verstorbene Lebensgefährtin Regina heute zum zweiten Male ihren Geburtstag nicht
mehr feiern kann. Meine Gedanken gehen natürlich heute besonders an die glückliche
Zeit die ich mit ihr verbringen durfte zurück.
Dennoch geht für mich das Leben weiter, so wie sie es sich für mich gewünscht hatte.
Ich habe gestern noch einmal bei meinen beiden griechischen Buchungsfirmen um
ein Angebot für eine Fährpassage nach Griechenland angefragt und bin gespannt auf
die neuen Bedingungen bzw. neuen Preise. Die Hinfahrt soll dann von Venedig
nach Igoumenitsa und die Rückfahrt ca. zwei Monate später von Igoumenitsa nach
Ancona mit der Option "Camping on Board" oder "Camping inclusive"  erfolgen.



Freitag, der 14. Februar (Valentinstag)

Ein kleiner Witz zum Valentinstag:

Ein Mann geht in ein Geschenkegeschäft und fragt die Verkäuferin:
"Entschuldigen Sie, junge Frau, haben Sie Geschenkekarten zum Valentinstag mit der
Aufschrift: Für die beste und einzige Liebe meines Lebens"? Ja, natürlich haben
wir solche Karten sagt die Verkäuferin.
OK, sagt der Mann, dann geben Sie mir bitte 16 Stück.



Freitag, der 21. Februar

Ja Freunde, in der Zwischenzeit ist nicht viel passiert, außer das das Wetter ziemliche
Kapriolen schießt und so bleibt Zeit viele Überlegungen anzustellen wohin die
Reise / Reisen in diesem Jahr gehen soll. Ich habe soviel Pläne im Kopf und bin aber
immer noch unentschlossen wohin es letztendlich wirklich gehen soll.
Bis auf den Einbau des neuen Wasserhahns im Küchentrakt und eine gründliche
Außenwäsche um den Winterstaub zu entfernen habe ich alle Arbeiten soweit
erledigt. Immerhin aber geht die Zeit weiter und so sind es nicht mehr viele Wochen
bis ich mich auf die Beine bzw. Räder mache und die Saison einleite.
Um auch Euch die Zeit bis zum Saisonstart etwas zu verkürzen habe ich aus
meiner Zeit als Sportfotograf für versch. Norddeutsche Zeitungen einige besondere
Fotos ausgewählt die ich Euch hier gerne zeigen möchte.

Zu den Fotos



Sonnabend, der 29. Februar

So, nun habe ich doch schon mal einen ersten Plan zur Reise 2020 gemacht. Dieser
Plan ist wie gesagt erst einmal vorläufig und nur ein Umriss der geplanten Tour.
So zu sagen nur ein roter Faden, den ich aber je nach Situation jederzeit ändern
kann bzw. umwerfen kann.
Auf jeden Fall steht fest, dass die Reise am 26. März los gehen soll und zwar wie
immer zunächst nach Kyritz oder Tangermünde wo ich nach der Winterpause ganz
sicher wieder alte Bekannte und Freunde treffen werde. Zum 7. April habe ich mir
einen Platz im hessischen Wolfhagen bei meinem langjährigen Bekannten
Heinz Zapf reservieren lassen. Dort werde ich einige Tage, bestimmt aber
über die Osterrfeiertage bleiben.
 Von dort aus geht es dann weiter ins Fränkische und zwar nach Baunach bei Bamberg.
An diesen Stellplatz habe ich in den vergangenen Jahren immer gute Erinnerungen,
denn mit der Bahn ist man in gut 10 Minuten in Bamberg und kann dort gemütlich die Fußgängerzone unsicher machen. Außerdem habe ich dort im letzten Jahr ein
Restaurant gefunden wo man gut und preiswert die fränkische Küche genießen kann.
Weiter sieht mein Plan vor in Richtung Süden zu fahren. Es wird einen Abstecher
nach München geben wo ich mit meinem Internet Freund Werner, so wie in den
vergangenen Jahren, einen Besuch zum Essen beim Chinesen vor habe.
Danach dann nach Marquartstein wo ich in den letzten Jahren auch mehrmals
Station gemacht habe. Bei einem Sternehotel hat der Besitzer einen kleinen,
aber feinen Stellplatz eingerichtet. Hier ist alles, wie Strom, Wasser, Entsorgung
und Toilette zu einem kleinen Preis (5 € alles inklusive) vorhanden.
 Weiter geht die Reise über Salzburg in die Nähe von Villach genau nach Wernberg
zum Gasthaus Fruhmann.



Hier beim Gasthaus Fruhmann kann man gratis auf der Wiese übernachten und was
das wichtigste ist, hier kann man sehr gut und preiswert die österreichische Küche
genießen.


Hier ein Beispiel aus der wöchentlich wechselnden Speisekarte:






Sonntag, der 1. März

Von Wernberg bei Villach aus habe ich mir zwei Routen für die Weiterreise ausgedacht.
Es reizt mich von hier aus Slovenien zu erkunden und darüber ausführlich
 hier berichten. (Blaue Pfeillinie)



Die andere Möglichkeit besteht darin von Wernberg aus über Undine an Triest vorbei,
 an der nördlichen Adria entlang nach Venedig bzw. Ancona zu fahren um in einer der
beiden Hafenstädte eine Fährpassage nach Griechenland buchen zu können.
(Blaue Pfeillinie)



Sollte es dazu kommen, dass ich diese Route nehmen werde, wird natürlich auch ein
Reisetagebuch über meinen Aufenthalt in Griechenland hier erscheinen.



Donnerstag, der 5. März

Nun trennen mich nur noch 21 Tage zum Tag des Beginns der Reise 2020. Fast jeden Tag
fällt mir etwas ein was ich noch mitnehmen bzw. einpacken will und wenn es dann
endlich losgeht hat man mit Sicherheit, wie immer, etwas vergessen. Aber zum Glück
kann man ja alles unterwegs, wenn nötig, nachkaufen. Außerdem hat die jahrelange
Erfahrunggezeigt, dass man immer viel zu viel mitgenommen hat und die Hälfte
unbenutzt wieder nach Hause mitbringt. Naja, das  kennt ja jeder.
Bei sonnigem Wetter und blauem Himmel, aber immer noch ziemlich kühl habe
ich heute gesehen wie sich 11 Erpel durch ihre Flugkünste bemüht haben eine
Entendame zu beeindrucken.

 

Später habe ich noch zwei Schwäne auf ihrem Hochzeitsflug beobachten können.



Und dieser kleine Kerl bestaunt die ersten aufgeplatzten Knospen an seinem Stammbaum.



Konzentration beim Landeanflug



Ich habe heute in meiner Tank App gesehen, dass meine Tankstelle um die Ecke einen
tollen Dieselpreis ausgeschrieben hat. Ich bin sofort mit dem Womo hingefahren und
habe für sagenhafte 1,12 Euro meinen Tank bis Oberkante / Unterlippe voll gefüllt.
So einen Preis hat es lange nicht mehr gegeben.



Mittwoch, der 11. März

In der Nacht Sturm und Regen und nun am Tage Sonne pur, aber immer noch kalt
und ungemütlich windig. In den vergangenen Tagen habe ich das Dach des
Wohnmobils vom Winterdreck gereinigt und die Solarmodule entstaubt. Der Dieselpreis
 ist in den letzten Tagen auf einem niedrigen Stand zwischen 1.12 € und 1,16 € geblieben
und im Fernsehen haben sie angekündigt, dass der Kraftstoff in der nächsten Zeit
noch billiger werden soll. Ob das wohl eine Folge des Coronavirus ist ?
Im Moment bin ich ganz schön verunsichert ob die oben angekündigte Planung
meiner Reise 2020 auf Grund der im Moment herrschenden Virushysterie
überhaupt durchführbar ist. Ich hoffe ja immer noch, dass man diese Sache zeitnah
in den Griff bekommt.
Sollte das nicht der Fall sein, gibt es auch in unserem Land noch sehr viel zu entdecken
und so kann ich dann Landschaften und Sehenswürdigkeiten bereisen die ich bisher
vernachlässigt habe. Aber, wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Für weitere schöne Aufnahmen während der Reise mit meiner Kamera  CANON 60 D
habe ich mein bewährtes starkes CANON Teleobjektiv eingepackt. (Bild unten)





Freitag, der 13. März

Heute habe ich einen Ausflug nach Polen gemacht. In Hohenwutzen auf polnischer Seite
ist ein riesiger Polenmarkt und ein kostenloser schöner Wohnmobil Stellplatz direkt
an der Oder. Hier werde ich bei Gelegenheit irgendwann auch ein paar Tage verbringen.
Hier ein Archivfoto von dem Stellplatz an der Oder:









Nach einem preiswerten Frisörbesuch und den Einkauf von zwei Hosen sowie einer
FORD Mütze bin ich am Nachmittag wieder nach Hause gefahren.
Am Abend kam dann die Meldung im Fernsehen, dass die Grenze nach Polen ab
Sonntag, den 15 März, auf Grund des Corona Virus geschlossen wird.



Sonnabend, der 14. März

Auf Grund der Corona Pandemie sind nun alle von mir vorhergesagten Reisepläne
zunichte gemacht worden. Es ist doch ernster geworden als gedacht und so heißt
es nun abwarten zum einen, dass man nicht selber betroffen wird und zum
anderen wie lange dieser Zustand, der sich ja inzwischen auf der ganzen Welt
verbreitet hat, n
och anhält. Ich will hoffen, dass der Kelch an allen unseren Freunden
und Bekannten vorüber geht. Unklar ist nun auch, ob ich wie geplant am 26. März
zu meiner diesjährigen Reise starte ...



Sonntag, der 15. März

Ja, die Nachrichten was den Corona Virus betrifft werden immer katastrophaler.
Ich befürchte, dass die Stellplätze in Deutschland in diesem Jahr besonders voll
werden, weil niemand mehr ins Ausland fahren kann, sei es aus Angst vor dem Virus
oder weil die meisten Grenzen ins europäische Ausland bereits geschlossen sind.
Ich befürchte, dass der jetzige Zustand dieser Pandemie so schnell nicht zu Ende geht
und wenn, dann werden sicher noch Monate vergehen ehe es wieder zu einem
Normalzustand im täglichen Leben kommt.


Archivfoto vom Corona Virus

Der heutige Sonntag zeigt sich frühlingshaft und sonnig. Das heißt für mich, dass
ich mit dem Fahrrad und meinem Fotoapparat bewaffnet etwas durchs Land streifen
werde. Vielleicht habe ich ja Glück und ein paar lohnenswerte Motive kommen mir
vor die Linse.
15.30 Uhr. Der Ausflug hat sich gelohnt und ein paar der eingefangenen Fotos könnt
ihr hier betrachten.












Wenn die Nachrichten über den Corona Virus in den nächsten Tagen weiterhin so negativ
bleiben, werden definitiv meine Reisepläne für dieses Jahr über den Haufen geschmissen.
Das ist zwar nicht so schön, aber andererseits auch nicht zu ändern.
Als Alternative habe ich mir folgendes gedacht: Da ich in Deutschland ja immer noch
nicht alle Regionen "durchforstet" habe, werde mal versuchen überwiegend Regionen und Stellplätze zu besuchen die ich bisher noch nicht kannte. Dabei wird mir der neue
Bordatlas von 2020 sicher viele Möglichkeiten aufzeigen.



Dienstag, der 17. März

Langsam gehen mir die ständigen Nachrichten über die Corona Kriese auf denn Zeiger.
Deshalb habe ich beschlossen darauf zu pfeifen und werde mich am kommenden
 Freitag, den 20. März mit dem Wohnmobil auf den Weg machen. Wie schon angedeutet
werde ich ohne großartige Planung einfach losfahren und alles auf mich zukommen
lassen. Das schöne Wetter und die Lust unterwegs zu sein ist stärker als die Besorgnis
ständig darüber nachzudenken was alles passieren könnte.

Ich kann mir vorstellen an der frischen Luft und in der Sonne auch nicht viel mehr der
Chance einer Infektion ausgesetzt zu sein.
Und wenn ich mir einige Fotos aus den vergangenen Jahren, so wie das unten 
abgebildete ansehe, wird jeder verstehen, dass es mich nun nicht mehr zu Hause hält.





Donnerstag, der 19. März

Ich habe es tatsächlich zu Hause nicht mehr ausgehalten und habe mich auf den Weg
gemacht. Gegen 12.00 Uhr habe ich Kyritz an der Knatter erreicht und war erstaunt
das nur 2 Wohnmobile außer mir den Weg hierher gefunden haben.
Unterwegs konnte ich für günstige 1.04 € tanken. Eine Nachricht von Bekannten über
Telefon informierte mich das man den Stellplatz in Tangermünde auf Grund der Corona
Kriese geschlossen hat. Dort wollte ich eigentlich nächste Woche hin. Nun muss
ich mir eben eine andere Alternative ausdenken. Das Wetter, zur Zeit etwas bewölkt
aber warm, ist soweit sehr angenehm. Mein Nachbar hat mir erzählt das dieser
Stellplatz hier nicht mehr wie bisher kostenlos ist sondern neue Konditionen in Kraft
 getreten sind.

Stelplatz Kyritz, 3 Tage gratis, ab dem 4. Tag 10.00 €, Wasser 100 Liter = 1.00 €
Strom 8 Stunden 1.00 €

Koordinaten von Kyritz: 52°56`27"N 12°24`4"E

Ich habe mich eingerichtet und gerade erfahren, dass erst einmal die Kosten ab dem
4.Tag von 10.00 € ausgesetzt ist. Na Prima, hauptsache der Platz wird nicht auch noch
gesperrt ...
Im Moment gehts mir gut, gleich schaue ich meine Serie im Fernsehen und dann
werde ich einen kleinen Rundgang unternehmen.


Warm und gemütlich, mit allem nötigen ausgestattet, werde ich die nächsten Tage, Wochen, Monate verbringen.



Freitag, der 20. März

Eine ruhige Nacht liegt hinter mir. Gestern hatten sich noch einige Wohnmobile hier eingefunden, so das wir nun mit 7 Fahrzeugen und deren Besatzungen hier stehen.
Der Wetterbericht hat soeben, es ist jetzt 06:35 Uhr am frühen Morgen, zwar
Sonnenschein, aber auch einen neuen Kälteeinbruch für die nächsten Tage voraus
gesagt. Immerhin hört sich das besser an als regnerisches und unfreundliches Wetter.
Ich bin gespannt ob sich am heutigen Freitag noch mehr Wohnmobile zum Wochenende
hier einfinden werden.



Die Nachrichten über die Corona Kriese lassen nicht nach, im Gegenteil die
Berichterstattung bringt praktisch stündlich neue negative Nachrichten.
 Wie wird diese weltumspannende Kriese enden?
Mut macht im Moment nur die Nachricht, dass in China die Neuinfektionen bei null
liegen, die meisten Fabriken wieder arbeiten und es den Anschein hat, dass dort die
Kriese auf dem Rückmarsch bzw. beendet ist.
Trotz aller Kriese lässt sich die Natur hier am Stellplatz natürlich nicht aufhalten
(siehe Bilder unten ) und so verbreitet sich hier allmählich auch ein wenig
frühlingshaftes Gefühl.









!4:00 Uhr. Nun ist es passiert. Am Stellplatz wurden von der Gemeinde Plakate
aufgehängt die besagen, dass der Stellplatz ab sofort bis auf unbestimmte Zeit
geschlossen wird. Das hatten wir schon befürchtet, denn alle anderen Plätze in der
Nähe sind schon seit gestern geschlossen. Also, alles schnell abgebaut und
eingepackt und fluchtartig den Platz verlassen und ab nach Hause.
Ich glaube, dass sind alles Vorboten zu einem bevorstehenden Ausgehverbot!

Nun heißt es einfach abwarten was die nächste Zeit noch für Überraschungen für
uns bereit hält.





Sonntag, der 22. März

Die Enttäuschung, das die Reise ein so schnelles Ende gefunden hat ist natürlich sehr
groß. Alle in meinen Vorbereitungen, immer auch wieder die veränderten Planungen,
sind nun Makulatur geworden und hinfällig.
Jetzt heißt es abwarten wie lange diese ungewollte Pause fast aller Aktivitäten noch
anhalten wird und dann heißt es wieder neu zu planen, oder einen der alten Pläne
wieder aufleben zu lassen.
Ich hoffe, dass ihr alle die Zwangspause die uns durch diese Krise auferlegt wird, gut
übersteht, gesund bleibt um dann danach wieder unserem Hobby, dem Reisen mit
dem Wohnmobil, mit neuer Kraft nachgehen könnt.

Und nun heißt es erst einmal:






Dienstag, der 24. März

Mit der erzwungenen Zwangspause fast aller Aktivitäten durch den Corona Virus
hatte ich bei meinen Vorbereitungen zur Reise 2020 natürlich nicht gerechnet.
Dieser Zustand, der mich mehr oder weniger zur Untätigkeit verurteilt, ist wahrlich
nicht schön, zumal das sonnige Wetter es besonders schwer macht untätig
darauf zu warten, wann der Spuk endlich wieder vorbei sein wird.
Die unterschiedlichen Nachrichten im Fernsehen lassen gelegentlich etwas
Hoffnung aufkeimen, sind aber im großen und ganzen eher negativ. Alle meine
Freunde und Bekannte sind bisher, Gott sei Dank, von einer Infektion des Virus
verschont geblieben und ich hoffe, dass das auch so bleibt.
Für mich als sehr ungeduldige Person ist das ein Zustand den ich ganz schlecht
vertragen kann, muss aber im Moment wie alle anderen damit leben.
Nun habe ich die Zeit mir einmal die Reiseberichte der vergangenen Jahre anzusehen
und vieles was ich schon vergessen hatte kommt nun wieder zum Vorschein.
Eines meiner ersten Wohnmobile, nachdem ich von der Segelyacht auf Camping
umgestiegen war, war dieser auch damals schon betagte Euramobil. (Bild unten)
Mit diesem Fahrzeug haben wir ohne Probleme alle noch so schlechten Straßen
in den verschiedenen Ländern befahren und sind ohne Pannen immer zu unseren
geplanten Zielen gekommen.
Das war noch eine Reise mit echten Abenteuern und Erlebnissen.





Mittwoch, der 25. März

Trotz der Beteuerung mancher großspuriger Politiker gibt es hier bei mir in
Oranienburg beim roten NETTO schon "seit über einer Woche" weder Toilettenpapier
noch Milch. Jeden Tag gehe ich mit neuer Hoffnung auf ein paar Liter Milch dorthin
und werde jedesmal enttäuscht.
Soviel zu den Aussagen der Politiker die behaupten, dass die Versorgung der
Bevölkerung zu 100% gewährleistet ist!!!
Vielen Dank ihr Sprücheklopfer, verscheißern können wir uns alleine !!!!



Die Fotos sind vom 25.3.2020 um 16:15 Uhr





Freitag, der 27. März

Ich fühle mich wie ein Löwe im Käfig. Die Erkenntnis, nicht wie geplant auf Reisen
zu gehen, gestern am Donnerstag wäre der Start zur Reise 2020 gewesen, nervt
ziemlich. Hinzu kommt auch noch das niemand voraus sagen kann wie lange
dieser Zustand noch dauern wird.
Die Nachrichten die ständig im Radio und im Fernsehen zu hören sind tragen auch
nicht gerade dazu bei die Stimmung zu heben.
Also, heißt es weiterhin abwarten und hoffen ...



Sonntag, der 29. März

Trotz der momentanen Situation durch die Corona Krise gibt es für Euch alle
von mir ein lächeln. Vielleicht trägt das folgende Foto ja dazu bei diese Zeit
einigermaßen unbeschadet zu überstehen.





Montag, der 30. März

Hier bei uns werden nach wie vor Hamster angeboten und verkauft.
Ich weiß nicht, warum die Politik dazu auffordert keine Hamsterkäufe zu tätigen ...
... es sind doch niedliche Tierchen.



Es ist 13:00 Uhr und ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen. Der erste Schnee
dieses Winters heute am 30. März. Unglaublich aber wahr.






Mittwoch, der 1. April

Corona, Corona und kein Ende in Sicht. Die Tage gehen ungenutzt dahin und die
Hoffnung auf ein schnelles Ende der Krise schwindet immer mehr. Es ist das erste
Mal das ich zu Ostern nicht unterwegs sein kann. Bisher bin ich gesund geblieben
und daher fällt es mir besonders schwer, bei dem nun sonnigen Wetter, zu Hause
sitzen zu müssen. Der Wetterbericht hat für das kommende Wochenende eine gute
Prognose vorher gesagt. Es soll sonnig und vor allem warm werden und so ist es
umso bedauernswerter nicht, wie in den vergangenen Jahren, unterwegs sein zu
können.
Aber, alles jammern nützt in der momentanen Situationen nichts, also heißt es
Zähne zusammen beißen und weiter auf eine Wendung zum guten warten.
Bis der Spuk vorbei ist beschäftige ich mich unter anderem mit arbeiten am
Laptop, mit Fernsehen und natürlich lesen.



Heute war ich bei meiner Bank. Auch hier eine Wartezeit von ca. 20 Minuten um an den Geldautomat im Vorraum zu gelangen. Ein Securitymann (gelbe Weste) achtete
streng darauf das nur max. 2 Personen die Bank betreten durften.





Freitag, der 3. April

Auf Grund hier nicht näher zu erläuternden Umständen werde ich meine Webseite
"Jonnys Reisetagebücher" nun endgültig zum Vertragsende mit meinem Anbieter
schließen. Das heißt ab sofort werden bis zur vollständigen Löschung der Webseite
keine Einträge und Fotos mehr veröffentlicht.
Ich danke allen meinen Freunden, Bekannten und anderen Interessierten für die
jahrelange Treue bei denen sie mich virtuell auf meinen Reisen begleitet haben.

Tschüs Freunde machts gut und bleibt gesund!

Nachtrag

Meine Webseite ist noch bis zum Vertragsende am 11. März 2021 online,
wird aber ab sofort nicht mehr aktualisiert.


Sonntag, der 5. April

Es haben mich bisher sehr, sehr viele Emails und Telefonate erreicht die bedauern
das ich den Betrieb meiner Webseite einstellen werde. Dieser Zuspruch tut mir
einerseits gut, aber andererseits macht es mich auch traurig, dass soviel meiner
Freunde, Bekannten und unbekannten Lesern meines Reisetagebuchs die Freude
nehme nun nicht mehr an meinen Reisen und teilweise auch an meinem Leben
teilnehmen zu können. Vielleicht habe ich ja auch auf Grund meiner momentanen
Situation zu schnell und emotional reagiert die Seite ruhen zu lassen.
 
Wie gesagt, ich hätte nicht damit gerechnet das so viele von Euch es vermissen
werden den täglichen Blick auf meine Seite zu werfen. Darum habe ich mich
entschlossen die Seite bis auf weiteres weiter zu betreiben und so oft wie möglich
zu aktualisieren.

 Im Moment wird natürlich auf Grund der Corona Pandemie nicht all zu viel zu berichten
sein, aber nach Beendigung der zur Zeit herrschenden Auflagen, wird es sofort
auf die Reise gehen und dann wird wieder wie gewohnt, fast jeden Tag ein Bericht
und auch wieder Fotos erscheinen.

So, wie die Störche (Bilder unten) in jedem Jahr zurück kommen bin ich nach langer
Überlegung nun doch auch wieder zurück gekommen und ehrlich gesagt hätte mir
 das weitere Betreiben meiner Reiseseiten auch irgendwie gefehlt.

Danke Euch für die vielen Aufmunterungen weiter zu machen.


























Montag, der 6. April

Das Leben ist wie eine Ballonfahrt

Manchmal muss man erst Ballast abwerfen
um wieder  steigen, fliegen,
träumen oder lachen zu können


Nach diesem Motto werde ich versuchen ab sofort mein Leben zu gestalten und damit
eine schöne, aber auch aufreibende Zeit die ich mit meiner neuen Lebensgefährtin
hatte, hinter mir zu lassen.
Ich hoffe, das ich meine alte Fröhlichkeit und Lebensfreude nach einem Abschied
voller Emotionen wieder zurück erlangen kann und so schnell wie möglich die hinter
mir liegenden schweren eineinhalb Jahre, in denen ich so viele kaum ertragbare
Rückschläge über mich ergehen lassen musste, vergessen kann.
Meine engsten Freunde werde ich in den nächsten Tagen von meiner aktuellen
Situation berichten.

Ab jetzt heißt es: Einfach nach vorne blicken!

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