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Dieser 3.Teil beschreibt unsere erste kleine Reise nach
Polen, nachdem ich eigentlich durch meine unvorher
gesehene Krankheit das Reisen aufgeben wollte.




Montag, der 6. Juni (Pfingstmontag)

Nach Rücksprache mit meinen Ärzten habe ich die Erlaubnis bekommen doch noch einige kurze Reisen
zwischen den einzelnen Untersuchungsterminen zu unternehmen. Die Aussicht hat natürlich den Pegel
meiner momentanen Stimmung um einiges erhöht. Und so werden wir wohl in den nächsten Tagen zu einer
ersten kleinen Reise starten. Ich bin gerade dabei mir ein paar in Frage kommenden Ziele in Polen heraus
zu suchen.
Wir freuen uns sehr nicht ganz auf das Reisen verzichten zu müssen und denke das die abgespeckten
Reisen immerhin ein wenig unsere Abenteuerlust genüge tun. Auf dem uns schon bekannten Stellplatz in
 Hohenwutzen werden wir das Wohnmobil entsprechend für die erste kleine Reise ausstatten was Frischwasser
usw. betrifft und uns dann in Richtung Osten bewegen. Hier habe ich ein paar in Frage kommende Plätze
heraus gesucht. Welchen Platz wir letztendlich ansteuern werden wir vor Ort spontan entscheiden.
Auf jeden Fall wird es in der Gegend um Caplinek/Drawsko, also im Nordwesten Polens sein. Hier war ich
schon vor einigen Jahren und es hatte mir sehr gut gefallen, so dass sich ein weiterer Besuch durchaus lohnt.

Es gibt Städte, deren Schönheit und deren Reize ich erst auf den zweiten Blick entdeckt habe. Die kleine
Stadt Czaplinek (einst Tempelburg) im polnischen Westpommern gehört zweifellos dazu. Die Fassaden
vieler Häuser sind alt und der Putz bröckelt von ihnen ab. Die Straßen sind an unzähligen Stellen geflickt
und holprig. Doch der erste Eindruck täuscht. Das nur 7.000 Einwohner zählende Städtchen Czaplinek
(ehem. Tempelburg) ist der touristische Mittelpunkt der Dramburger Seenplatte in Westpommern in Polen.
 Es liegt genau zwischen den beiden Seen Drawsko und Czaplino. Hier beginnt auch die Drawa-Paddelroute.


Wappen von Czaplinek (ehem. Tempelburg)


Karte von Google Maps (modifiziert)




Dienstag, der 7.Juni

Heute starten wir zu unserer ersten kleinen reise in Richtung Polen. Wir mussten noch bis ca. 17:00 Uhr
auf die Nachlieferung meiner Medikamente warten und dann ging es los. Um 19:00 Uhr waren wir auf dem uns
schon bekannten Stellplatz in Hihenwutzen wo wir unseren Frischwasservorrat auffüllten und danach zum
Tanken. (Diesel 1.70 €) Anschließend suchten wir uns einen schönen, ruhigen Platz zum Freistehen direkt
an der Oder auf der polnischen Seite. Mit der untergehenden Sonne gegen 20:30 Uhr beschließen wir den Tag
und diese erste kleine Etappe.















Mittwoch, der 8. Juni

Wir haben auf der kleinen idyllischen Waldlichtung direkt an der Oder eine ruhige Nacht erlebt und sind nur
durch das morgendliche Konzert der hier wohnenden Vögel geweckt worden. Ein Blick aus dem Fenster
zeigt uns die ruhig dahin fließende Oder. Es ist wirklich ein schönes Plätzchen hier und wenn uns unser
heutiges Ziel nicht brennend interessiert hätte wären wir gerne noch hier geblieben.






So aber werden wir uns nach dem Frühstück, zunächst bei einem Supermarkt versorgen und auch in einem
Kantor, das sind die polnischen Wechselstuben, einen Geldumtausch vornehmen bevor wir uns auf den Weg
machen. Ich hatte ja bei der hervorragenden App "Park4Night" einige in Frage kommende Ziele herausgesucht
und mich für den Übernachtungsplatz Drawsko Pommorski entschieden.


Karte von Google Maps (modifiziert)

Schöne Landschaften, blühende Felder, urige Wälder und schmucke pommersche Dörfer begleiteten uns
auf der heutigen ca. 170 Kilometer langen Etappe nach Drawsko Pommorski.






Unterwegs machten wir bei einem kleinen Restaurant eine Mittagspause und ließen uns das angebotene
Essen gut schmecken.






Hinter dem Restaurant befand sich ein großer Garten mit Obstbäumen und ein ziemlich großer See. Hier
hätten wir auch  gut übernachten können.






Gegen 13: 30 Uhr erreichten wir unser heutiges Ziel in Drawsko Pommorski und fanden einen sehr schönen
Platz an einem See wo wir wieder frei inmitten schöner Natur stehen konnten.

Koordinaten vom See in Drawsko Pommorski 53°34´29" N 15°50`45"E

Gratis freistehen, keine ver-und Entsorgungsmöglichkeit











Donnerstag, der 9. Juni


Schweren Herzens werden wir den schönen, ruhigen Übernachtungsplatz am am See von Drawsko Pommorski
 nach dem Frühstück verlassen.
(Bild unten)



Heute geht es ca. 120 Kilometer weiter in südöstlicher Richtung und zwar habe ich wieder einen mir bisher
unbekannten Platz namens Czarnkow aus der "Park4Night" App heraus gesucht. Vielleicht bleibt uns ja das
Glück hold und der Platz erweist sich, so wie gestern, als voller Erfolg. Laut Park4Night soll es sich um einen
kleinen, privaten Campingplatz mit allen Annehmlichkeiten handeln

Koordinaten vom Campingplatz Czarnkow 52°54´25" N 16°33´19"E

Wasserr, Abwasser, Toilettenentsorgung, Strom. Gebühr: 44 Zloti= ca. 9,80 €


Karte von Google Maps (modifiziert)

Wie immer vermeiden wir bei unseren Touren die Autobahn und fahren immer nur auf Landstraßen, weil
dort viel mehr von Land und Leuten zu sehen ist. Ich wähle die Länge der einzelnen Etappen auch immer
nicht zu lang, sodass sie ohne große Anstrengungen zu bewältigen sind. Ich bin so froh, dass ich nun
doch noch die Möglichkeit habe ab und zu eine kleine Reise wie diese zusammen mit Karin zu unternehmen.


Wir haben den Stellplatz in der Marina erreicht, aber leider war dort alles geschlossen und auch das Büro des Hafenkapitäns war zu. Was tun? Kurz entschlossen suchte ich nach einer nicht so weit entfernten Möglichkeit
nach einem anderen Platz. Den fanden wir ca. 25 Kilometer weiter bei Zielonagora, nicht zu verwechseln mit
dem großen Zielona Gora (Grünberg) weiter südlich in Polen.

Karte von Google Maps (modifiziert)

Zielonagora liegt am Fluss Notec , auf Deutsch Netze. Der schön angelegte saubere Platz liegt unweit der Straßenbrücke auf der gegenüberliegenden Seite des Ortes.












Koordinaten vom Zielonagora a.d. Notec 52°42´39.9" N 16°33´28.3"E

Ein sauberer, gepflegter, kostenfreier Platz an der Netze (Notec) zum Übernachten ohne Einrichtungen.

Der Fluss (388 km lang) nimmt seinen Anfang im See Brdowskie, in der Nähe von Izbica Kujawska. Es
ist die Grenze der Woiwodschaften Kujawien-Pommern und Großpolen. In seinem oberen Lauf fließt er
durch die Woiwodschaft Großpolen, im mittleren durch Kujawien-Pommern; sie stellt die natürliche
Grenze von drei geografischen Regionen dar: Kujawien, Großpolen und Pommern. Im Unterlauf fließt
Noteć durch die Woiwodschaften Großpolen und Lebus, um letzten Endes in die Warthe zu münden.
 


Es ist inzwischen 14:00 Uhr geworden, wir haben gut zu Mittag gegessen, selbst gemachte Bouletten
mit Rotkohl und Kartoffeln.



Als Nachtisch gab es frische Erdbeeren mit Schlagsahne.



Wir werden über Nacht hier am Fluß bleiben bevor es morgen nach Znin weiter gehen soll.





Freitag, der 10. Juni

Żnin ist eine Stadt im Powiat Żniński der Woiwodschaft Kujawien-Pommern in Polen. Die Stadt mit etwa
13.850 Einwohnern ist Sitz des Powiat und der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit etwas mehr
als 24.000 Einwohnern.

Koordinaten vom Znin 52°42´39.9" N 16°33´28.3"E


Gegen 11:00 Uhr haben wir nach einer schönen, entspanten Fahrt Znin erreicht und mussten leider
feststellen,dass sich hier alles verändert hatte . Der kleine schöne von der Gemeinde betriebene Platz ist
nun in privater Handund wird auf das modernste restauriert, wobei aber der ehemalige Charme nicht mehr
vorhanden ist. Die restaurierung ist noch nicht abgeschlossen und so kann man hier im Moment nicht stehen.
Wir haben in der App von Park4Night aber einen anderen Platz in Gasawa ca. 12 Kilometer entfernt gefunden.

Koordinaten vom Campingplatz Gasawa 52°46´19.23" N 17°45´39.38"E

An einem schönen See liegt dieser kleine private Campingplatz wo wir uns einen schönen Stellplatz
gesucht haben. Der Platz ist sauber und alles vorhanden was das Camperherz begehrt. Der Besitzer
kommt erst gegen Abend vorbei und dann erfahren wir wieviel der Aufenthalt hier kosten wird.

Gebühr: 68 Zloti = 15.11 € inkl. Wasser, Strom, Toiletten.



Die Reception des Platzes (Bild ben)



Unser Stellplatz (Bild oben und unten)



Ein unverbauter Blick au den See



Im Ort gibt es ,von Campingplatz fußläufig zu erreichen, einen Dino Supermarkt.



Wir haben gleich für 3 Tage bezahlt weil wir übers Wochenende hier bleiben wollen und erst am Montag
unsere Reise fortsetzen wollen.




Sonnabend, der 11. Juni

Der schöne Stellplatz hier am Gasawa See hat sich wirklich als ruhiges Plätzchen erwiesen, denn wir haben
wunderbar geschlafen und starten ausgeruht in den neuen Tag.
Ich habe ein paar Fotos aus dem direkten Umfeld des Platzes gemacht, bei dem sich unter anderem auch
ein abgegrenzter Seeteil als Schwimmbassin anbietet. Ein kleiner Park mit vielen Bänken befindet
sich direkt angrenzend an den Stellplatz.










Die am Sanitärhaus angebrachte Malerei zeigt das Motto des Stellplatzes "RUHE", den das Wort Cicho
bedeutet auf deutsch Ruhe.






Sonntag, der 12. Juni

Heute legen wir einen Ruhetag hier in Gasawa ein bevor es Montag dann in Richtung Torun weiter geht.

Wappen von Torun dem ehemaligenThorn

Die alte Hansestadt Torun, ehemals Thorn ist dabei, langsam aber sicher eine kleine Berühmtheit zu werden.
Vielleicht liegt es an ihren großen Nachbarstädten Danzig und Bydgoszcz (Bromberg), dass Toruń bisher mehr ein
Schattendasein führte.Dabei ist die Stadt an den Ufern der Weichsel groß geworden – und einst sogar
richtig berühmt gewesen, damals, zu Zeiten der Hanse. Aus dieser Zeit stammt auch der beinahe gänzlich
erhaltene gotische Stadtkern, der Toruń zu einer der ältesten und schönsten Städte Polens macht
.

Die Altstadt von Toruń ist einzigartig, seit 1997 UNESCO-Weltkulturerbe und doch noch weitgehend
unentdeckt vom Rest der Welt. Zu Fuß durchquert man den historischen Stadtkern in einer halben Stunde,
wenn man mit strammem Schritt vorangeht. Man tut allerdings besser daran, sich Zeit zu nehmen.Wer
durch das Gewirr der Gassen spaziert, kann den Charakter der Stadt förmlich riechen und hören:
Das Klappern der Fahrräder auf dem Kopfsteinpflaster, das Plätschern des Weichsel-Wassers in den
Bächen, die zu Ritterzeiten als Verteidigungsgräben genutzt wurden. Aus den Fenstern der
Backstuben weht der verführerische Duft von Nelken, Kardamom und Zimt: Thorner Lebkuchen!

Toruńs Bäcker pflegen diese Backtradition mit Hingabe, die fast so alt ist, wie die Geschichte der Stadt
selbst. Es heißt, kein Gast dürfe Toruń ohne einen Beutel Pfefferkuchen wieder verlassen.Wer durch die
Straßen von Toruń bummelt, die Fassaden der mittelalterlichen Gebäude und die liebevoll restaurierten
Lagerhäuser aus der Hansezeit bewundert, kommt am wohl berühmtesten Sohn der Stadt nicht
vorbei: Nikolaus Kopernikus.Überall im Stadtgebiet sind die Spuren des Astronomen zu finden.
Schon im 17. Jahrhundert schmückte sich die Stadt mit dessen Ruhm und heute trifft das mehr denn je
zu: Toruń ist Sitz der Kopernikus-Universität, des Kopernikus-Planetariums und das Taufbecken,
in dem Kopernikus getauft wurde, steht noch heute im Johannis-Dom.An einer Ecke des
 Rathauses steht ein überlebensgroßes Denkmal: Kopernikus in Professoren-Toga mit gelehrsam
erhobenen Zeigefinger, darunter die lateinische Inschrift: "Nicolaus Copernicus Thorunensis Terrae
motor, Solis Celique stator." Auf Deutsch: "Nikolaus Kopernikus aus Toruń ließ die Erde sich bewegen
und den Himmel still stehen."Wer Toruń sehen möchte, wie der berühmte Sternendeuter damals,
steigt am besten auf den Turm des alten Rathauses. Hier oben, 175 Stufen über der Stadt, liegt
einem Toruń zu Füßen!



Torun an der Weichsel
. (Foto aus Archiv)

Wir haben uns aus der bekannten App von Park4Night wieder einen kostenlosen Park / Übernachtungsplatz
ausgesucht, den wir ansteuern wollen. Die App beschreibt diesen Platz wie folgt:

Einfaches Parken am Ende der Stadtmauer mit Blick auf die Weichsel. Vollständige Parkplätze tagsüber,
weil es kostenlos ist, aber ideal gelegen, um die charmante kleine Stadt Torun zu entdecken. Idealerweise
reisen Sie am Abend an. Kein Service, aber Mülltonnen.

Koordinaten vom kostenlosen Parkplatz 1,  53°0´27" N 18°35´25"E

 
Als Alternative habe ich auch noch einen zweiten Platz als Reserve ausgesucht, der wie folgt beschrieben wird:

Koordinaten vom kostenlosen Parkplatz 2, 53°0´48" N 18°37´7"E

Kostenlos Parken am Straßenrand. Ideal zum Besuch der Stadt. Die Straße führt in ein Wohngebiet und endet
in einer Sackgasse. Auf der Seite des Hafens und der Werft ist das Parken problemlos möglich. Schöne
 historische Altstadt. Ein Besuch lohnt sich.
 Perfekte ruhige und sichere Lage, in 5 - 10 Minuten per Pedes in der Altstadt. Ideal und unkompliziert
für 1-2 Nächte. (Foto des Platzes unten)



Wie immer sind wir gespannt was uns Morgen erwartet und auf welchem Platz wir letztendlich landen werden.


Karte von Google Maps (modifiziert)

Gegen 11:30 Uhr haben wir Torun nch einer Fahrt durch schöne Landschaften und blühende Felder erreicht.



Wir haben zunächst den Platz Nummer 2 angefahren der allerdings doch ziemlich weit vom Zentrum entfernt war. Immerhin stimmte die Beschreibung und auch das Foto in der App.



Die 495 Meter lange Weichselbrücke in Torun ist ein besondes eindrucksvolles Bauwerk.

 

Wir sind dann doch weiter zu dem Parkplatz Nummer 1 am Ende der alten Stadtmauer gefahren und haben von
dort aus zu Fuß das Zentrum erobert.

Die Stadt an der Weichsel ist Anziehungspunkt vieler Touristengruppen und voll von Menschen aus aller
Herren Länder. Hier einige Fotos von unserem Gang durch die Stadt.



Von unserem Parkplatz aus haben wir einen schönen Blick auf die Weichsel.









Die überlebensgroße Statue des Nicolaus Kopernikus ist ein bekannter Blickpunkt im Zentrum.






Na, wird der Goldesel Glück bringen ?



Nach der Stadtbesichtigung, gegen 17:00 Uhr entschlossen wir uns doch noch ein Stück weiter in Richtung
Ostroda zu fahren und fanden um 17:45 Uhr nach ca. 20 Kilometer einen Übernachtungsplatz mitten in der
Wildnis nahe eines Sees. Unterwegs hatten wir das Vergnügen noch in ein ordentliches Gewitter zu kommen,
dass uns kurz am weiterfahren hinderte. Danach hellte es sich aber schnell wieder auf und wir konnten unsere
 Fahrt fortsetzen.






 Leider war der Weg der direkt an den See führte vollkommen zugewachsen so das wir etwas oberhalb des
 Sees auf einem kleinen, für zwei Fahrzeuge ausgelegten Platz, einen Stellplatz für die Nacht fanden.




Der Weg zum See wurde immer enger und war am Ende ganz und gar zugewachsen. (zwei Bilder unten)



Ein ebener Platz für zwei Fahrzeuge bot uns hier in Mirakowo einen ruhigen Übernachtungsplatz mitten in der
Wildnis. (Zwei Bilder unten)







Morgen wollen wir dann nach Ostroda, dass am Rande der Masuren liegt, fahren.


Karte von Google Maps (modifiziert)




Dienstag, der 14. Juni

Heute Morgen ist das Wetter sehr durchwachsen, es ist bewölkt und ab und zu ein kleiner Regenschauer.
Doch der Wetterbericht sagt für die nächsten Tagen sommerliche Temperaturen voraus
. Heute suche ich
zunächst eine Werkstatt auf, denn ich habe festgestellt das ich ständig etwas Kühlwasser verliere. Bei
jedem Halt entdecke ich eine kleine Pfütze die sich unter dem Kühler bildet. Ich hoffe, dass dieser
Schaden nur eine unkomplizierte Ursache hat und schnell zu beheben ist.

In Ostroda angekommen haben wir uns mehrere in Frage kommende Plätze angesehen und sind schließlich
hier an diesem etwas außerhalb gelegenen schönen See hängen geblieben.


Koordinaten vom kostenlosen Ostrodasee, 53°42´11.8" N 20°4´37.3"E

Hier am See stehen wir wieder kostenlos und sind auch  die einzigen Gäste. Auf jeden Fall ist es eine schöne
Anlage und wir werden die kommende Nacht hier verbringe. Ab und zu kommt die Sonne doch schon
zaghaft heraus.













Dieser schöne Platz hier am See ist wohl erst vor kurzer Zeit erschlossen worden, denn es finden noch
viele bauliche Veränderungen statt. ERs werden Ferienhäuser errichtet und eine Wassersportbasis aufgebaut.
Man kann jetzt schon Tretboote, Segelboote und Motorboote mieten. Auch luxuriöse Hausboote stehen
zur Vermietung bereit. (Bild unten)






Mittwoch, der 15. Juni


Wir haben hier an dem schönen See eine ruhige Nacht verbracht und beschlossen noch einen Tag länger
hier zu verweilen.
Gestern Abend habe wir die Sonne über dem See untergehen sehen und die oberhalb
des Platzes befindlichen Häuser sind am Abend mit unzähligen Lichtquellen dekoriert. (Zwei Bilder unten)







Morgen wollen wir uns dann auf den Weg nach Zywkowo mache.

Koordinaten vom Zywkowo, 54°22´18.89" N 20°35´41.42"E

Żywkowo ist ein Dorf in der Gmina Górowo Iławeckie, im Powiat Bartoszyce, Woiwodschaft
Ermland-Masuren, in Nordpolen, nahe der Grenze zur Oblast Kaliningrad in Russland. Es liegt etwa
13 km nordöstlich von Górowo Iławeckie, 20 km nordwestlich von Bartoszyce und 65 km nördlich der Kreishaupts
tadt Olsztyn.

Direkt an der Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad liegt der kleine Ort Zywkowo den ich schon
mehrmals vor Jahren besucht hatte. Zywkowo auch als Storchendorf bekannt ist der Partnerort vom
deutschen Storchendorf Rühstedt an der Elbe.



Karte von Google Maps (modifiziert)

Laut Park4Night erwartet uns ein ruhiger, liebevoll gestalteter Platz am Ortseingang von Zywkowo.
Freundlicher Empfang durch die Betreiber. Über diese ist Zugang zu Strom möglich. Ebenso Trinkwasser.
Toilette ist ein Plumsklo. Von März bis August leben hier mehr Störche als Menschen.


Da ich ja in den vergangenen Jahren schon öfter hier war weiß ich, dass ich auf dem Gehöft der Familie Kur
immer sehr gerne gestanden habe und so beinahe familiäre Bindungen entstanden sind
. Ich hoffe, dass
nach so vielen Jahren in dehnen ich nicht hier war immer noch die freundlichen Beziehungen bestehen.

Donnerstag, der 16. Juni

Nach dem Frühstück haben wir uns auf den ca. 110 Kilometer langen Weg nach Zywkowo gwmacht und
 gegen 10:00 Uhr sind wir schon ca. 60 Kilometer vor der rusischen Grenze. (Zwei Bilder unten)






Unterwegs mußten wir in einigen der kleinen Dörfer warten, denn heute ist in Polen ein hoher kirchlicher
Feiertag (Frohnleichnam) an dem viele Prozessionen stattfinden.






Um 11:30 Uhr haben wir Zywkowo, das direkt nur ca.100 Meter von der rusischen Grenze entfernt liegt,
erreicht und tatsächlich wurde ich von Irena und Jan Kur sofort wieder erkannt und aufs herzlichste begrüßt.
Von Zywkowo aus sind es nur noch va. 40 Kilometer ins rusische Kaliningrad (Königsberg).



Das Ortschild von Zywkowo und unser Stellplatz für die nächsten Tage den Jan liebevoll hergerichtet hat.
Wir konnten uns mit Wasser versorgen und unser Kabel für den Zugang zu Strom legen. Zur Begrüßung
gab es Kaffee und selbst gebackenen Rhabarberkuchen und anschließend zum Anstoßen selbst gekelterten
Wein. Das Gehöft der Familie Kur ist ein typischer polnischer Bauernhof mit Kühen, Hühnern, Enten uns
natürlich auch Katzen aller Couleur.



Irena und Jan Kur rechts im Bild. Im Hintergrund Irenas Schwester die zu Besuch aus Toronto (Kanada)
hier ist uns Karin.






Am kommenden Sonntag, also in 3 Tagen findet hier in Zywkowo ein großes Fest statt an dem viele
Besucher erwartet werden. Wir haben beschlossen, dass wir auch an diesem Fest teilnehmen und ein
paar Tage hier verbringen werden. Darum haben wir uns für die nächsten Tage häuslich eingerichtet und
genießen die wunderschöne Natur die uns hier umgibt.








In den nächsten Tagen werden wir die hier anwesenden Störche besichtigen und fotografieren, denn
immerhin ist Zywkowo das bekannteste Storchendorf in Polen. Hier leben doppelt soviel Störche wie
Menschen.












Am Abend hatten wir noch eine Einladung zum Grillen und wie in Polen üblich kamen immer mehr Leute dazu
und mit zunehmenden Alkohol wurde es eine sehr lustige Veranstaltung die nur durch die zahlreich
anwesenden Mücken einen kleinen Dämpfer erhielt.



Freitag, der 17. Juni

Heute wollen wir ein paar Schritte durch den Ort, der ja nur aus vier Gehöften besteht, machen und von
einem Hügel aus in das nur ca. 300 Meter entfernte Russland werfen. Zunächst jedoch, es ist jetzt
frühmorgens um 08:30 Uhr, muss ich auf den Verkaufswagen achten der gegen 09:00 Uhr an drei Tagen
in der Woche hieher kommt, denn ich muss Kartoffeln, Brot, Obst usw. einkaufen. Ja, hier gehen die Uhren
noch so ganz anders wie in unserer durchgetakteten modernen Welt. Wir fühlen uns teilweise um Jahre
zurück versetzt.






Es gibt hier auch einen c. 10 Meter hohen, hölzernen Aussichtsturm den man für 4 Zloty besteigen kann um
auch mal Fotos in "Augenhöhe" mit den Storchennestern, in dehnen sich auch teilweise die jungen Störche
befanden, zu machen.



























An allen Tagen sind wir in den Genuss gekommen am Mittagessen der Familie Kur teilzunehmen. Es gab jeweils rraditionelle, polnische Speisen die ehr gut gschmeckt haben.






Sonnabend, der 18. Juni

Ich habe hier, nur wenige Meter vor der russischen Grenze entfernt, keine Verbindung zum Internet mehr und
bin darauf angewiesen ab und zu eine Verbindung durch unseren Gastgeber zu erhalten. Dadurch kommt
mein jeweiliger Bericht  von hier aus immer mit zeitlicher Verspätung. In den Nachrichten haben wir erfahren,
dass in Deutschland große Hitze herrscht. Hier jedoch regnet es schon den ganzen Morgen und die
Temperaturen bewegen sich um die 20° Celsius, also ganz normal.
Im Ort laufen die Vorbereitungen zu dem Morgen angekündigten Fest zu dem viele Besucher erwartet werden.
Überall wird gehämmert und gesägt und es herrscht eine angespannte Aktivität. Noch können wir uns nicht
vorstellen das es morgen in diesem abgelegene Ort zu großen Menschenmengen kommen wird. Also, lassen
wir uns überraschen....
Ansonsten werden wir heute den Regen mit Fernsehen und Lesen aussitzen,  und uns auf die kommenden
Ereignisse am morgigen Sonntag freuen.

Den Parkplatz für Besucher des Ortes hat sich unser Gastgeber Jan eingerichtet. Das schöne kleine Holzhaus
mit Veranda hat er unter anderem mit allerlei ortsbezogenen Souvenirs, wie Stickereien, Plaketten und
gemalte Bilder ausgestattet die zum Verkauf stehen. Die Parkgebühren und ab und zu der Verkauf eines
der selbst hergestellten kleinen Kunstwerke sind ein kleines Zubrot.









Sonntag, der 19. Juni

Heute ist hier in Zywkowo der große Tag, denn es wird das alljährliche Storchenfest gefeiert zu dem viele
Besucher erwartet werden. Laut der Ankündigung wird ein reichhaltiges Programm geboten. Natürlich
lassen wir uns dieses Fest nicht entgehen und werden uns mit in das Getümmel werfen.



Ja, tatsächlich fanden sich hunderte Menschen hier ein um das Storchenfest, dass zwei Jahre lang durch
Corona ausgefallen war, zu feiern. Es war prsktisch ein dörfliches Volksfest zu dem die Menschen aus
der ganzen Umgebung kamen. Am frühen Abend erlebten wir dann ein Gewitter von unglaublicher Stärke
das die Feierlichkeiten schlagartig beendete. Nachdem es wieder aufklarte holte Jan sin Vieh von der Weide
und dann wurde doch noch der Grill angeworfen und der Tag beiSteak und Bratwurst beendet.








Montag, der 20 Juni

Nach dem Frühstück verließen wir Zywkowo bei strömenden Regen und machten uns auf den Weg zu einer
der Stationen am Oberländischen Kanal, wo die Ausflugsschiffe über Land gezogen werden.  Die knapp 100
Kilometer schafften wir in gut 2 Stunden. Als wir an Schiffsstation ankamen regnete es wie aus Eimern und
wir machten auf einem Campingparkplatz erst einmal eine Mittagspause. Wir gönnten uns heute
Putenschnitzel mit Blumenkohl und Kartoffeln.


Karte von Google Maps (modifiziert)




Unterwegs kamen wir u.a.an dieser beeindruckenden hölzernen Kirche vorbei.




Nachdem wir zu Mittag gegessen hatten machten wir uns auf den Weg nach Elblang wo wir einen Campingplatz aufsuchten. Auf Grund des schlechten, regnerischen Wetters zogen wir es vor mal nicht frei zu stehen
sondern die Vorzüge eines Campingplatzes zu genießen. Der Platz liegt direkt am Oberländischen Kanal und
unweit des Platzes fahren auch die Ausflugsschiffe los die teilweise über die Hügel, also über Land mit einer ausgefeilten Technik von 1860 gezogen werden.

Der Oberländische Kanal, auch Oberlandkanal, Kanal Elbing-Osterode oder Elbing-Oberländischer Kanal
(polnisch Kanał Elbląski) genannt, befindet sich im Oberland der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.
Er wurde von 1844 bis 1860 unter der Leitung des königlich preußischen Baurats Georg Steenke aus
Königsberg (Preußen) erbaut. Mitarbeiter beim Bau des Oberländischen Kanals waren die Ingenieure August
Severin und Carl Lentze, der hauptsächlich als Konstrukteur der Weichselbrücke in Dirschau bekannt wurde
und später beim Bau des Sueskanals mitwirkte.Der Oberländische Kanal verbindet mehrere Seen wie
den Geserichsee und Städte in Ostpreußen von Iława (deutsch: Deutsch Eylau) über Ostróda (Osterode)
bis Elbląg (Elbing) zum Frischen Haff. Die Länge des Kanals beträgt 129,8 km bis Iława, wobei der
Abschnitt Elbląg–Ostróda, mit dem der Kanal zumeist identifiziert wird, 82 km lang ist. Als Besonderheit
und heutige Touristenattraktion gelten die fünf Rollberge, auf denen die Schiffe zur Bewältigung des
Höhenunterschieds von 99 Metern auf Schienenwagen über Land transportiert werden. Sie sind als
Standseilbahnen ausgelegt, die von Wasserrädern angetrieben werden. Das Kanalsystem gilt als
technisches Denkmal und steht unter Denkmalschutz.









Wir haben uns auf dem Campingplatz von Elblang eingerichtet und werden hier darauf warten bis
Wetterbesserung eintritt.

Gebühr des Campingplatzes Elblag: 89 Zloty = knapp 20:00 € inkl. Wasser, Strom, Dusche usw.

GebührKoordinaten vom  Campingplatz Elblag 54°12.6´39.9" N 19°23´38.04"E












Wenn sich das Wetter bessern sollte werden wir uns morgen auch ein wenig die Stadt ansehen.




Dienstag, der 21. Juni

Es hat die ganze Nacht geregnet und jetzt am frühen Morgen ist es zwar trocken, aber wir trauen dem
 Frieden nicht, denn es sind schon wieder schwarze Wolken im Anmarsch. Dennoh wollen wir über die
nahe gelene Brücke auf die andere Seite des Kanals gehen, denn wir haben das große Reklameschild
eines Bidronka Supermarktes zwischen den Bäumen entdeckt. ( Bild unten)



Jetzt um 09:30 Uhr macht sich das erste Ausflugsschiff auf die Reise den Kanal und die Fahrt über Land in
Angriff zu nehmen.



Von der Brücke aus haben wir einen Blick auf den Elblager Campingplatz



Die Stadt liegt am Südwestrand der Elbinger Höhe in der Elbinger Niederung nahe der Mündung der Flüsse
Elbląg (Elbing) und Nogat in das Frische Haff (Zalew Wiślany). Sie liegt etwa 30 Kilometer südwestlich
von Frombork (Frauenburg), 30 Kilometer nordöstlich von Malbork (Marienburg) und etwa 60 Kilometer
südöstlich von Danzig (Gdańsk). Historisch befindet sich Elbląg in der pruzzischen Landschaft Pogesanien.

Dieses Gebiet war ab dem 13. Jahrhundert Teil des Deutschordensstaates und wurde im Zuge der
deutschen Ostkolonisation germanisiert. 1466 als Teil Preußens königlichen Anteils der polnischen
Krone unterstellt, kam die Landschaft 1772 als Teil der Provinz Westpreußen an Preußen, wurde
1922 der Provinz Ostpreußen angegliedert und kam 1945 an Polen.
Die folgenden Fotos von Elblag sind bei einem kleinen Rundgang bei wiedrigem Wetter entstanden.


















Morgen wollen wir hier unsere Zelte abbrechen und in Richtung Danzig weiter fahren.


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