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JONNY²

Eine witzige Montage erstellt mit Photoshop -CS, die einigen Aufwand erfordert
(Beschreibung unter dem Foto)

 

Phase 1: Fotografieren.

Man muss schon beim Fotografieren mit dem Hintergedanken arbeiten, dass man mehrere hintereinander geschossene Fotos wie Masken übereinander legt und nur jeweils die wichtigen Teile der Maske stehen lässt (oder ein Loch in die Maske rubbelt, wo die wichtigen Teile des Hintergrunds sind - wie rum man arbeitet ist letztlich egal). Wichtig ist, dass die Fotos gleich bleibend belichtet sind, sonst hat man nachher Helligkeitsübergänge - also am besten manuell belichten und die Lichtbedingungen so konstant wie möglich halten.

Aufpassen muss man auch auf Gegenstände, die sich von einem zum anderen Foto unbeabsichtigt bewegen (z. B. Faltenwurf einer Couch, wenn ich mich mal auf die linke und beim nächsten Bild auf die rechte Seite setze).

Man muss  besonders darauf achten, dass die Anordnung im fertigen Bild plausibel bleibt: mein Arm in Bild 1 mit der Milchtüte soll sich genau über dem Glas befinden.

Ergebnis: mindestens 2, ggf. mehrere Fotos, die exakt das gleiche Bild zeigen - bis auf  ein Element (Person), das auf jedem Bild woanders steht.

Phase 2: Photoshop

Wichtig: alle Nachbearbeitungen, Entrauschen, Tonwertkorrektur, Gammakorrektur, Farbanpassungen, Nachschärfen erst am fertigen Kompositbild, nicht vorher.

         1. Ich öffne Bild 1.

        2. Ich öffne Bild 2.

        3.   In Bild 2:

Strg+A (Auswahl: Alles auswählen);

Strg+C ( Bearbeiten: Kopieren)

4. Bild 1 anwählen.

Strg+V ( Bearbeiten: Kopieren)

Ein Tipp noch: Ich verkleinere die Fotos nach dem Fotografieren alle auf eine gleiche Größe (die Größe die ich letztendlich auch haben will), in diesem Fall auf 800x533 Pixel, damit es beim bearbeiten schneller geht und nicht zuviel Speicherplatz benötigt wird.

Jetzt liegen beide Bilder als Hintergrundebene und Ebene 1 übereinander. Zu sehen ist nur die obere Ebene 1, die Hintergrundebene wird verdeckt.

Kontrollieren kann man das im Ebenenfenster (lässt sich mit F7ein- und ausschalten). Interessant ist es jetzt z. B., im Ebenenfenster die Deckkraft der Ebene 1 mal mit dem Schieberegler, der erscheint, wenn man auf den Pfeil neben den 100% klickt, auf 50-60% runterzusetzen. Es erscheint dann die darunter liegende Hintergrundebene, die Ebene 1 verblasst zusehends - das macht das Bearbeiten der Ebenenmaske gleich einfacher.

    5. Jetzt erzeugt man eine Ebenenmaske:

Ebene: Ebenenmaske hinzufügen -> alles einblenden.

Dieser Befehl sollte am sichtbaren Zustand des Bildes nichts ändern. In dem Ebenenfenster erscheint neben der Ebene 1 eine damit gekoppelte Maske. Weil wir „alles einblenden" gesagt haben, ist die Maske weiß.

An allen Stellen, an denen die Maske weiß ist, sieht man nur die Ebene 1. An allen Stellen, an denen die Maske Schwarz ist, ist sozusagen ein Loch in der Maske, durch das ich die Hintergrundebene sehen kann.

     6. Jetzt klicke ich auf das weiße Ebenenmaskensymbol neben Ebene 1 im Ebenenfenster.

 7.  Wenn ich jetzt mit einem Pinsel über das Bild male, male ich eigentlich in der Ebenenmaske. Daher wähle ich den Pinsel und wähle als Vordergrundfarbe schwarz.

Jetzt male ich im Bild über den Bereich, der in der Hintergrundebene das bewegliche Element enthält. Im Symbol der Ebenenmaske erscheint ein schwarzer Fleck: An dieser Stelle sieht man durch die Ebene 1 hindurch auf die Hintergrundebene.

  8. Wenn ich jetzt die Deckkraft der Ebene 1 wieder auf 100% setze, sollte ich das fertige Bild sehen.

Genügend Speicher vorausgesetzt, kann das auch bis zur x-ten Ebene so bleiben - man kann dann alles korrigieren. Ich persönlich stelle eine Bildkombination fertig und fahre dann mit Ebene: Auf Hintergrundebene reduzieren die Ebenen zusammen, um die Übersicht zu behalten. Dann geht's mit der nächsten Ebene wieder bei Schritt 2 los.

 

So, ich hoffe damit ist die Sache mit der Ebenenmaske verständlicher geworden. Ich habe lange gebraucht, um mich an eine solche Aufgabe heranzuwagen Nun, da ich das Konzept verstanden habe, ist es für mich eines der unverzichtbaren Mittel von Photoshop. Man kann nämlich auch mit Graustufen (z.B. Verlaufswerkzeug) teiltransparente Bereiche einer Maske schaffen. Z.B. um Bilder ineinander verlaufen zu lassen oder Nachschärfungen an einer Ebenkopie vornehmen und dann mit einem weichen Pinsel ganz sensibel sichtbar werden lassen.

Erst mal viel Spaß beim Klonen.
Vielleicht kann mir jemand mal eine Erfolgsmeldung in Form einer selbst erstellten Montage schicken..

 

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