Teil 2


Nach vielem Hin und Her habe ich mich doch wieder
entschlossen ein Wohnmobil zu kaufen. Am
Freitag, den 16. August ist die Übergabe in Hamburg
geplant. Ich werde einige Utensilien, wie Bettwäsche, Küchenkram usw. mitnehmen um in den folgenden
Tagen das Wohnmobil im "Alltagsbetrieb" zu
testen.


Zurück zur Startseite



Mittwoch, der 14. August


Alles was ich noch an Zubehör von meinen alten Wohnmobilen hatte, habe ich in
meinen PKW gepackt um es am Freitag zur Übergabe mitzunehmen und damit
das neue Womo zu bestücken. Immerhin habe ich ja vor ein paar Tage, mit
im Moment noch unbekanntem Ziel, das Wohnmobil auf Herz und Nieren
auszuprobieren. Einige Kleinigkeiten wie Auffahrkeile usw. fehlen mir noch,
aber auch das werde ich in den nächsten Tagen besorgen.

Ich freue mich schon auf die Tage die nun vor mir liegen und auch darauf
alte Freunde und Bekannte wiederzusehen.



Donnerstag, der 15. August

Wie sollte es auch anders sein, ich habe wieder mit Schwierigkeiten zu rechnen,
die ich teilweise selbst verschuldet habe. Folgendes ist passiert:
Der Brief des Händlers an mich mit den Fahrzeugpapieren ist an meine
alte Adresse verschickt worden, weil der Händler , der es nicht besser wusste,
die Adresse von meinem Personalausweis abgeschrieben hatte. Da ich aber bei der
neuen Adresse noch nicht angemeldet bin, was ich dem Händler nicht mitgeteilt
hatte, ist der Brief nun auf Grund des Nachsendeantrags den ich damals gestellt
hatte nun natürlich länger unterwegs und so kann ich das Fahrzeug nicht noch
in dieser Woche hier anmelden bzw. zulassen. Nun muss ich meine Freunde
anrufen, dass aus dem Treffen an diesem Wochenende nichts wird. Ich bin sehr
enttäuscht, dass mir dieser Fehler unterlaufen ist und mir dadurch ein
wahrscheinlich schönes Wochenende "durch die Lappen" geht.
11:00 Uhr.
Jetzt habe ich auch noch erfahren, dass ich das Womo nur dort anmelden
kann wo ich gemeldet bin. So eine Sch... 
Das heißt, dass ich am Montag erst mit den mir zugeschickten und hoffentlich auch angekommenen Unterlagen von Oranienburg aus in Richtung Usedom nach Anklam
zu meiner zuständigen KFZ Zulassungsstelle fahren muss um das Womo
anzumelden, dann weiter mit den neuen Schildern nach Hamburg fahre um das
Womo dort zu übernehmen bzw. abzuholen.



Freitag, der 16. August

Die Post scheint meinen Nachsendungsantrag, der übrigens nicht kostenlos
sondern fast 20,00 Euro für 6 Monate kostet, nicht so pünktlich zu bearbeiten
wie ich es eigentlich erwarte. Vielleicht habe ich ja Glück und heute kommen die
Papiere vom Händler bei mir an. Dann kann ich am Montag das Fahrzeug zulassen.
Gestern habe eine neue 11 kg Gasflasche gefüllt gekauft, da ich ja dummerweise
meine beiden Gasflaschen mit dem Verkauf des letzten Womos mitgegeben hatte.
Aber einiges an Zubehör, wie Stromkabel, Reinigungszeug usw. habe ich noch.
Es bleibt mir nun nur noch abzuwarten wie sich alles weiter entwickelt ...
Schade das alles wieder nicht so wie geplant geklappt hat, denn dadurch
ist das kommende Wochenende wieder ein "verlorenes".
16:00 Uhr
Also, dieses Jahr war von Anfang an für mich ein verkorkstes Jahr und das
setzt sich in vielen Dingen für mich sehr negativ fort. Auch mein zunächst
positiver Eindruck des Wohnmobils das ich kaufen wollte hat sich zerschlagen.
Warum? Als ich das Fahrzeug besichtigte bemerkte ich das der Motor rund um
den Öleinlasstutzen vollkommen verölt war. OK, das kann beim Einfüllen von
Öl schon mal passieren, dass etwas daneben geht. Aber als ich auch unter dem
Fahrzeug einen ziemlich großen Ölfleck entdeckte, beruhigte mich der Verkäufer
mit den Worten das der Ölfleck von einem Fahrzeug stammt das vorher
dort gestanden hat. Heute bekam ich per Einschreiben die Fahrzeugpapiere
und den TÜV Bericht vom Februar 2019 zugeschickt, auf dem unter Mängel
der Vermerk stand:
Umweltbelastung Motor Ölfeucht. Dieser Mängel muss unverzüglich, spätestens
innerhalb eines Monats behoben werden.

Ein Nachweis das dieser Mängel behoben wurde existiert jedoch nicht. Für mich
steht nun fest, dass ich dieses Fahrzeug nun nicht mehr kaufen werde, da ich
den Eindruck habe, dass der Verkäufer mich mit diesem Mängel
"über den Leisten ziehen" wollte. Wie gut das ich den Kaufvertrag
wohlweislich noch nicht unterschrieben habe. Hier war meine Vorsicht mal
angebracht. Ich werde den Händler morgen aufsuchen und meine Anzahlung
zurück verlangen, bevor ich ihm die Papiere wieder aushändige.
 

Sonntag, der 18. August

Genau so ist es gekommen. Eine schöne Ausflugsfahrt nach Hamburg hat
ergeben das ich meine Kaufabsicht auf Grund der oben angegebenen Probleme
rückgängig gemacht habe. Der Verkäufer wollte mir noch
"einen vom Pferd" erzählen, aber ich habe mich nicht darauf eingelassen.
Für mich heißt es das ich weiter suchen werde um das, für mich,
 richtige Fahrzeug zu finden.



Mittwoch, der 21. August

Ich bin dabei das Internet weiter nach einem Wohnmobil zu durchsuchen und bin
bis jetzt leider noch nicht fündig geworden. Einige haben mir ganz gut gefallen
und waren auch meinem Budget angemessen, aber bei näherem Betrachten habe
ich immer ein "Haar in der Suppe" gefunden. Ich will nicht wieder einen
Schnellschuss starten und nehme mir die Zeit in aller Ruhe nach einem
passenden Fahrzeug Ausschau zu halten. Sollte es in nächster Zeit, sagen wir
mal bis Mitte September nicht mehr klappen, dann eben zur neuen Saison 2020.




Donnerstag, der 22. August

Heute haben wir auf unserer Fahrradtour unter anderem auch den Hafen von
Oranienburg erreicht, wo sich auch der Wohnmobil Stellplatz befindet. Unterwegs
habe ich auch wieder einige Blumen bzw. Pflanzen abgelichtet.
Das sommerliche Wetter hält weiterhin an, so dass wir auch in den nächsten
Tagen schöne Touren mit dem Rad unternehmen können. Dabei verliere ich
natürlich die Suche nach einem passenden Wohnmobil nicht aus den Augen.

   
     
   



















Das Ausflugsschiff "Sehnsucht" legt im Hafen an. Das nächste Bild zeigt die
Detailaufnahme der Gallionsfigur. (2 Bilder unten)








Freitag, der 23. August

Ich habe wieder im Internet gestöbert und bin dabei auf die beiden
folgenden Wohnmobile (Bilder unten) gestoßen. Für die Besichtigung dieser
Fahrzeuge habe ich für morgen einen Termin vereinbart. Es handelt sich
bei den beiden Fahrzeugen um ein Wohnmobil von der Firma Niesmann & Bischoff
und einen der Firma Bürstner.














Sonnabend, der 24. August

Ich glaube allmählich, dass sich das Schicksal gegen mich verschworen hat. Die
Besichtigung der beiden oben zu sehenden Wohnmobile war ein "Schuss in den Ofen".
Auch hier waren die Bilder und die dazu gehörende Beschreibung stark geschönt.
Die Realität hat uns wieder auf den Boden der Tatsache zurück geholt. Ich
will auf Einzelheiten verzichten, aber beide waren tatsächlich in keinster Weise
den aufgerufenen Preis wert. Also, heißt es mal wieder weitersuchen und auf das
Glück warten das richtige Wohnmobil zu finden. Auf dem Rückweg nach Hause
kamen wir an einem riesigen China-Restaurant, die "Himmelspagode" vorbei.
Dieser Anblick war natürlich ein Fotostop wert. Meiner Meinung nach hat
dieses Restaurant, auf mehreren Etagen, mindestens Platz für
ca. 800 - 1000 Gäste.








Mittwoch, der 28. August

Die schönen Sommertage sind uns weiterhin erhalten geblieben und so kann ich
meine tägliche Radtour unternehmen. Oranienburg ist eine Fahrradstadt, denn
fast überall sind Radwege eingerichtet worden. Da sollte sich Berlin mal ein
Beispiel nehmen. Die Suche nach einem passenden Wohnmobil geht unvermindert
weiter und ich hoffe bald einmal fündig zu werden.



Donnerstag, der 29. August

Nun überschlagen sich die Ereignisse an diesem Tagl Warum?
Auf meine Anzeige meinen Dacia zu verkaufen haben sich mehrere Personen
angemeldet das Fahrzeug zu besichtigen. Der erste der meinen Preis akzeptiert
und bar bezahlt sollte es bekommen. Und so kam es dann auch ...



Freitag, der 30. August

Eine feste Zusage eines Käufers habe ich nun bekommen Er will das Fahrzeug
heute Abend abholen. Darauf habe ich mich verlassen und den Verkäufer des
Wohnmobils das ich mir nun ausgesucht hatte angerufen, dass ich unverzüglich
 zu ihm kommen und das Womo kaufen und übernehmen will. Gesagt, getan,
schnell de ca. 50 Kilometer bis hinter Bernau mit meinem Dacia (solange ich ihn
noch habe) gefahren und den Kauf des Womos festgemacht.
Nun schnell wieder nach Hause um auf den Käufer des Dacia zu warten, der sich
zu 18:00 Uhr angemeldet hatte. Es wurde 19:00 Uhr, dann 19:30 Uhr und ich wurde
 langsam unruhig.
Hatte ich zu vorschnell gehandelt?
Nein, denn mit Verspätung (Staus usw.) kam der Käufer und nach kurzer
Besichtigung und Preisverhandlung war alles klar und so hatte der Dacia einen
neuen Besitzer.
Für uns begann nun in hektischer Art und Weise das Wohnmobil zu beladen,
denn wir wollten noch am Abend losfahren  um das Fahrzeug am nächsten
Morgen in Anklam anzumelden. Warum Anklam? Weil ich immer noch dort oben
in meiner alten Wohnung gemeldet bin und man kann ein KFZ nur dort anmelden
wo man gemeldet ist. OK, nach einer schönen Fahrt durch die laue Nacht
kamen wir gegen 01:00 Uhr in Anklam an und legten uns auf dem Parkplatz
der KFZ Zulassungsstelle zur Ruhe nieder. Pünktlich am frühen Morgen,
um 07:00 Uhr stand ich als einer der ersten am Schalter der Zulassungsstelle
und nach kaum 20 Minuten waren alle Hürden übersprungen und das Wohnmobil
auf meinen Namen, versehen mit neuen Nummernschildern startbereit. Wir
beschlossen in Richtung Tangermünde, einer unserer bevorzugten Stellplätze
zu fahren. Begeistert von den Fahreigenschaften genoss ich die Fahrt in vollen
Zügen. Gegen 16:00 Uhr erreichten wir Tangermünde fanden einen guten Platz
und richteten uns für die nächsten Tage ein.


Hier die ersten schnellen Smartphone Fotos von der neuen Errungenschaft.














Auf die folgende Anzeige hin habe ich mein Wohnmobil erworben:

Wir trennen uns von unserem sehr zuverlässigen Ersatzmobil, welches wir nach
einem Unfall unseres eigentlichen WOMO anschafften. Der Chausson ist
ein kompaktes Raumwunder. Die beiden Sitzgruppen
bieten bis zu 7 Personen Platz. mit dem Alkoven, dem Doppelstockbett und
den beiden umgebauten Sitzgruppen ist auch die Schlafsituation sehr variabel.
2 neue Bordbatterien a 90AH sorgen für Unabhängigkeit. Wir haben problemlos
eine ganze Woche damit frei gestanden ohne zu fahren. Das untere Doppelstockbett
läßt sich wegklappen und zusammen mit der großen Seitenklappe ergibt sich
ein gut zugänglicher großer Stauraum (190x100x60). Wir haben meist auch
die Dusche als Gepäckfach genutzt.

Die eingebaute Tv-Anlage haben wir nicht benutzt.
Das Fahrzeug hat einen frischen Service inkl neuem Tüv u Gasprüfung
bekommen und es wurden diverse Neuteile verbaut (Zahnriehmen,
Reifen uvm) Reparaturrechnung liegt vor. Der Wagen ist so in einem sehr guten
technischen Zustand und hat keinen Rost.

Optisch sind bei diesem Alter natürlich die üblichen und altersgemäßen
Gebrauchsspuren vorhanden.

Der Wagen ist angemeldet, es können Probefahrten gemacht und der Wagen
auch sofort angemeldet mitgenommen werden (200EUR Kaution, gibts zurück
wenn der Wagen innerhalb einer Woche umgemeldet wird und ich die
Kennzeichen per Post zurück erhalte)

Es handelt sich um einen Privatverkauf. Auf Grund des Alters kann ich weder
Garantie noch Gewährleistung anbieten.

Der Wagen kann in Tempelfelde bei Berlin besichtigt werden. Bei Bedarf kann
 ich Euch am S-Bahnhof Bernau (S-Bahnnetz Berlin) abholen. Bei Fragen gern
anrufen.


Im Folgenden nochmals eine Auflistung aller Eigenschaften:

Servolenkung
Zentralverriegelung Fahrerhaus
elektrische Fensterheber
Rückfahrkamera
Radio
LCD TV + Digital Receiver
Sat Antenne zum aussen aufstellen (aktuell ohne Ständer)
2x 90AH Solarbatterien neu
Zwillingsbereifung hinten
Sonnen-Markise
100L Wassertank
Hecktäger für bis zu 4 Fahrrädern oder 1 Motorroller
Dachreling
L-Küche
Elektrolux Kühlschrank (230V/12V/Gas)
3- Flammkocher mit Glasabdeckung
Thetford Cassettentoilette
Standheizung Dometic
WW Boiler
Separate Dusche
Etagenbetten Heck
Große + kleine Mittelsitzgruppe
Ausstellfenster mit Verdunkelungsrollos
Zusatzheizung an der Mittelsitzgruppe
Tüv neu
Zahnriemen neu
Ölservice neu
Durchsicht neu
Reifen neu

Wohnmobil mit Alkoven
Gebrauchtfahrzeug
Erstzulassung: 7/1999
Baujahr: 1999
Kraftstoffart: Diesel
Leistung: 74 kW/101 PS
Getriebe: Schaltgetriebe
Zul. Gesamtgewicht (in kg): 3500
Anzahl Schlafplätze: 7
Schadstoffklasse: Euro3
Umweltplakette: --
Anzahl der Fahrzeughalter: --
HU: 8/2021
Farbe (Hersteller): --
Farbe: Weiß
Achsen: 2
Länge: 6650 mm
Breite: 2230 mm
Höhe: 3020 mm



Sonntag, der 1. September

Die sommerliche Hitze die uns in den vergangenen Tagen ordentlich zu schaffen
machte, scheint am heutigen Sonntag zunächst einmal eine Pause einzulegen. Das
haben wir natürlich sehr begrüßt.
Wir haben uns so langsam mit den Eigenschaften des neuen Womos angefreundet
und haben die Technik natürlich auch intensiv zu unserer Zufriedenheit ausprobiert.
Alles funktioniert einwandfrei bis auf einige Kleinigkeiten die ich sofort behoben habe.

Wir genießen die schöne Zeit, die wir ja eine ganze Zeit schmerzlich vermisst haben
und freuen uns diese Entscheidung wieder ins Wohnmobilleben eingetreten zu sein.






Montag, der 2. September

Wieder entwickelt sich wettermäßig ein schöner Tag. Schon am frühen Morgen scheint die
Sonne vom blauen Himmel. Die letzte Nacht war aber schon ziemlich kalt und man merkt,
dass der Herbst allmählich die Oberhand gewinnt.
In kurzer Zeit hat sich mein Leben wieder grundsätzlich zum guten gewandelt und ein neues
Reiseteam ist geboren. Ich hoffe, dass diese wunderbare Verbindung hält und es ein Zusammenleben auf Dauer wird. Meine neue Lebensgefährtin heißt Karin und ich habe
das Glück, dass sie ebenso begeistert vom Campingleben ist wie ich selber.

   

Karin und Jonny, ein neues Reise-Traumteam?

Zur Zeit befinden wir uns in der alten Kaiserstadt Tangermünde. Hier werden wir
wieder einmal einen schönen Spaziergang durch die Altstadt unternehmen.








Mittwoch, der 4. September

Wir sind gestern, am Dienstag, nach Hause zurück gekehrt weil wir noch
einige organisatorische Dinge zu erledigen haben. Der erste kleine Toern mit dem
neuen Wohnmobil war ein voller Erfolg und so können wir uns auf weitere kleine
Fahrten, die nun zum Ende der Saison anstehen, freuen. Für die nächste Saison
werden wir in den Wintermonaten wie auch in den Jahren zuvor, Pläne für unsere
Reisen im nächsten Jahr schmieden. Einige Veränderungen am Womo stehen
noch an, wie z.B. den Kauf eines etwas größeren Fernsehers und einer neuen
Fernsehantenne usw. Den Fernseher, ein 24 Zoll Gerät mit entsprechender
Wandhalterung habe ich heute bestellt und lasse ihn mir zu einer Bekannten
nach Tangermünde liefern, weil wir am kommenden Freitag noch einmal die alte
Kaiserstadt besuchen und dort gemeinsame Bekannte treffen wollen.


Das ist unser neu erworbener 12 V, 24 Zoll Fernseher mit eingebautem Reciver.

Tangermünde liegt südöstlich von Stendal in der Altmark auf einer Hochfläche,
die durch eine eiszeitliche Endmoräne gebildet wurde. Sie liegt am linken Ufer der
Elbe direkt an der Mündung des Tangers in die Elbe, woher auch der Name
Tangermünde stammt. Der historische Stadtkern, die Stephanskirche und die Burg
sind durch ihre Hochlagen vor Hochwasser sicher.
Tangermünde ist durch die gut erhaltene Altstadt mit vielen Fachwerk- und
Backsteinbauten, sowie durch die recht vollständig erhaltene Burg Tangermünde
und die Stadtbefestigung in Backsteinbauweise bekannt.
In der Zeit der DDR blieb die Altstadt unverändert. Zwar verschlechterte sich der
Zustand der Bausubstanz, aber die wichtigsten Denkmale wurden zumindest
gesichert. So konnte nach der Wende die Stadt schrittweise restauriert werden.
Der 2006 errichtete Stadtbrunnen vor der St.-Stephans-Kirche ist der vorläufige
 Abschluss dieser Stadtsanierung. Auf sieben von acht Tafeln des Brunnens, die
die Bildhauerin Karolin Donst gestaltete, werden Personen und Ereignisse aus
der Geschichte Tangermündes gewürdigt.
Der Stellplatz kostet pro Tag 8,00 €, für 2 Tage 14,00 € inkl. Strom, Wasser
und Entsorgung.


Tangermünde bietet zur blauen Stunde einen beeindruckenden Anblick.
 


Donnerstag, der 5. September

Die Vorbereitungen zu unserer weiteren kleinen, ca. 1 Woche andauernde Reise, laufen
auf Hochtouren. Die erste Reise hat uns gezeigt, was wir alles vergessen hatten bzw.
was noch im Wohnmobil fehlt. Einiges im Wohnmobil will ich noch unseren Anforderungen entsprechend An- oder Umbauen. Dazu werde ich das benötigte Werkzeug mitnehmen.
Morgen früh starten wir, wie schon berichtet zunächst wieder nach Tangermünde.
Das sind nur ca. 130 Kilometer und ohne Stau in etwa 2 Stunden erledigt. Dort
treffen wir Freunde mit denen wir bis zum Montag die Tage verbringen werden.
Danach haben wir vor für ein paar Tage nach "Kyritz an der Knatter" zu fahren um
dort den Ort näher in Augenschein zu nehmen.

  Die Hansestadt Kyritz, auch "Kyritz an der Knatter" genannt, ist eine Stadt im
Landkreis Ostprignitz-Ruppin im Nordwesten von Brandenburg.
Kyritz trägt im Volksmund den Beinamen „an der Knatter“. Für den Nebenarm
Knatter der Jäglitz war das Geräusch der früher zahlreichen knatternden
Wassermühlen namensgebend. Heute ist die Knatter verrohrt und von den
fünf Wassermühlen existiert nur von einer noch das Gebäude.
Der Stellplatz in Kyritz ist zur Zeit noch kostenfrei, nur Strom (8 Stunden 1 €) ist
zu bezahlen. Wasser und Entsorgung ist ebenfalls gratis.


Freitag, der 6. September

Nach einer zügigen Fahrt von Oranienburg über Kremmen, Nauen und Rathenow
haben wir gegen 11:00 Uhr Tangermünde erreicht. Unser Freund Friedl hatte uns
einen Stellplatz reserviert. Die schlechte Wetterprognose hat sich glücklicherweise
nicht erfüllt und so erlebten wir einen schönen, sonnigen Herbsttag.





Auf dem Weg nach Tangermünde fahren wir u.a. auch durch Nauen





Auf dieser Strecke befahren wir auch einige Kilometer die deutsche Allenstaße (2 Bilder oben)


Einer der Eingänge in die Tangermünder Altstadt



Sonntag, der 8. September

Wir verbringen geruhsame Tage hier in Tangermünde. Wir hatten Glück, denn
Freund Friedl hat uns einen schönen Stellplatz reserviert. Am Ende einer
Reihe von Wohnmobilen haben wir einen schönen Platz mit ein wenig
Rasenateil erwischt (siehe Bild unten).



Morgen am Montag hole ich den neuen Fernseher ab. Ich habe eine Kontaktadresse
hier in Tangermünde wohin ich mir bestellte Ware schicken lassen kann.
Dann ist endlich die "fernsehlose" Zeit zu Ende und ich kann ab und zu meine Serien
wieder sehen. Kleine Spaziergänge und Unterhaltungen mit unseren Bekannten
lassen die Tage kurzweilig erscheinen und  vor allem hat das Wetter entgegen
allen ein wenig negativen Voraussagen gut gehalten. Wenn morgen der
Fernseher eingebaut ist, wollen wir evtl. auch noch den Stellplatz in Kyritz
besuchen und dort schön Essen gehen. Einige gute Tipps über Restaurants
 haben wir bekommen und sehen wir den nächsten Tagen entspannt entgegen.




Dienstag, der 10. September

Den gestrigen Regentag haben wir genutzt um ausgiebig zu faulenzen und um
unseren neuen Fernseher zu installieren. Dabei hatte ich fachmännische Hilfe von
einem Bekannten, der mit seinem Wohnmobil ebenfalls hier in Tangermünde steht.
Wir sind begeistert von der Bildqualität die dieser schöne große Fernseher bietet.




Ein wunderbarer sonniger Herbstmorgen zeigt sich heute früh, der Regen hat
sich in der Nacht verflüchtigt und die Sonne stahlt vom im Moment noch blauem
Himmel was das Zeug hält. Wir werden uns überlegen was wir heute unternehmen
werden. Eine mehrstündige Radtour stand für Karin auf dem Programm und ich
beschäftigte mich wieder mit dem Fernseher, den ich nun in die richtigen Position
befestigte. Dann gegen Abend habe ich unsere Fahrräder auf dem Fahrradträger
befestigt, denn morgen in aller Frühe wollen wir noch nach Kyritz fahren und dort
bis Donnerstag früh bleiben. Danach geht es nach Hause, denn am Nachmittag
muss Karin auf die beiden Enkelkinder aufpassen. Am Freitag geht es dann
wieder auf Tour.





Mittwoch, der 11. September

Nach dem Frühstück entsorgen wir noch die Toilette und das Grauwasser,
bunkern Frischwasser und machen uns auf den Weg nach Kyritz. Die Fahrt,
ca. 80 Kilometer, geht über die Elbe und dann wieder durch wunderschöne
Alleen. (2 Bilder unten)






Nach einer eineinhalbstündigen Fahrt erreichen wir Kyritz an der Knatter.



Auf dem Stellplatz haben wir noch einen sehr guten Platz bekommen und richten uns
häuslich ein. Schade, dass wir morgen schon wieder weiter nach Hause fahren
müssen, denn auf diesem einladenden Platz wären wir gerne noch ein paar
Tage geblieben.

Stellplatz Kyritz: Gebühr gratis, Strom 8 Stunden 1,00 €, Wasser 100 Liter 1,00 €



Jeder hat ein Stück Rasenanteil zum Relaxen oder Grillen zur Verfügung.






In der Stadt entdecken wir allerlei wissenswertes.






Am Marktplatz kann man sogar Drogen in der Apotheke kaufen.






Hier im Cafe Schröder haben wir kräftig zugeschlagen und uns zum Mittagessen
Eisbein mit Sauerkraut und Kartoffeln bestellt.



Die schattigen Bänke unter dem beeindruckenden Baum am Kyritzer Rathaus laden
zum Verweilen ein.





Donnerstag, der 12. September

Wir sind schon um 11:00 Uhr wieder zu Hause gewesen, haben  uns mit
frischer Wäsche eingedeckt und müssen heute Nachmittag die Enkelkinder
 von Karin beaufsichtigen. Morgen früh geht es dann wie angekündigt zum
Burgfest noch einmal nach Tangermünde wo wir, wenn wir Glück haben, noch
einen Platz auf dem Stellplatz bekommen. Unsere Freunde Hilbert und Heidi
versuchen einen Platz für uns frei zu halten.
 
Ab morgen geht es dann weiter im 3. Teil des Reisetagesbuchs.
Klick unten!




  Zurück zu Teil 1Weiter zum Teil 3Besucherzaehler
     
Fragen zum Reisetagebuch bzw. Kontakt zu mir, klick hier

Design, Texte und Fotos, (außer den besonders gekennzeichneten) unterliegen dem Copyright von
Jonny Weber. Die Landkarten mit Kilometerangaben und Fahrzeiten sind von Google Maps.