Teil 7

Dieser Teil beschreibt als Höhepunkt unserer diesjährigen
Reise, die Überfahrt von Ancona nach Griechenland, den ca. zweimonatigen Aufenthalt dort und die Rückreise
nach Ancona.

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Kalos irthate stin Ellada (Willkommen in Griechenland)



Montag, der 20. August

Tag 147

Um 18:30 Uhr landeten wir in Patras. Wir kamen erst ziemlich zum Schluß von Bord und
fuhren zunächst eine Tankstelle an. Diesel 1.34 Euro und Gas 82 Cent. Danach ging es
zu LIDL und dann ca. 55 Kilometer weiter zu unserem ersten Stellplatz am Golf von
Korinth. Wir wollen in diesem Jahr die Peloponnes im Uhrzeigersinn umrunden und kamen
im Dunkeln auf dem kleinen vesteckten Platz an, den wir nach griechischer Zeit um
21:00 Uhr erreichten. Wir konnten unterwegs noch die neue Brücke Rio in Patras in der Abendsonne fotografieren.


Karte von Google Maps

Wir groß war unser Erstaunen als wir sahen, dass hier schon ein Womo aud Frankreich
stand. Die Franzosen freuten sich genau wie wir das wir nun zu zweit hier, nur 7 Meter
vom Meer entfernt stehen
.
Alles weitere Morgen früh!





Dienstag, der 21. August


Tag 148

Mit der ersten Morgensonne um 06:40 Uhr bin ich aufgestanden und habe nun bei
Tageslicht gesehen wo wir überhaupt gesternn Abend im Dunkeln gelandet sind.
Wir hatten und ja nach "Schulzes Mächenbuch" gerichtet und den Ort Temenis am Golf
von Korinth ausgesucht. Abseits des Ortes stehen wir nun direkt am Meer auf einem
kleinen Stellplatz, den auch die Fischer für ihre kleinen Boote nutzen. Es ist sogar
ein Wasserhahn mit angeschloßener Dusche vorhanden. Spät in der Nacht kam noch
ein WOMO aus Deutschland hier an, sodass wir nun zu dritt hier stehen.
Die aufgehende Sonne spiegelt sich schön in unserer Autoscheibe.
Wir sind ja bekennende "Freisteher" und finden oft auch die schönsten Plätze mit tollen Aussichten. Das kann uns oft kein Campingplatz liefern.

Stellplatz Temenis, gebührenfrei, Wasser und Dusche vorhanden.

38°14'40"N  22°8'6"E












Wir sind hier am Strand von Temenis wirklich in einem kleinen Paradies gelandet.
Nur ca. 250 Meter weiter ist eine schöne Taverne die wir heute Abend aufsuchen wollen
um dort die erste griechische Mahlzeit einzunehmen. Hier unser Platz vom Wasser aus
gesehen.



Regina relaxt nach einem ausgiebigen Bad im Golf von Korinth. Das Wasser ist ganz
klar, warm und wunderbar weich.



Badespaß pur im Golf von Korinth.



 



Mittwoch, der 22. August


Tag 149

Wir haben den Tag gestern mit Baden, Sonnen und süßem "Nichtstun" verbracht.
Es kam uns vor als wenn wir Griechenland überhaupt nicht verlassen hatten und immer
hier sein würden. Unser erster Blick am Morgen auf das Meer zeigt uns das folgende Bild.



Die folgende Karte zeigt Peloponnes und die in rot gekennzeichnet die Strecke die wir
nach vorläufigen, groben Plan in den nächsten Wochen im Urzeigersinn bewältigen
wollen.
Natürlich kann sich dieser Plan jederzeit ändern z.B. wenn es uns an einer, oder
mehreren Stellen besonders gut gefällt und wir dann dort länger bleiben wollen, werden
wir die ganze "Runde" nicht schaffen, was aber auch nicht so schlimm wäre.
Hauptsache ist, dass wir die schönsten Plätze in Ruhe genießen und uns nicht hektisch
von einem Ort zum anderen bewegen müssen.
Wir werden uns einfach treiben lassen ...
Im Moment befinden wir uns in Temenis, dort wo der kleine blaue Kreis zu sehen ist.


Karte von Google Maps



Morgen werden wir diesen schönen Platz (Bild oben) verlassen und uns nur wenige
Kilometer von hier drei andere Plätze  ansehen
. Wir hoffen, dass diese Plätze ebenso
schön sind wie hier in Temenis. Aber, man ist ja vor Überraschungen nie sicher ...


Karte von Google Maps
 
Donnerstag, der 23. August

Tag 150

Wir haben noch Wasser gebunkert und sind nach dem Frühstück in Richtung
Osten aufgebrochen. Natürlich haben wir uns von unseren Franzosen verabschiedet
und glauben, dass wir sie auf einem der nächsten Plätze wiedertreffen werden.
Die ersten beiden Plätze die wir angefahren haben, haben uns nicht gefallen denn
dort war viel zu viel Trubel durch die vielen Restaurants. An einer Kreuzung mußten wir
nach dem Weg fragen, weil nicht ausgeschildert. So bot sich gleich die Gelegenheit
bei einem mobilen Straßenhändler gute Weintrauben zu einem seht kleinen Preis
einzukaufen.






Also sind wir weiter nach Diafkopto und haben etwas außerhalb des Ores nach insgesamt
ca. 16 Kilometer wieder einmal einen Traumstrand gefunden wie man auf den folgenden
Bildern sehen kann.
Wir hatten eine Dusche direkt vor der Tür und konnten die schönen landschaftlichen
Aus- und Anblicke genießen.
Der Golf von Korinth hat doch allerhand schönes zu bieten ...


















Gegen Abend haben sich noch einige Womos hier eingefunden und so stehen wir hier an
dem schönen Strand mit 9 Fahrzeugen aus versch. Ländern.



Bei einem wunderschönen Sonnenuntergang beschließen wir diesen Tag am
Golf von Korinth.




Und etwas später sehen wir dieses Bild.





Freitag, der 24. August

Tag 151

Es ist 05:55 Uhr und nach dem schönen Sonnenuntergang gestern erleben wir heute
morgen einen ebenso beeindruckenden Sonnenaufgang.



05:55 Uhr


06:00 Uhr


06:05 Uhr

Auf jeden Fall bleiben wir heute noch hier, denn dadurch das viele (inzwischen 11)
Wohnmobile hier stehen, gibt es immer etwas zu sehen und man kann sich mit einigen Besatzungen auch austauschen und viel über weitere schöne Plätze oder
Sehenswürdigkeiten erfahren die uns noch erwarten werden. Heute werden sicher einige weiterfahren, aber dafür andere ankommen. Die überwiegende Zahl der Womos kommt aus Italien, aber auch ein Schweizer, ein Tscheche, ein Franzose und zwei Deutsche
haben außer uns den Weg hierher gefunden.



Sonnabend, der 25. August

Tag 152

Wir verlassen Diakofto, denn es zieht uns weiter nach Osten. Auf dem Weg dorthin
wollen wir uns den Kanal von Korinth ansehen. Dann verlassen wir den Golf von Korinth
und kommen an den Saronischen Golf. Dort wollen wir den Womoplatz Korfos besuchen.
Auf allen Plätze in Griechenland ist das "Freistehen" offiziell verboten, wird aber in fast
allen Fällen toleriert. Wir haben in all den Jahren in denen wir Griechenland besuchen
erst einmal erlebt, dass wir des Platzes freundlich aber bestimmt verwiesen wurden.


Karte von Google Maps

37°45'25"N  23°07'03"E


Na klar, irgendetwas mußte ja kommen. Es ist schon unnatürlich, dass alles weiterhin
so glatt geht. Was ist passiert? Unser Dometic Kühlschrank hat nur noch, wenn
überhaupt, halbe Leistung. Das Gefrierfach kühlt noch einigermaßen, die wenigen
Vorräte an frischem Fleisch sind nicht mehr so steinhart gefroren wie üblich und im
übrigen Kühlschrank werden die Getränke nicht mehr kalt und die Butter weich.
Was tun?, zumal das natürlich an einem Wochenende passiert ...
Ich habe im Internet recherchiert und gesehen, dass eine Dometic Servicefirma in Mandra,
ca. 130 Kilometer von hier Richtung Athen ist. Hoffentlich kann ich nachher (jetzt ist es
erst 07:10 Uhr) telefonisch jemanden ereichen.
Wenn ich tatsächlich einen Termin bekommen sollte, gehts schnell auf die Autobahn,
über den Kanal von Korinth in Richtung Athen. Die rot markierte Strecke zeigt die
Abweichung von unserer eigentlich geplanten Route. (Karte unten) Sollte ich für heute
keinen Termin bekommen, halten wir uns in der Nähe des Kanals bis Montag auf und
fahren dann auf dem Festland dort hin.



Karte von Google Maps

Wir haben tatsächlich am Telefon jemanden erreicht und konnten noch für heute einen
Termin ausmachen. Also war um 08:00 Uhr die Abfahrt angesagt. Ein freundlicher
Security Mann lotste uns zu der schwer zu findenden Aurobahnauffahrt und dann ging es
zügig in Richtung Korinthos wo wir uns die Zeit nahmen einen Blick in den
weltberühmten Kanal zu werfen.






Auf der wunderbaren Autobahn ging es dann weiter immer Richtung Athen bis nach
Mandra wo wir nach einigem suchen auch die Servicefirma fanden. Leider hatten die
nicht das passende Ersatzteil da, konnten aber provisorisch Hilfe leisten und nun
läuft der Kühlschrank wieder ziemlich normal.
Sechs Stunden und 245 Kilometer später, sowie um ca. 40 Euro ärmer
 (20 Euro Autobahngebühr und 20 Euro Reparatur) erreichten wir nach eine
schönen Fahrt durch die hügelige Landschaft das kleine Örtchen Korfus an einer
herrlichen Badebucht. Von der Anhöhe aus, bevor hinab fuhren, konnte ich die folgenden
Aufnahmen machen. Im oberen Bild am linken Rand sieht man den Womoplatz,
den ich im zweiten Bild noch einmal vergrößert darstelle.

Koordinaten von Korfos: 37°45'25"N  23°07'03"E






Kaum eingerichtet ging es est einmal ins klare Wasser zur Abkühlung und danach zu
einem kleinen Imbiss in die nahe gelegene Taverne.
Die beiden folgenden Fotos habe ich mit meinem Smartphone HUAWEI P20 Pro gemacht.







Wir haben hier in Griechenland natürlich auch die große Hitze, aber das ist hier nicht so
sehr zu spüren, denn es kommt von See her immer eine schöne kühlende Briese wie
 man an meiner wehenden Flagge sieht. Es ist also gut auszuhalten und sehr
angenehm.





Sonntag, der 26. August

Tag 153

Mit einem wunderschönen Sonnenaufgang über der Bucht von Korfos beginnt dieser Tag.
Es ist jetzt 06:12 Uhr  griechischer Zeit und absolute Ruhe liegt über der Bucht, nur
ab und zu bellt in der Ferne ein Hund oder wie in diesem Augenblick das Geläut einer Kirchenglocke zu hören ist. Eine sehr friedliche Stimmung also.










Wir werden diesen Sonntag in aller Ruhe, mit viel Baden und Relaxen verbringen.
Zur Feier des Tages werde ich heute mein berühmtes Goulasch zubereiten, nachdem
wir ja in den vergangenen Tagen nur ziemlich spartanisch gegessen hatten.

So schön wie es auch hier ist, werden wir Morgen wieder weiter fahren. Unser geplantes
Ziel wird Methana ein kleiner Ort auf einer Halbinsel in der Ägäis sein.


Karte von Google Maps

Koordinaten von Methana: 37°34'38"N  23°23'23"E




Montag, der 27. August

Tag 154

Auch heute wieder ein schöner Sonnenaufgang, allerdings etwas später aufgenommen.
 Die kleine Wolkenbank am Horizont wird bestimmt im Laufe des Vormittags verschwinden,
denn es weht heute schon am frühen Morgen ein ordentlicher Wind.



Es ist 06:30 Uhr und wir bereiten uns langsam darauf vor, heute nach Methana zu
fahren. Vielleicht bleibt uns das "Stellplatzglück" treu und wir finden einen schönen
Strand vor. Wobei Stellplatz nicht das richtige Wort ist, denn wir stehen ja frei.

 
Um 10:20 Uhr haben wir nach einer schönen Fahrt entlang der Ägäis Methana
erreicht. Unterwegs hatten wir viele schöne Ausblicke, aber manche leider nur
im Gegenlicht.



















 

Und dann plötzlich sahen wir Methana von der Anhöhe aus vor uns liegen. Im Hafen,
mit den vielen Segelyachten fanden wir einen guten Platz gleich neben einer Taverne.
Zu meiner großen Überraschung bekam ich hier im Hafen freien Zugang zu WLAN der
Marina Methana und das hier in der Abgeschiedenheit einer Halbinsel am gefühlt
letzten Ende der Welt.









Nur ein paar Schritte weiter die Promenade von Methana.









Wir haben uns in einer Taverne kräftig mit gutem Essen gestärkt und sind dann doch
weiter zum Womoplatz nach Metamorphosis gefahren, weil uns der Strand in Methana
nicht so gefallen hat.
Hier in Metamorphosis stehen wir an einer Taverne direkt am Strand und das gefält
uns wesentlich besser.









19:20 Uhr griechischer Zeit. Es hat sich stark bewölkt, aber es ist richtig warm geblieben.
Die langsam untergehende Sonne zeichnet die schönen abendlichen Farben.





Dienstag, der 28. August

Tag 155

Und schon wieder geht es weiter. Zunächst nach Galatas und sollte es uns dort nicht
zusagen, dann weiter zur Taverne Koulis.


Karte von Google Maps

Hier am Strand der Taverne Ammos Beach ist es jetzt zu der frühen Morgenstunde noch
ruhig. Die Sonne kommt gerade ein Stück hinter den Bergen hervor und beleuchtet schon
ein kleines Stück des gegenüberliegenden Felsens. Die gute Dusche die wir direkt vor der
Tür haben. spendet immer noch warmes Wasser, was uns Frühaufstehern zugute kommt.
Außer ausgiebig zu Duschen haben wir noch unsere Handtücher gründlich entsalzt.



Immer wenn wir weiter fahren haben wir so eine spannende Aufbruchsstimmung. Was
erwartet uns heute bzw. auf dem nächsten Platz den wir ausgesucht haben. Welche
schönen Landschaften sehen wir heute? Wir kommen uns oft wie kleine "Entdecker" vor.
So ein Gefühl mußte auch damals Columbus gehabt haben, als er Amerika entdeckte.

20:30 Uhr. Columbus hatte bestimmt nicht so ein Gefühl wie wir es heute erfahren
mußten. Was war an diesem Tag geschehen? Als wir am Morgen vom Strand in
Metamorphosis abfuhren konnten wir noch nicht ahnen was dieser ereignisreiche Tag für
uns in peto hatte. Zunächst fuhren wir zum Tanken (LPG Gas und Diesel). Anschließend
 ließen wir unser Womo waschen (5 Euro) und danach fuhren wir unserem ersten Ziel
 für heute Galatas an.






Der Anblick auf die Inael Poros gegenüber von Galatas brachte uns in Hochstimmung,
die aber leider nur kurze Zeit anhielt.






Was war geschehen? Ich bemerkte, dass unser Kühlschrank rot blinkte. Kein gutes
Zeichen,denn die provisorische Reparatur von voriger Woche hat nicht lange gehalten.
Nun warguter Rat im wahrsten Sinne des Wortes teuer.
Ich setzte alle Hebel in Bewegung, fuhr vier Werkstätten an, aber alle zuckten nur
freundlich verneinend mit den Schultern.
Also rief ich die Werkstatt wo wir vorige Woche waren an, aber die konnten uns auch
nicht helfen, sondern vermittelten mich an eine richtige Dometic Service Firma.
Problem war, dass diese Firma in Athen ihren Sitz hatte, also ca. 200 Kilometer von
Galatas entfernt. Also mußten wir in den sauren Apfel beißen und uns auf den Weg
nach Athen machen, dass wir um 16:30 Uhr erreichten. Positiv sei zu bemerken, dass
der Chef der Firma deutsch sprach und das passende Ersatsteil vorrätig hatte. Er war in
Eile, denn sein Flieger nach Düsseldorf zur Camping Messe war schon gebucht.
Er nahm sich aber trotzdem die Zeit zusammen mit einem Monteur das defekte
Teil auszutauschen und nach knapp zwei Stunden waren wir schon wieder auf dem Weg
zurück bis Korinthos, wo wir ausnahmsweise mal einen Campingplatz anfuhren.
Auf jedenFall endete dieser Tag um 20:30 Uhr hier in Korinthos und wir waren
von den Ereignissen ziemlich geschafft. Noch schnell meinen Rest Goulasch von
gestern aufgewärmt und nun gehts ab in die Koje. Auf jeden Fall sind wir froh das
nun der Kühlschrank wieder richtig funktioniert und unsere tiefgefrorenen Vorräte
gerettet waren.
Mit Autobahngebühren,Sprit für rund 500 Kilometer, dem Ersatzmodul und der
Reparatur wechselten schnell mal rund 320 Euro den Besitzer.
Egal, es gibt schlimmeres ...

Hier auf dem Campingplatz in Korinthos endet nun dieser Tag, den wir ganz schnell
abschreiben.



Wir werden Morgen unsere Reise so fortsetzen, als wenn nichts geschehen war. Es geht
also zurück nach Galatas um später (nach 1 - 2 Tagen) weiter zu fahren.


Karte von Google Maps



Mittwoch, der 29. August


Tag 156

Wir haben wie die Murmeltiere nach der gestrigen Odysse geschlafen, aber nun werden
wir diesen Tag so schnell wie möglich vergessen. Das ist übrigens der Bösewicht der
uns soviel Ärger, Kilometer, Geld und Nerven gekostet hat. Es ist das Steuerteil, was
die Automatic am Kühlschrank regelt. (Gas, 12V, 230V) Die beiden Stromteile sind in
Ordnung, nur der Teil der das Gas einschaltet, wenn der Motor nicht läuft bzw. wenn
kein Stromkabel angeschloßen ist, war defekt.




Auf jeden Fall lassen wir uns natürlich von solchen Zwischenfällen nicht abhalten unsere
Reise wie geplant fortzusetzen und werden nach dem Frühstück nach Galatas fahren,
wo die ganze Sache gestern ihren Anfang nahm.
16:00 Uhr. Und wieder ist alles etwas anders als geplant gekommen. Wir sind zwar
nach Galatas gefahren, aber dort wehte ein so starker Wind von See her, dass das
Womo richtig durchgeschüttelt wurde. Ich machte schnell noch ein paar Fotos, aber
den sturmartigen Wind sieht man natürlich nicht und durch die Sonne kann man denken
es sei ein ruhiger Sommertag. (Zwei Bilder unten)






Der Wind war uns doch zu krass und so fuhren wir weiter zur TaverneKoulis. Welch
trauriger Anblick bot sich uns hier. Keinn Mensch war zu sehen und alles sah ziemlich
verlassen aus. Also ging es ca. 10 Kilometer weiter zum Badeplatz Dardizas. Hier
stimmte alles was in Schulzes Märchenbuch geschrieben stand, bis auf den Umstand
das es keine Duschen am Strand gab. (Bild unten)



Dieser Platz aber war auch nicht so wie wir ihn uns vorgestellt hatten und so ging es
ca. 70 Kilometer weiter auf einer wunderschönen Fahrt durch die Berge mit den
vielen Serpentinen zum Kondili Beach. Hier fanden wir endlich, nach heute
insgesamt 216 Kilometer einen sehr schönen Platz.



Schon von der Anhöhe aus sahen wir das der Kondili Strand gut besucht war und auch
zwei Wohnmobile dort standen.









Unser erster Weg ging natürlich ins Wasser zur Erfrischung. Hier werden wir uns
zunächst für 2-3 Tage einrichten.






Hier noch einmal die heutige gefahrene Strecke. (Karte unten)


Karte von Google Maps

Nun ist es hier am Strand ruhig geworden, denn die ganzen Urlauber und damit auch
die PKWs sind verschwunden und nun stehem wir mit zwei anderen Wohnmobilen
hier alleine. Dieser Tag, an dem wir viele schöne Eindrücke gesammelt haben, nimmt
sein Ende mit einem wunderschönen Sonnenuntergang.











Donnerstag, der 30. August

Tag 157

Einen schönen Sommermorgen erleben wir auch heute wieder. Die Fischer kehren
von ihren nächtlichen Fängen zurück und in der Morgensonne sehen wir schon den
nächsten schönen Ort mit einer Marina.
Einige junge Leute üben sich in einer Wassersportart die ich bisher noch nicht kannte.
Mit enormen Wasserdruck katapulieren sie sich in die Luft und versuchen dort die
Balance zu behalten. Auf jeden Fall sehr sehenswert.







 

Hier am Kondili Beach stehen wir nur ca. 5 Meter vom Wasser entfernt und sind
natürlich mit ein paar Schritten im Wasser, was wir auch eifrig ausnutzen.






Wir haben für Morgen folgendes geplant. Nach dem Frühstück geht es zunächst nach
Nea Kios. Sollte es uns dort gefallen, was ich hoffe, dann werden wir am Sonnabend
ein Stück zurück nach Nafplio fahren um den Sonnabend stattfindenden Markt und
LIDL zu besuchen. Sollte es uns nicht gefallen geht es weiter nach Kiveri wo wir
vor zwei Jahren schon einmal waren.


Karte von Google Maps

Während ich das hier gerade schreibe ist die Sonne hinter den Bergen verschwunden
und zaubert diese schöne Abendstimmung an den Himmel.




Freitag, der 31. August

Tag 158

Wir sind gegen 08:30 Uhr inn Richtung Nafplio gestartet. Ein Blick zurück von einer
Anhöhe auf die schöne Bucht vom Kondili Beach. (Zwei Bilder unten)






Der Einkauf bei LIDL war schnell getätigt und vom Parkplatz aus konnte ich auch den
Burgberg von Nafplion fotografieren.



Den Platz in Nea Kios kann man getrost streichen, denn er liegt an einer
lauten Durchgangsstraße und der Platz im Hafen existiert eigentlich garnicht.
Aus diesem Grund sind wir weiter gefahren und haben uns in Kiveri eingerichtet.

37°31'40"N  22°43'53"E

Erstaunlch das wir hier alleine stehen, denn vor zwei Jahrenn haben wir hier kaum
einen Platz bekommen, soviele Womos standen hier.
Wir stehen direkt bei einem kleinen, idylischen Hafen und auf der anderen Seite der
Mole ist der Badestrand mit den vielen Sonnenschirmen. (Ein Bild unten)



Wir haben praktisch im Moment noch den ganzen Platz für uns alleine und konnten uns
aussuchen wo wir stehen wollten. Nur 5 Schritte vom Meer entfernt haben wir uns
eingerichtet. (Drei Bilder unten)









Von einer anderen Perspektive aus gesehen stehen wir allein auf weiter Flur ...
(Bild unten)



Wir hatten am Kondili Beach ein nettes Paar aus Polen kennen gelernt und nachdem ich
sie auf polnisch angesprochen hatte entwickelte sich eine nette Bekanntschaft. Sie sind
in der gleichen Richtung wie wir unterwegs, wollen aber erst Morgen wegfahren und den
Markt in Nafplion besuchen. Ich glaube, wenn sie lesen wo wir gelandet sind werden wir
sie wahrscheinlich am Sonnabend hier wieder treffen.


Sonnabend, der 1. September

Tag 159

Mit einem wunderschönen Sonnenaufgang am "Argolischen Golf" beginnt dieser
1. September und ich konnte mich wieder nicht zurückhalten den Sonnenaufgang
immer wieder in kurzen Anständen zu forografieren.


07:00 Uhr


07:05 Uhr


07:10 Uhr


07:00 Uhr


07:05 Uhr


Und hier eine Ansicht unseres Womos das von der Morgensonne beschienen wird.

Der Argolische Golf ist eine Bucht des Myrtoischen Meeres, eines Randmeeres des
Mittelmeers. Hier in Kiveri befinden wir uns nun an der Ostküste des rechten der drei
großen Finger. Diese Ostküste werden wir in den nächsten Etappen in Süd-Südöstlicher
Richtung bereisen. Im südlichen Teil dieses Fingers soll es laut Schulz nicht mehr
viele attraktive Womoplätze geben und so kann es sein, dass wir den Finger schon
vor erreichen der südlichen Spitze überqueren um zur Westküste zu gelangen. Das
aber sind nur vorläufige Planungen. Wie es tatsächlich kommen wird, werden wir
spontan entscheiden.




Sonntag, der 2. September

Tag 160

Das übliche Bild bietet sich uns heute auch wieder. Ein Sonnenaufgang wie im Bilderbuch,
glockengeläut der nahegelegenen Kirche, das Geschrei der Möwen und ab und zu
das tuckern eines Bootsmotors, wenn die Fischer von ihren nächtlichen Fanggründen
zurück kehren. Also ein friedliches Bild, dass sich aber schnell ändern wird, wenn die
Urlauber allmählich den Strand bevölkern um sich die besten Plätze zu sichern.
Wir werden den heutigen Tag noch hier mit viel Baden verbringen und am Abend in
einem der Restaurants, zum Abschied von diesem schönen Platz, Essen gehen.
Gestern Abend habe ich noch aus der Dachlucke unseres Womos ein Foto vom
beleuchteten Kiveri machen können.



Unser Plan sieht vor, dass wir morgen zum Womoplatz nach Ag. Andreas fahren, in der
Hoffnung dort auch einen schönen Platz vorzufinden.


Karte von Google Maps

Heute sind auch unsere polnischen Bekannten Grazyna und Richard hier angekommen.
Es gab ein herzliches Wiedersehen.








Unser Abschiedsessen hat sehr gut geschmeckt war ein voller Erfolg.



Das es geschmeckt hat sieht man Regina richtig an.






Montag, der 3. September


Tag 161


Wie schon weiter oben geschrieben setzen wir heute unsere Fahrt nach Süden fort und
sind wie immer gespannt was uns erwartet. Ag. Andreas heißt das angepeilte Ziel.

Mit dem Wetter gibt es keine Überraschungen, denn es ist schön wie gewohnt. Hier
auf dem Platz in Kiveri wurden sogar Dixi klosaufgestellt und so kann man seine
Bordtoilette entsorgen. Ein Wasserhahn befindet sich auch ein paar Schritte weiter
und so ist es möglich auch längere Zeit hier zu verbringen. Wir haben uns von unseren polnischen Bekannten verabschiedet, aber in der beiderseitigen Hoffnung, dass wir
uns auf einem der nächsten Plätze wiedersehen.
Uns aber zieht es weiter und wir werden später berichten.


Karte von Google Maps

Es gibt hier zwei Möglichkeiten zu stehen und wir werden uns natürlich den
besten aussuchen.

37°22'17"N  22°47'07"E 

oder

37°22'56"N  22°46'32"E


Beide Plätze waren nicht das was wir als schön empfinden und uns zum
bleiben annimierenn könnten. Trotzdem haben wir unser Womo an der kleinen
Türkenbrücke fotografiert und haben uns dann den Strand angesehen.
 (2 Bilder unten)






Auch der zweite Platz war nur ein kleiner Hafen ohne richtigen Strand.



Also fuhren wir weiter in Richtung Plaka, wo der Platz am Lakkos Beach auch nicht
unseren Gefallen fand. Hinter einer Mauer konnte das Womo stehen und zum Strand
ging es über eine Terppe.


Karte von Google Maps




Die vielen schönen Ausblicke auf der Fahrt bis hierher entschädigten uns aber.









Kurz entschloßen nahmen wir die weiteren ca. 90 Kilometer in Kauf und überquerten
den Finger durch das Parnon-Gebirge um Glifada zu erreichen. Nun sind wir im
wilden Lakonien, wo, so heißt es immer noch Wölfe hausen sollen. Eine nicht zu
unterschätzende Straße durch das Gebirge und den tiefen Schluchten die der
Dafnon in den Felsen gefressen hat und die mit vielen Serpentinen gespickt
erforderte alle Aufmerksamkeit und einiges an fahrerischem Können.









Der Ausschnitt (Bild oben) zeigt eine der schmalen Straßen die im unteren Bild in der Vergrößerung zu sehen ist.






Die Belohnung für diese ziemlich fordernde Fahrt können wir von der Anhöhe aus sehen.
Der feine Sandstrand mit dem alles beherrschenden Wrack ...






... und dem Womoplatz bei einer ausgezeichneten Taverne die heute noch einen Besuch
von uns erwarten darf.



Ein wunderbarer Sandstrand erwartete uns hier und natürlich war unser erster
Weg ins Wasser.



Karte von Google Maps

36°47'20"N  22°34'56"E 

Unter einem Schattenbaum in der Nähe der Stranddusche haben wir unseren Platz
gefunden. Im Hintergrund hinter den Dünen liegt der feine Sandstrand.





Dienstag, der 4. September

Tag 162

Wir waren in der Taverne zum Abendessen und konnten in der letzten Abendsonne das
Wrack noch einmal fotografieren.


Foto vom Smartphone HUAWEI P20 Pro


Foto vom Smartphone HUAWEI P20 Pro

Auch heute werden wir wieder weiterfahren und dabei auch diesen Finger nicht ganz
bis zum südlichen Ende befahren. Wir werden auch hier wieder abschneiden und
querfeldein nach Nea Itilo fahren. Die Hitze macht uns wieder ganz schön zu schaffen
und so wollen wir unbedingt wieder einen Platz finden wo wir direkt am Meer stehen
können, was hier in Glifadas nicht möglich ist.


Karte von Google Maps

0
7:00 Uhr. Ein starker Wind bringt unser Womo ins schauckeln und mich
dadurch zum wach werden. Und das war gut so, sonst hätte ich heutigen schönen Sonnenaufgang hier am Lakonischen Golf mit dem Wrack als spezielles Motiv
verpasst.


06:55 Uhr


07:00 Uhr


07:02 Uhr

Schon um 09:40 Uhr haben wir die Insel durchquert, müssen ca. 4 Kilometer eine kleine Teerstraße bergab fahren und sehen vor uns dann die schöne Bucht von Nea Itilo.






Schnell haben wir unseren Platz gefunden und uns ca. 3 Meter oberhalb des Ufers
eingerichtet. Über eine kleine sechsstufige Betontreppe sind wir schnell am Ufer und
damit als erstes Baden gegangen, was in der Brandung natürlich richtig Spaß macht.



Es bläst ein ordentlicher Wind der die Brandung ganz schön ans Ufer drückt.









Auch hier in Nea Itilo spült die Brandung ab und zu eine hübsche Badenixe ans Ufer.





Mittwoch, der 5. September

Tag 163

Heute soll es weiter nach Kardamili gehen, nicht jedoch zuvor den Womoplatz in
Ag. Dimitrios zu besuchen. Gestern in Nea Itilo mußten wir einen Stellungswechsel
vornehmen, weil der Wind sich zu einem ausgewachsenen Sturm entwickelt hat und
das Stehen direkt am Wasser unmöglich machte. Ein paar Meter weiter auf der
anderen Straßenseite konnten wir uns so hinstellen, dass der Wind nicht genau auf
das Womo treffen konnte.






Nur wenige ganz mutige trauten sich noch in die Brandung.



Und ein wenig später verschwindet die Sonne hinter dem Felsen.





Karte von Google Maps

Heute geht es nun in nördliche Richtung nach Kardamili, aber nicht ohne vorher noch
einen kleinen empfohlenen Womoplatz, Ag. Dimitrios anzufahren. Ca. 25 KIlometer
fahren wir nun ohne das Meer zu sehen durch eine , so scheint es, vergessene
Landschaft und werden dann Ag. Dimitrios erreichen.


36°49'03"N  22°17'36"E 

Danach werden wir unser eigentliches Tagesziel Kardamili ansteuern.

36°53'40"N  22°13'32"E 

Nach einer wunderschönen Fahrt durch die Berge, von denen aus wir des öfteren auch
in der Ferne das Meer sehen konnten, steuerten wir gegen 09:30 Uhr den Ag. Dimitrios
an. Ihn zu erreichen war aber unmöglich, denn die sowieso schon sehr enge Zufahrt war
durch Büsche und Bäume derart zugewachsen das kein durchkommen war.
Also sehr schwierig gewendet und nach Kardamili gefahren, dass wir um 10:00 Uhr
erreichten.
Hier fanden wir einen sehr schönen Platz für unser Womo. Es war zufällig der gleiche
den wir auch schon vor zwei Jahren besetzt hatten.
Auf der Fahrt hierher hatten wir auch wieder schöne Ausblicke von der Höhe auf das
Meer und die schönen Buchten.















Und hier unser Platz, den wir auch vor zwei Jahren besetzen konnten. Hier stehen zwar
immer noch "Camping verboten" Schilder aber auf Nachfrage bei der Taverne gab
man mir grünes Licht.



Die Sicht auf das Meer von unserem Platz aus. (Bild unten)






Auf jeden Fall schenkte uns auch dieser Tag wieder einen sehr schönen Sonnenuntergang.





Donnerstag, der 6. September

Tag 164

Ein weiterer Stellungswechsel liegt heute vor uns. Wir werden Kardamili verlassen
und zunächst nach Kalamata fahren. Hier ist ein Besuch bei LIDL und bei einem Friseur
vorgesehen. Danach Gas und Diesel tanken und zu dem uns noch nicht bekannten
Womoplatz Paralia Boukas Ag. Konstaninos fahren. Dieser Platz wurde uns als sehr
gut empfohlen.


Karte von Google Maps

37°00'52"N  21°59'52"E 

Ich habe heute bei Linos Travel in Igoumenitsa angerufen um zu fragen, ob wir die
Rückfahrt nach Ancona auch von Igoumenitsa statt von Patras aus machen könnten.
Der Grund? Wir werden die Runde auf Peloponnes schneller als gedacht beendet haben
und können dann schön in aller Ruhe auch noch versch. Plätze auf dem Festland in
Richtung Igoumenitsa besuchen. Evtl. auch noch die Insel Levkada die zwischen Patras
und Igoumenitsa liegt und wo wir noch nicht waren.
Die Antwort war positiv und so werden wir es dann auch machen. Zunächst aber geht
es nach dem Frühstück in Richtung Kalamata ...
Die ganze Vorausplanung nützt nichts, denn wieder mal kam alles ganz anders als
gedacht.
Bis nach Kalamata zu fahren über die Berge und durch die Schluchten, eine landschaftlich wunderbare Fahrt, ging alles glatt. An einer Tankstelle ließen wir unser Womo ordentlich reinigen. Das heißt zweimal mit Kärcher einsprühen, zweimal mit spez. Waschschaum
waschen erneut mit Kärcher rundum säubern und dann mit Lederlappen trocken
abledern. Das Fahrzeig sieht aus wie aus dem Laden. Uns das alles für 15 Euro.
Hier die Seepromenade von Kalamata. (Bild unten)



Während das Womo gepflegt wurde machten wir es uns bei einem Kaffee gemütlich.






Dann volltanken, Diesel und LPG Gas und weiter ging die Fahrt dem heutigen geplanten
Ziel entgegen. Bouka Konstantinos haben wir ncht erreichen können, weil die enge Straße schön mit unbeschnittenen Bäumen zugewachsen war.


Karte von Google Maps

36°51'46"N  21°55'19"E 

Also suchten wir uns ein neues Ziel aus und zwar Ag. Andreas. Hier gab es einen
ehemaligen, jetzt geschloßenen Campingplatz der aber offen war. Mehrere Wohnmobile,
auch zwei Deutsche, standen bereits hier und so gesellten wir uns dazu. Ein schöner Sandstrand mit Dusche wartete hier auf uns. Als erstes ging es natürlich ins Wasser,
dass auch hier so klar wie aus der Wasserleitung war.



Unser Stellplatz (oben) und unsere schöne Badewanne (unten)



Regina gefällt es hier sehr gut (also muss es mir auch gefallen) und so entscheiden wir
hier 2-3 Tage zu bleiben.




Freitag, der 7. September

Tag 165

Auf diesem schön ruhigen Platz hier in Ag. Andreas haben wir, abgesehen von nächtlichen Hundegebell, sehr gut geschlafen.Meine innere Uhr läßt mich jeden Morgen zur gleichen
Zeit wach werden und zwar komischerweise immer ein paar Minuten vor dem, wie immer, beeindruckenden Sonnenaufgang.







Auf dem Gelände sind immer noch die zerstörten Reste des ehemaligen Campingplatzes
zu sehen. (Zwei kleine Bilder unten)


  

Ich werde später einen Spaziergang zum angrenzenden Hafen und in den Ort
unternehmen.
09:30 Uhr, gut gefrühstückt und auf geht es auf eine kleine Erkundungsrunde. Zunächst
herrunter vom Gelände sehe ich den Eingang zumehemaligen Campingplatz. Eine schöne Eukalyptusallee führt zu dem Teil, im Hintergrund, wo die Womos stehen.



Direkt vor dem Eingang befindet sich ein Parkplatz mit dem angrenzenden Hafen.






Eine üppige Vegetation, unter anderem die Bananenstauden, ist hier überall zu sehen.






Fast jedes Haus beherbergt auch eine urige Taverne oder ein Restaurant. Man weiß
am Ende garnicht wo man sich zum Essen niederlassen möchte. Auf jeden Fall haben wir
hier wieder einmal ein kleines Paradies gefunden und werden, so Gott und die Polizei
will, einige Tage hier verbringen. Und noch ein kleines Schmankerl, hier gibt es ein frei
zugängliches WLAN Netz und mit meiner spez. Außenantenne habe ich ziemlich
schnelles Internet.








Sonnabend, der 8. September

Tag 166

Die schönen Tage hier am Ag. Andreas vergehen wie im Fluge und schon wieder steht
ein Wochenende vor der Tür das wir noch hier verbringen werden. Es stehen noch zwei
deutsche Womos hier und so haben wir ab und zu Unterhaltung.
Was uns in diesem Jahr besonders auffällt ist folgendes. Wir haben ja, wie in jedem Jahr,
auch diesmal wieder 40 Kilo Hundefutter für die vielen freilaufenden Hunde
mitgebracht.
Wir haben bisher aber noch keinen dieser Hunde gesehen. Das ist sehr merkwürdig,
denn in all den vergangenen Jahren, auf jedem Platz auf dem wir waren, immer mehrere
Hunde waren die wir mit Futter verwöhnen konnten. Aus einem Gespräch mit einem
Griechen konnte ich so in etwa heraushören, dass es eine landesweite Aktion, wie
immer die auch ausgesehen haben mag, stattgefunden hat.
Diese Aktion muss so radikal gewesen sein, denn auf den vielen Plätzen auf denen wir
bisher in diesem Jahr waren, keinen Hund angetroffen zu haben ist für Griechenland nicht normal. Vielleicht komme ich ja noch dahinter, wie die Dinge in Wirklichkeit
abgelaufen sind bzw. welches Drama dahinter steckt ...
In den frühen Morgenstunden macht eine Jungfrau ? ihre Joga Übungen am Strand.

  

  

Im Laufe dieses Vormittags haben wir beschlossen unsere Fahrt Morgen fortzusetzen.
Wir haben uns mehrere in Frage kommende Plätze ausgesucht und werden sie der Reihe
nach, in Richtung Westen bzw. ab Pylos nach Norden hin, aufsuchen. Man sagte uns,
dass es in Pylos im Hafen nicht mehr möglich ist zu Übernachten, aber den Sprüchen,
an denen meistens nichts dran ist glauben wir sowieso nicht sondern werden selbst
unsere Erfahrung machen. Wir haben ja, sollte es tatsächlich so sein, gut vorgesorgt
und uns ab Pylos Ausweichplätze wie Agrilos/Hafen. Kalo Nero oder auch Elea
ausgesucht. Dort, wo es uns auf Anhieb gefällt, bleiben wir einige Zeit ansonsten
gehts weiter denn Auswahl gibt es genug.


Karte von Google Maps


Sonntag, der 9. September

Tag 167

Wir werden zunächst die ca. 35 Kilometer nach Pylos, quer über den linken Finger in
Angriff nehmen und ausloten wie sich die Situation dort darstellt. Zum Abschied von
Ag. Andreas schenkt uns der Himmel noch einen schönen Sonnenaufgang. Die vor
Anker liegende Segelyacht wertet dieses Motiv noch besonders auf.



Es ist jetzt 13:40 Uhr und wir haben Kalo Nero erreicht. Wie gut, dass ich
vorausschauend unsere heutigen Ziele ausgesucht habe. In Pylos hätten wir am Hafen
stehen können, denn ein Womo aus Deutschland erzählte uns das die Polizei zwar
Streife fährt, aber jetzt nach der Hauptsaison keien von hier verjagen würde. Aber wir
wollen ja ans Meer und so fuhren wir weiter nach Agrili.
 Hier gab es nur an der Windmühlentaverne einen felsigen Strand mit einer starken
Brandung, was uns auch nicht besonders geliel. Also, ab nach Kalo Nero. Wir waren
überrascht, dass hier so viele Wohnmobile standen. Wir haben praktisch den
sprichwörtlich letzten Platz bekommen.
Zu unserer Überraschung haben wir hier "unsere" Polen aus Kiveri, Richard und Grzyna
wieder getroffen und nach einer herzlichen Begrüßung richteten wir uns hier ein.



Von der Anhöhe aus ein Blick auf die Bucht von Pylos (Bild oben) und vom Hafen aus
ein Blick in die Stadt. (Bild nten)



Der felsige Strand von Agrili gefiel uns so garnicht. (Zwei Bilder unten)






Wir fuhren dann weiter nach Kalo Nero nicht ohne vorher einen Blick auf das nahe gelegene Märchenschloß zu werfen.







Als wir vor zwei Jahren hier waren sah das Märchenscgloß ziemlich vergammelt aus.
Jetzt erstrahlt es in neuem Glanz.



In Kalo Nero war viel Betrieb, aber wir fanden einen schönen Schattenplatz oberhalb des Strandes. (Vier Bilder unten)

37°17'52"N  21°22'41"E 













Und am Abend erleben wir hier in Kalo Nero wieder ein wunderbaren Sonnenuntergang.
Ich weiß, die Sonnenbilder nerven langsam, aber ich kann nicht anders und muss sie
immer wieder fotografieren.











Montag, der 10. September

Tag 168

Das Wochenende haben wir nun auch schon wieder hinter uns gelassen und mit einem
guten griechischen Essen in einer der Tavernen von Kalo Nero beendet.




Eine besondere Situation haben wir hier gestern Abend noch erlebt. Einige junge Leute
einer Naturschutz Organisation markierten am Strand die Stellen wo Wasserschidkröten
ihrer Eier vergraben hatten. Heute Nacht und in den folgenden Nächten werden hunderte,
 ja tausende junger Schildkröten aus den Eiern schlüpfen, die durch die warme
Sonne ausgebrütet wurden und versuchen, instinktiv das rettende Wasser zu
erreichen. Nur ein geringer Prozentsatz wird eine Chance haben letztendlich zu
überleben, denn die Fressfeinde lauern bei diesem Überangebot überall.




  









Dienstag, der 11. September


Tag 169

Es wird wieder ein Badetag vom feinsten. Die ganz große Hitze scheint nun vorbei zu
sein und der Himmel ist leicht mit Schleierwolken bedeckt. Eine milchige Sonne ist
gerade aufgegangen und wird aber die leichten Schleierwolken schnell vertreiben.



Wir werden den letzten Tag hier in Kalo Nero noch genießen bevor unsere Reise morgen
wieder weiter geht. Wir wollen ein paar Tage mit unseren polnischen Bekannten
zusammen fahren, denn die beiden haben in etwa das gleiche Ziel und wir kommen
auch sonst gut zurecht, da auch auf Grund meiner polnischen Sprachkenntnisse
die Verständigung sehr gut ist.


Grazyna und Richard

Heute bekamen wir eine Email von einem Ehepaar, dass wir an der Mosel in
diesem Jahr kennen gelernt hatten. Sie sind so begeistert von den schönen Stränden
hier in Griechenland die sie durch meine Fotos gesehen haben, dass sie spontan auch
eine Fährpassage noch im September hierher gebucht haben. Es ist durchaus
möglich, dass wir uns auf einem der Plätze zwischen Patras und Igoumenitsa, die
wir noch anfahren werden, treffen. Uns würde es freuen.

Wir haben schon des Öfteren davon erfahren, dass sich Leute auf Grund
unseres Reisetagebuches entschlossen haben ebenfalls nach Griechenland zu kommen.
So langsam müsste ich von den Fährgesellschaften mal eine Provision erhalten ...


Mittwoch, der 12. September


Tag 170

Wie angekündigt geht es heute weiter und zwar zum Skafidia Beach. Aber erst einmal
geht es durch Pirgos, denn da wartet ein LIDL auf uns. Sollte es uns am Skafidia Beach
nicht gefallen haben wir uns Kylini ausgesucht.


Karte von Google Maps

Um 12:30 Uhr haben wir den Strand von Kylini erreicht, aber nicht ohne vorher den
Besuch bei LIDL und beim Herrenfriseur zu vergessen. Skafidia hat uns
so garnicht gefallen, genau wie vor zwei Jahren. Denn als wir dort ankamen wurde mir
klar, schon einmal dort gewesen und auch wieder weggefahren zu sein.
Am Kylini Beach ging es erst einmal in die Taverne zum Essen. Der Eingang zur Taverne
wird von einem hölzernen Fabelwesen bewacht und ein Dach spendet beim Essen
 schönen Schatten.






Wir stehen ca.3 Meter über dem Meer auf einer Klippe und haben den unendlichen feinen Sandstrand und das blaue Meer immer in Sicht. (Vier Bilder unten)












Hier an der Westküste bin ich am Abend wieder auf meine Kosten gekommen. Mit einem
sehr schönen Sonnenuntergang beschließen wir diesen Tag.







Donnerstag, der 13. September

Tag 171

Die folgenden Bilder von gestern Abend, nachdem die Sonne unter gegangen war möchte
ich hier noch nachtragen.









Heute Nacht hat es zum ersten Mal seit dem wir in Griechenland sind, für ca. 10 Minuten geregnet. Ich habe meinen Ohren nicht getraut, als ich durch das Geräusch des Regens
auf dem Womodach wach geworden bin. Heute Morgen ist davon nichts mehr zu merken,
denn die Sonne ist wie immer am strahlend blauen Himmel aufgegangen und der
nächtliche Spuk ist schon wieder vergessen.
Die Polizei fuhr gestern Abend hier noch Streife und nach wenigen Minuten verschwanden
sie wieder kommentarlos.
Heute erwarten wir unsere polnischen Freunde, die ja gestern noch nach Elea für eine
Nacht wollten. Das andere polnische Ehepaar, die wir in Ag. Andreas kennen gelernt
hatten sind auch schon vor uns hier angekommen. Inzwischen stehen hier mindestens
15 Wohnmobile und damit ist die erste Reihe auf der Klippe besetzt.
Ach ja, ganz wichtig! Nach all dem griechischen Essen der letzten Wochen, sei es
Tsatsiki, griech. Salat, Lammbouletten, Feta-Tomatenauflauf, Gyros usw. macht Regina
heute mal eines meiner Lieblingsessen. Original deutsche Küche und zwar
Königsberger Klopse mit pikanter Kapernsoße und Kartoffeln.
Hmmm, wenn ich daran denke, läuft mir jetzt schon das Wasser im Munde
zusammen ...
Morgentliche Ruhe am Strand und ein schöner Blick von "unserer" Klippe auf das
Ionische Meer.



Den ganzen Tag über sehen wir die Fähren der Levante Reederei vom Kyllini Port zur
Insel Zakynthos im Pendelverkehr fahren.



  



  



Freitag, der 14. September

Tag 172

Heute geht es weiter, zunächst nur 10 Kilometer zum Hafen von Kylini. Dort soll
ja im Fährhafen reges Leben und Treiben herrschen, aber ganz in der Nähe soll es auch
schöne Strandabschnitte geben. Wir werden und das ansehen und dann entscheiden ob
wir dort bleiben oder weiter nach Norden z.B. nach Okeanis fahren.
Gestern Abend hat uns noch ein wunderschöner Sonnenuntergang den Abschied von
Kylini schwer gemacht.








Karte von Google Maps

Wir haben im Hafen von Kylini Wasser gebunkert und sind dann weiter zu dem
Stellplatz Okeanis gefahren.






 Hat uns nicht gefallen darum ging es weiter zum einem kleinen
Badeplatz Paralia, der aber auch keinen Platz bot. Langsam hatte ich die Nase voll
und fuhr nach Kalogria. Dort ebenfalls nicht besonders schön. Also weiter nach
Kato Achaia, praktisch dem letzten Platz vor Patras. Aber auch hier alles schon
geschlossen und schmutzig. Schmutzig ist gar kein Ausdruck, denn der ganze
kilometerlange Strand war eine einzige Mülldeponie. Wir sind ja diesbezüglich von
Griechenland allerhand gewöhnt, aber das hier ist der absolute Höhepunkt. Ich kann
nur sagen "Pfui Teufel".





Eine kilometerlange Mülldeponie, hunderte Plastikflaschen und ebensoviele Blechdosen,
Pappe- und Papierreste, Bauschutt usw. am gesammten Strand zeigt mal wieder
das griechische Umweltverständnis.



Wir machten aber hier eine Pause um Mittag zu essen.
Danach werden wir zu dem uns schon bekannten Platz in Kat Vasiliki fahren. Das heißt
wir müssen in Patras über die Brücke fahren und dann ist es der erste Ort, wenn man
nach links in Richtung Igoumenitsa fährt.



Karte von Google Maps

Wir haben die Brücke in Patras gegen 14:30 Uhr erreicht und sind um 15:10 Uhr nach
heute insgesamt 188 Kilometer in Kato Vasiliki gewesen, wo wir unseren Platz vom
vorigen Jahr in dem kleinen Fischereihafen eingenommen haben.










Bei genauem hinsehen sieht man im oberen Bild im Hintergrund die Brücke von Patras
und im unteren Bild die Stadt Patras hier am Beginn des Golfs von Korinth. Nun hat sich
der Kreis, nach der Umrundung des Peloponnes, wieder geschlossen.






Am späten Nachmittag bekamen wir Besuch. Ein Bekannter aus dem Internet, ein
erfahrener Griechenlandfahrer, mit dem ich schon seit Jahren Email Kontakt habe, traf
hier in Kato Vasiliki mit seiner Frau ein. Die beiden sind mit ihrem Wohnmobil auf dem
Weg auf die Halbinsel Pilion.



Nach dem Sonnenuntergang gelangen mir noch die beiden folgenden Bilder.






Von hier ab geht es weiter im Teil 8.
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