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Vorwort


Montag, der 26. März 2018. Wie im Fluge sind die 5 Wintermonate und damit die Zeit
des Wartens auf die neue Reise vorbei und die Vorbereitungen für diese Reise
(siehe Teil 1 des Reisetagebuches) sind abgeschlossen. Mein gesundheitlicher Zustand
hatte während des Winters einen einen Rückschlag erhalten, aber das Problem habe ich
in den Griff bekommen und so können wir uns auf den Weg machen um neue Eindrücke, Erlebnisse und Abenteuer zu erleben. Die unerwartete Krankheit, die ich inzwischen
weitgehend überwunden habe konnte mich nicht ausbremsen,aber es bleibt naturbedingt
immer weniger Zeit um Träume zu verwirklichen ... Dennoch werden wir laut
unserer momentanen Planung wieder 7 Monate unterwegs sein, wobei einer
der Höhepunkte der Reise der ab 17. August gut zwei Monate dauernde Aufenthalt in
Griechenland mit dem Hauptziel Peloponnes und die Fährpassage von Ancona nach
Patras und zurück sein wird.
In diesem Jahr haben wir wieder "Camping all Inclusive" mit der Minuan Lines gebucht.
Das bedeutet, dass wir eine Kabine haben und das Womo unter Deck mit Stromanschluß
steht. Nach der Rückkehr aus Griechenland wird es in kleinen Etappen Richtung Heimat
gehen und denken das wir Ende Oktober wieder wohlbehalten zu Hause sein werden.
Auf jeden Fall bleiben wir bei unserem Motto:

Schlafen, wenn man müde ist.
Bleiben, wo es schön ist.
Weiterziehen, wenn es Zeit ist.


Unsere Ausweise, Wagenpapiere, genügend Bargeld, Medikamente und die Tickets für die
Fähre sind dabei. Haus und Hof werden, wie immer, während unserer Abwesenheit gut
versorgt und in Stand gehalten. Unser Wohnmobil haben wir bestmöglich auf die Reise vorbereitet. Wir würden uns freuen, wenn wieder viele von Euch, so wie in den
vergangenen Jahren, unseren Weg verfolgen und öfter mal in dieses, unser Reisetagebuch schauen würden. Mein Fotoequipment ist wie im vorigen Jahr wieder meine CANON 60 D
mit dem "Immerdrauf" Objektiv 18-270mm von Tamron und meine kleine
"Hendtaschenknipse" von Medion.
Alle gelb eingefärbten Textstellen in unserem Reisetagebuch beinhalten weiterführende
Links und alle türkis eingefärbten Textstellen beinhalten detailierte Informationen
zu Stellplätzen usw. Wir haben uns vorgenommen, so wie bei der Reise 2017, so
interessant und zeitnah wie möglich in Wort und Bild zu berichten. Wir werden fast
täglich, aber bestimmt 3-4 mal die Woche, sofern wir Internetzugang bekommen unser
Reisetagebuch aktualisieren. Während der gesammten Reise sind wir unter der
Telefonnummer 0176 60270620 oder per Email:
jonnymail@t-online.de zu erreichen.
Also, mit dem Anfangskilometerstand von 54499 geht es auf die erste Etappe.



Teil 2

Von Mecklenburg-Vorpommern über Hessen nach
Ostfriesland

Dienstag, der 27. März

Tag 1

Es ist kurz vor  07:00 Uhr. Unser "Jonnymobil" ist fertig gepackt und steht in den
Startlöchern. Sicher werden sich einige fragen warum wir, um nach Ostfriesland zu
kommen, von der Ostsee über Hessen dorthin fahren. Das ist kein Geheimnis, denn
wir werden das Osterfest mit Freunden und Bekannten in Wolfhagen verbringen und kurz
nach Ostern, am 5. April, haben wir bei der Firma Knocks-Motors, unweit von Wolfhagen,
einen Termin wo uns auf Kullanz die beiden Dachleisten ausgetauscht werden.
Erst danach geht es dann Weserabwärts in Richtung Bremen und weiter nach
Ostfriesland.

Heute wollen wir zunächst zu einer Zwischenübernachtung bis nach Königslutter am Elm
fahren. Wir werden weitgehend die Autobahn vermeiden um durch die schönen
Landschaften, unter anderem durch die Müritzer Seeplatte zu fahren.


Karte von Google Maps

Entgegen unserem eigentlichen Plan haben wir auf Grund des schlechten Wetters doch die Autobahn genommen und sind über Neubrandenburg, Prenzlau, Berlin, Magdeburg und
Helmstedt um 14:45 Uhr, grade richtig zu "Sturm der Liebe", in Königslutter angekommen.
Ein sehr schöner sauberer Stellplatz mit allen nötigen Einrichtungen und  Zentrumsnah
gelegen erwartete uns hier.

Stellplatz Königslutter:
Gebühr: Gratis, Strom: 8 Stunden, Wasser: 5 Minuten, Entsorgung je 1 Euro

52°14'59.47"N  10°49'13.30"E







Mein erster Weg ging zur nahe gelegenen Bäckerei und zur Feier des Tages gab es
zwei schöne große Stücke Erdbeertorte mit Schlagsahne.




Ich habe festgestellt, dass es hier ganz in der Nähe, fußäufig zu erreichen, eine Pizzeria,
einen Griechen und ein jugoslawisches Restaurant gibt. Am Abend
werden wir also dem
Jugoslawen einen Besuch abstatten und mit einem guten Essen den Tag beschließen.
Hier in Königslutter gibt es tatsächlich jede Menge internationale Restaurants und alle
liegen in sichtweite zueinander. Im Dalmatia haben wir vorzüglich gespeist.


 



Man beachte den roten Pfeil. Er zeigt auf den "Julischka" eine dalmatinische Spezialität, die man zum Essen dazu bekommt. Das ist ein Gemisch aus Slibowic und Birnenlikör.


 

Geradeüber vom Dalmatia befindet sich links eine Pizzeria und rechts ein Grieche...
ein paar Schritte daneben ist auch noch ein Türke. Was will man mehr? Wie gut das
wir morgen weiterfahren
sonst würde der Aufenthakt hier noch in Völlerei ausarten.




Mittwoch, der 28. März

Tag 2

Nach einem erhohlsamen Schlaf machen wir uns in aller Frühe auf die Socken um die
gut 200 Kilometer nach Wolfhagen abzureißen. Wir werden auch wieder die
Autobahn benutzen um schnell unseren reservierten Platz zu erreichen. Uns ist
wieder aufgefallen das wir im Wohnmobil viel besser Schlafen als zu Hause. Vielleicht
lag es auch an den beiden Julischka ?


Karte von Google Maps


Stellplatz Wolfhagen:
Gebühr: 5 Euro, Wasser: 80 Liter 1 Euro, Strom: 8 Stunden 1 Euro, Entsorgung und
WLAN gratis, Brötchenservice.

51°19'45.87"N  9°10'13.97"E

Auf der Autobahn war schon ganz schön Betrieb. Die Osterferien machen sich bemerkbar,
aber wir hatten Glück und sind einigermaßen zügig durchgekommen. Um 11:20 Uhr
nach 216 Kilometer haben wir den Stellplatz in Wolfhagen erreicht und unseren
reservierten Platz bezogen.










Hier in Wolfhagen werden wir, wie schon gesagt, über Ostern bleiben und dann
am 5. April unseren Termin bei Knocks wahrnehmen. Der beliebte Stellplatz bietet
fußläufig mehrere Supermärkte und von Montags bis Freitags kommt der Bäcker jeden
Morgen auf den Platz. Das Wetter ist bedeckt, aber schon wesentlich wärmer als bei uns
im Norden.
Als erstes habe ich mal schnell das Womo  äußerlich vom Schmutz der Fahrt befreit und
in den nächsten Tagen ist dann eine ausführliche Reinigung vorgesehen.

Donnerstag, der 29. März

Tag 3

Es ist 07:20 Uhr und ein blick aus dem Fenster zeigt uns einen bedeckten Himmel.
Wir sind gestern Abend schon um 21:00 Uhr in die Koje gekrochen und haben wieder
richtig gut geschlafen. Der Wetterbericht, den ich gerade höre, ist auch nicht gerade
prickelnd, aber das macht uns nichts aus, denn wir wollten es ja nicht anders ...
Wir werden sehen was sich heute hier so ereignet und werden später weiter berichten.
Jetzt um 13:00 Uhr stehen wir jier im strahlenden Sonnenschein, haben gut zu
Mittag gegessen und nun werde ich einige Fotos zur Information machen.



Direkt am Platz befindet sich eine umgebaute Telefonzelle die nun als Infostand genutzt
wird. Hier kann man unter anderem auch Bücher tauschen.



Über den kleinen Bachlauf am Rande des Platzes kann man über die Steine auf die andere
Seite gelangen und damit in ein paar Schritten ALDI erreichen, das schon in Sichtweite
(links im Bild) zu sehen ist.



Am Teich, der ebenfalls hier am Stellplatz liegt, kann man schon das erste zarte Grün
erkennen.



Die Grillhütte ist auch ein Teil des Stellplatzes. Es sind doch ein paar Wohnmobile
gekommen und wenn das Wetter so bleibt wie es auf dem Bild zu sehen ist, werden sich
über Ostern noch einige weitere hier einfinden.

Freitag, der 30. März  (Karfreitag)

Tag 4

Es ist 07:00 Uhr. Der Himmel ist im Moment noch bedeckt aber laut Wetterbericht soll
es ein sonniger Tag zu werden
.
Der weiße Tau auf den Wiesen zeugt davon, dass in der Nacht noch
ordentlich Minustemperaturen geherrscht haben, aber die Wettervoraussage bei
Wetter Online zeigt uns, dass das Wetter ab kommenden Dienstag nun wirklich
wärmer werden soll.
Es soll Nachts schon bis zu plus 5° und tagsüber bis plus 14° Celsius werden.
 Der Stellplatz hat sich gestern doch noch ganz schön gefüllt und ich denke das heute
auch noch einige kommen werden, um das Osterfest hier zu verbringen. Wir hoffen, dass
sich einige von unseren Bekannten, die seit Jahren zu Ostern hierher kommen, noch
einfinden werden. Wir werden den Feiertag in aller Ruhe begehen und uns von den
Dingen die da kommen werden überraschen lassen.





Blauer Himmel mit Sonnenschein, aber immer noch kalt, nur 4° plus. (2 Bilder oben)

Sonnabend, der 31. März

Tag 5

So, diesen Monat haben wir fast geschafft. Durch das Warten auf den Beginn unserer
Reise hatte er sich gefühlsmäßig sehr lange hingezogen. Nun schauen wir, auch was
das Wetter anbelangt, optimistisch nach vorne. Die Sonne hat uns wieder verlassen und
der Himmel ist jetzt um 07:35 Uhr eher bedeckt und trübe, aber wir haben auf jeden Fall
keine Minustemperaturen mehr. Inzwischen stehen hier ca. 25 Wohnmobile und darunter
sind gestern auch einige Bakannte, die wir schon seit Jahren kennen, gekommen
um ebenfalls über Ostern hier zu bleiben.

Allen unseren Freunden und Bekannten wünschen wir, wo immer ihr Euch herumtreibt,
ein schönes
Osterfest



Bevor zu den Osterfeiertagen das große "Fressen" mit Rindsrouladen mit Rotkohl und
Kartoffeln und Putensteak mit Zwieber/Pilzsoße beginnt, begnügen wir uns heute
mit einem ganz bescheiden, vorösterlichem Essen. Es gibt Spaghetti und selbstgemachter Tomatensoße a la Jonny.
Hmmmm, wie lecker ...




Sonntag, der 1. April (Ostersonntag)

Tag 6

Ein sehr unfreundlicher Morgen bietet sich heute um 07:30 Uhr hier in Wolfhagen.
Tiefhängende Wolken aus dehnen immer wieder mal ein Schauer fällt verwandelt die
Landschaft in eine düstere Umgebung. An liebsten würde man mal wieder in der Koje
bleiben und den Tag einfach ignorieren. Das geht aber nicht, denn um 10:00 Uhr kommt
unser Freund Heinz Zapf, der diesen Stellplatz betreut, mit Frau und Tochter und einem
Körbchen voller bunter Ostereier um den anwsenden Wohnmobilisten ein schönes
Osterfest zu wünschen. Dieses Ritual ist hier schon seit Jahren gang und gebe und
ist inzwischen zu einer guten Tradition geworden.
Vielen Dank dafür lieber Heinz!









Kurz nachdem Eier verteilen schlug das Wetter schlagartig um. Um 11:15 Uhr fing es
zunächst an zu regnen und gleich darauf fielen dicke Schneeflocken vom Himmel.
Wie gut, dass wir schön trocken im warmen sitzen.

 


 


Montag, der 2. April (Ostermontag)

Tag 7

Habt Ihr gestern in der Tagesschau auch die Winterbilder aus Mecklenburg-Vorpommern
im Fernsehen gesehen
? Ist ja kaum zu glauben! Wir haben also alles richtig gemacht
und sind beizeiten aus dem Norden geflohen.



Hier in Wolfhagen zeigt sich heute um 07:20 Uhr ein heller freundlicher Morgen. Auch die Wettervoraussagen für die nächsten Tage lassen nun endlich auf echten Frühling hoffen
und Bilder wie diese (oben) vergessen. Übrigens der Spuk mit dem Schneefall gestern war
nur von kurzer Dauer und am Nachmittag konnte man schon fast wieder draussen in der
ab und zu scheinenden Sonne sitzen.

Ein keiner Oszterspaziergang um den nahe gelegenen Teich zeigt nun deutlich an, dass der
Frühling in der Luft liegt.




 


 




Vom Teich aus kann man den Stellplatz mit der Grillhütte sehen.



Dienstag, der 3. April

Tag 8

Es ist tatsächlich in der Nacht wesentlich wärmer als in den vergangenen Nächten
gewesenund der morgentliche Himmel verspricht jetzt um 08:10 Uhr einen freundlichen
Tag.

Nun ist nach den Osterfeiertagen der Alltag wieder eingetroffen und das normale Leben
geht weiter. Die Geschäfte sind wieder geöffnet und man kann schön Shoppen gehen.
Gerade war das Bäckerauto auf dem Platz und nun gibt es zum Frühstück frische Brötchen
und am Nachmittag ein schönes Stück Kuchen.

Erst in Gang zu Aldi und den Proviant aufgefrischt und danach um 10:45 Uhr sitzen
wir gemütlich bei blauem Himmel in der Sonne und lassen es uns gut gehen.
Leute und nun nicht neidisch werden!


 
Mittwoch, der 4. April

Tag 9

Und wieder zeigt sich der Tag in hellem freundlichem Licht. Es scheint jetzt um 08:00 Uhr
 so, als wenn sich auch dieser Tag wieder zu den besseren entwickelt. Pünktlich erscheint
auch das Bäckerauto so das unser Frühstück gesichert ist. Morgen früh wird es etwas anders aussehen, denn dann sind wir um diese Zeit schon auf dem Weg zur Werkstatt um unsere Dachleisten austauschen zu lassen. Ich hatte ja darüber berichtet, dass die Dachleisten
einige Haarrisse aufweisen würden und das diese Arbeit auf Kullanz ausgeführt wird.
Das nehmen wir natürlich wahr.



Jeden Morgen, von Montags bis Freitags erscheint das Bäckerauto.


Donnerstag, der 5. April

Tag 10

Heute verlassen wir den schönen Stellplatz in Wolfhagen und mit einem letzten Blick auf
den Stellplatz und die Altstadt machen wir uns zunächst auf den Weg nach Diemelstadt
zur Firma Knocks-Motors.




Hier bei Knocks-Motors in Diemelstadt bekommen wir unsere Dachleisten auf Kullanz
erneuert.
Nach Beendigung der Arbeit wollen wir weiter nach Büren fahren wo uns ein Stellplatz
erwartet, den wir uns aus dem Bordatlas heraus gesucht haben.



Karte von Google Maps

Stellplatz Büren: Gratis, Wasser: 10 Minuten 1 Euro, Strom: 8 Stunden 1 Euro,
Münzen an der Tankstelle besorgen.