Teil 3  Seite 1



Dieser 3. Teil des Reisetagebuchs dokumentiert auf 2 Seiten ab Sonntag, den 24. April 2016 die Schiffspassage von Venedig nach Igoumenitsa und unseren zweimonatigen Aufenthalt in Griechenland, sowie die Rückfahrt nach Venedig.

Zurück zur Startseite



Sonntag, der 24. April
38. Tag


Es ist 6:20 Uhr. Die ganze Nacht hat es in Strömen geregnet. Ein schnelles Frühstück und dann geht es die 23 Kilometer zum "Check In" nach Fusina, wo wir im ANEK Büro unsere Tickets für die Überfahrt abholen müssen. Laut unseren Reisepapieren sollen wir uns
2 bis 3 Stunden vor Abfahrt des Schiffes dort gemeldet haben.

Natürlich waren wir pünktlich im Hafen und nach dem Einchecken warteten wir auf die Einschiffung. Jede Menge Wohnmobile, PKWs und LKWs wollten auf das Schiff.



Wir bekamen unsere Papiere und die Plakate des Zielhafens, die gut sichtbar an der Windschutzscheibe angebracht wurden.



Regen, Regen und nochmals Regen während der Einschiffung.



Die riesigen Mäuler des Schiffs verschluckten ein Fahrzeug nach dem anderen. Unglaublich, dass hunderte von Fahrzeugen und tausende von Menschen auf diesem Schiff transportiert werden können.



Wir hatten ja "Camping on Board" gebucht und hatten das Glück einen sehr guten Platz an Deck zu ergattern. Wir standen gut geschützt vom starken Seitenwind, konnten aber dennoch gut aus den Lucken heraus schauen. Starker Wind und dadurch auch ganz schön hohe Wellen schüttelten uns ganz ordentlich durch...






Auch Theo wurde von einem sehr hektisch reagierenden Einweiser an seinen Platz gelotst.



Mit 90 Minuten Verspätung ging es dann endlich los und bei einer ersten Schiffsbesichtigung studierten Theo und Janni erstmal das Speiseangebot.
Mit Betreten des Schiffs waren wir auf griechischem Boden und es galt ab sofort die griechische Zeit, also die Uhren eine Stunde vorstellen. Meine Zeitangaben in diesem Bericht sind also demzufolge alles griechische Zeiten, solange, bis wir in zwei Monaten wieder zurück in Venedig sein werden.



Wir werden die Adria in südlicher Richtung befahren, dass heißt, dass wir an der Backbordseite (links) die Länder Slowenien, Kroatien, Bosnien Herzegowina, Montenegro und Albanien und an der Steuerbordseite (rechts) Italien passieren. Kurz nach passieren der Insel Corfu werden wir im griechischen Igoumenitsa einlaufen.
Die ersten zwei Stunden der Reise war das Wasser noch verhältnismäßig ruhig, aber dann draussen in der freien Adria ging es ganz ordentlich zur Sache. Einige der Passagiere wechselten ziemlich schnell die Gesichtsfarbe....






Regina unbd ich ließen es uns trotz starkem Wellengang auf dem Achterdeck recht gut schmecken.



Das offene Deck war die ganze Nacht über beleuchtet und so konnte ich am Abend während der blauen Stunde das folgende Foto aus dem Womo heraus machen.



Montag, der 25. April
39. Tag

06:25 Uhr. Ich bin schon wach, muss aber sagen, dass ich während dieser "Schaukelfahrt" doch sehr gut geschlafen habe. Regina liegt noch in der Koje und so kann ich in Ruhe meine Arbeit hier am Laptop fertig machen.
Die ANEK-Reederei bietet hier an Bord auch gegen die Zahlung von 3.- € für 2 Stunden WLAN an und so kann ich auf dem Schiff noch meinen Bericht aktualisieren.
Ein Blick nach draussen zeigt mir ein hübsches Grau in allen Schattierungen. Von blauem Himmel oder blauer Adria ist nicht einmal ansatzweise etwas zu sehen.
Naja, wir sind gespannt was der heutige erste Tag in Griechenland uns noch bringen wird. Wir werden lt. Plan am frühen Nachmittag in Igoumenitsa anlanden. Mal sehen ob wir die Verspätung aufholen konnten....
08:10 Uhr. Nach einem guten Frühstück mit Schinken und Ei sieht die Welt schon wieder etwas bunter aus und ein weiterer Blick nach draussen läßt uns fast vom Glauben abfallen.
Es sieht so aus, als wenn der Wettergott ein Einsehen mit uns hat und uns für die vergangenen Tage entschädigen will. Wir hoffen, dass das Wetter nun auch wirklich "griechisch" wird und bleibt und uns, unter anderem, noch tolle Fotos gelingen werden.


Seit Tagen der erste Sonnenstrahl

Gegen 09:00 Uhr bewölkte es sich doch wieder. Aber es waren nicht, so wie gestern, die schwarzen Regenwolken, sondern helle freundliche Schäfchenwolken.



Wenig später konnten wir Land entdecken und vermuten, dass es von der Uhrzeit aus gesehen, die Nordspitze von Albanien sein müßte.



Wenig später fahren wir dicht "unter Land" entlang der albanischen Küste. Hier sind wir ja im vorigen Jahr auf dem Rückweg von Griechenland auf dem Landweg unterwegs gewesen und haben die oft fast unberührte albanische Landschaft genossen.






Und nun, nachdem die Sonne wieder scheint, wird die Adria wirklich blau....






Diese kleine Insel mit dem Leuchtturm, die wir Backbord liegen lassen, markiert die Seegrenze zwischen Albanien und Griechenland



Gegen 14:00 Uhr haben wir den Hafen von Igoumenitsa erreicht und begeben uns zu dem uns schon bekannten Drepano Beach.
Das Bild oben zeigt die Anfahrt nach Igoumenitsa.



Wir haben uns für die nächsten Tage am Drepano Beach eingerichtet.

 


Am Strand blühen schon die kleinen Blumen







Am Abend sehen wir durch unser kleines Couchfenster das dunkle Wolken aufziehen und fernes grollen kündigt ein Gewitter an.

Dienstag, der 26. April
40. Tag

Hilfe wir saufen ab !
Es hat wieder die ganze Nacht geschüttet wie aus Eimern und ein fast zweistündiges starkes Gewitter verbunden mit orkanartigem Sturm hielt uns noch lange bis nach Mitternacht wach. Es trommelte so stark aufs Dach, dass wir schon Angst bekammen unsere neue HEKI hält das nicht aus.
Jetzt am frühen Morgen um 6:30 Uhr zeigen uns die folgenden Bilder welche Ausmaße das nächtliche Unwetter nach sich gezogen hat.









Mit hochgekrempelten Hosen und Gummischuhen habe ich diese Blitzlichtaufnahmen gemacht.

Aber, von solchen unvorhergesehenen Wetterkapriolen lassen wir uns natürlich nicht sonderlich beeindrucken. Unser Optimismus und die Hoffnung auf Wetterbesserung ist stärker als derartige Naturereignisse.
Auf dieser Reise haben wir bisher Starkregen, Gewitter, Schneefälle und viele Stürme erlebt. Nun aber sind wir endlich auch mal dran für längere Zeit sommerliche Sonnentage
geniessen zu dürfen.

Gegen 10:00 Uhr beschließen wir den nassen Drepano Beach zu verlassen und wollen nach Sagiada fahren, dass unweit der albanischen Grenze liegt. Sagiada ist praktisch der letzte griechische Ort vor der Grenze.
Die folgenden Bilder sind auf der Fahrt dorthin entstanden.



Wir wollen den dunklen Wolken entkommen


Ein Blick zurück auf Igoumenitsa


Das kann einem hinter jeder Kurve entgegenkommen


Diese wenig vertrauenserweckende Brücke überqueren wir mit einem mulmigen Gefühl


Die Fahrt durch die Berge war sehr schön und unten im Tal erwarteten uns riesige Zitronen- und Orangenplantagen


Im kleinen Hafen von Sagida machen wir eine Pause und Theo nutzt die Gelegenheit zum Wasser bunkern...


... während Regina etwas relaxt.


Nun haben wir die einsame, schöne Bucht von Sagidia erreicht und es sieht so aus als wenn das Wetter hier tatsächlich besser ist


Wir haben unseren Platz bezogen und uns für die nächsten Tage häuslich eingerichtet





Unterwegs haben wir LIDL noch einen Besuch abgestattet und uns mit Proviant z.B. Erdbeeren versorgt.


Von unseren Platz aus können wir auch einen Blick zurück nach Sagidia werfen


Plötzlich taucht eine große Schafherde auf und Skilly mußte von Theo ganz schön gehalten werden, denn das war dem Hund nicht ganz geheuer



Der nette Schafhirte grüßte uns freundlich und erzählte, dass er 55 Schafe und einige Ziegen zu hüten hatte. Die drei friedlichen Hunde hatten die Herde gut im Griff. Dem freundlichen Schäfer schenkte ich einen Schnaps ein, den er gerne annahm. Am nächsten Tag brachte er uns eine große Tüte frisch gepflückter Zitronen, die herrlich dufteten.



Dieser Tag endet mit einem Bilderbuch Sonnenuntergang






Mittwoch, der 27. April
41. Tag


Wir haben unsere Fahrzeuge umgestellt um bei dem starken Nord-Ost Wind etwas geschützter zu sitzen. Nun können wir die Sonne die jetzt wirklich schon ein paar Stunden hintereinander scheint geniessen.
 


Der Frühschoppen mit Eierlikör im Schockoladenbecher hat uns gut in Stimmung gebracht.



Auch hier können wir wieder die schöne Blütenpracht bewundern.

 







Am Nachmittag hat mir Theo meine Doppellüfter für den Kühlschrank eingebaut und profesionell angeschlossen.

 




An diesem Abend präsentiert sich der Himmel wieder ganz anders. Es sieht so aus als wenn beim "Strowilli" dem markanten Kegelberg ein Vulkanausbruch stattfindet.



Donnerstag, der 28. April
42. Tag


Heute sind wir nach Karavostasi weitergefahren. Eine abenteuerliche Fahrt über die Berge mit sehr vielen Serpentinen brachte uns nach ca. 60 Kilopmeter ans heutige Ziel. Hier in Karavostasti erwartete uns eine Traumbucht mit feinem Sandstrand. Leider ist es immer noch etwas zu kalt zum Baden, aber in der Sonne zu liegen ist schon sehr schön und angenehm.

Die zwei folgenden Bilder auf das Meer und den kleinen Fischerhafen sind von der Bergstraße aus gesehen entstanden






Wir haben den heutigen Stellplatz gegen 12:00 Uhr erreicht und stellen uns wieder im Winkel auf um etwas windgeschützt sitzen zu können.
Leider habe ich auch hier wieder keine Möglichkeit Internetzugang zu bekommen.
 





Freitag, der 29. April
43. Tag

Und wieder hat es die ganze Nacht geregnet. Das hält uns aber nicht davon ab unseren Weg Richtung Peloponnes fortzusetzen. Unser heutiges Ziel heißt Ammoudia das wir ja schon vom vorigen Jahr her kennen. Hier hatte es uns ausnehmend gut gefallen und so freuen wir uns, dass wir sogar unseren "alten" Standplatz wieder beziehen können.
Auf dem Weg nach Ammoudia sind bei immer noch bewölktem Himmel die folgenden Bilder entstanden, die einen Eindruck von der beeindruckenden Landschaft wiedergeben.


Karte von Google Maps
















Wir sind nach nur 36 Kilometer in Ammoudia angekommen und tatsächlich sieht es so aus, als wenn es sich allmählich auklärt. Hier in Griechenland ist am Wochenende eines der größten Feste das mit der ganzen Familie gefeiert wird. Es ist das griechische Osterfest.
Überall in den Restaurant, Kantinas und Bodegas wird in Erwartung unzähliger Besucher aufgerüstet. Hoffentlich spielt das Wetter auch mit....





Unser Stellplatz, den wir auch im vorigen Jahr bezogen hatten. (Zwei Bilder oben)

Genau wie ich versucht auch Theo, der eine Verstärkungsantenne für Wlan hat, einen Internet Zugang zu finden.



Kaum hatten wir unseren Platz bezogen und uns eingerichtet haben wir einen neuen Freund gefunden. Dieser hat natüprlich großes Interesse an unseren mitgebrachten Hundeleckereien und so haben wir einen Bewacher gefunden, der uns nicht mehr aus den Augen läßt.
Einen Namen haben wir für diesen hübschen Kerl noch nicht gefunden, aber es wird uns schon ein passender einfallen.






Wir haben Glück, denn der Wirt eines kleinen Hafencafes hat WLAN und gewährt uns auch den Zugang ins Netz. Über Theos Antenne können wir uns nun bequem aus dem Womo ins Intenet einloggen.
Hier an dem kleinen Kanal mit den Fischer- und Ausflugsbooten liegt unser Stellplatz
(Bild unten)



Sonnabend, der 30. April
44. Tag

Es ist 07:30 Uhr und so wie der Himmel aussieht wird es heute wieder ein sehr schöner, sonniger Tag. Wir haben gestern die ersten Badenden gesehen. Uns ist das Wasser im Moment noch etwas zu kalt, was sich aber, wenn das Wetter so bleibt, in den nächsten Tagen schnell ändern wird.
Wir haben für heute Abend Janni und Theo zum Essen eingeladen. Es soll ein kleines Dankeschön dafür sein, dass Theo mir unter anderem geholfen hat die Lüfter einzubauen. Wir werden hier im schönen Ammoudia bis zum Dienstag bleiben, bevor es zum nächsten, noch nicht bestimmten Ziel geht.
Unseren treuen Bewacher, der am morgen natürlich wieder bei uns war und sein Frühstück abgeholt hat, haben wir Charly getauft.






Hier ein morgentlicher Blick in unsere Bucht (oben) und ein aus 6 Bildern zusammen gesetztes Panoramabild zeigt die gesammte Bucht (unten)



Und wer es immer noch nicht glaubt, hier der Beweis. Wir haben endlich unser griechisches Wetter. Im Moment um 10:45 Uhr beträgt die Temperatur +26 °C, wohlbemerkt im Schatten.
So wie hier in der Sonne kann man es nicht allzu lange aushalten.



Am Nachmittag unternehmen wir eine Fahrt mit einem der Ausflugskutter. Zuerst geht es auf See hinaus zu den Grotten und anschließend den Fluß aufwärts.



Eine Seefahrt die ist lustig....



Im Vorbeifahren sehen wir unsere Wohnmobile



Bei den Grotten nisten allerhand Seevögel















Bei der Flußfahrt zeigt uns der Schiffsführer Nester von Nachtigallen



Der naturbelassene Fluß






Es sieht fast so aus, als wenn Theos Anhänger nun an meinem Womo hängt. Ist aber nur eine optische Täuschung



Unser gemeinsames Abendessen war ein voller Erfolg. Es gab ein tollen griechischen Bauernsalat, Schnitzel mit Reis und Pommes, gegrillte Hähnchenbrust und die Getränke die jeder wollte. Zum Nachtisch bekamen wir noch leckere eingelegte Feigen. Das war ein besonderer Genuss. Satt und zufrieden beschließen wir diesen schönen Tag.



Der Sonnenuntergang am heutigen Abend war wieder ganz anders. Ein paar Wolken hatten sich vor die Sonne geschoben und dadurch entstand dieser schöne Effekt



Sonntag, der 1. Mai (Griechischer Ostersonntag)
45. Tag

Entgegen dem vorhergesagten Wetterbericht entpuppte sich auch dieser Morgen als ein "Bilderbuchmorgen". Die Sonne brannte schon am frühen Morgen (08:15 Uhr) kräftig auf uns herunter. Das verspricht doch wieder ein schöner Sommertag zu werden.


Hier ein Blick von der Mole auf den Kanal mit den Fischerbooten, unseren Wohnmobilen und Regina beim Spaziergang (ganz rechts). Mittig und links das Meer und der schöne Strand und im Hntergrund die Berge.

Am Nachmittag trübte es sich wieder ein und ein paar Tropfen fielen auch vom Himmel. Immerhin blieb es schön warm und noch ein kleiner Hund gesellte sich zu uns und wurde auch von Charly akzeptiert. Die beiden spielten wunderbar zusammen, wobei der Kleine noch Welpenschutz genießt.


Dieses kleine Mädchen, vielleicht 5 Monate alt nannten wir Susi.


Ein Herz und eine Seele sind unsere beiden Streuner.



Montag, der 2. Mai (Griechischer Ostermontag)
46. Tag

Heute am griechischen Ostermontag werden wir noch in Ammoudia bleiben und in aller Ruhe den Aufenthalt hier genießen. Jetzt am frühen Morgen ist es sehr ruhig, nur einige der Fischerboote sind schon auf das Meer hinaus gefahren. Unsere beiden Hunde sind noch nicht aufgetaucht um sich ihr Frühstück abzuholen. Wer weiß wo sie wieder die Nacht, in der es ordentlich geregnet hat, verbracht haben. Es ist jetzt kurz vor 08:00 Uhr und der Himmel zeigt eine leichte Bewölkung, was aber nichts heißen soll, denn hier ändert sich das Wetter so schnell, dass es in einer Stunde schon wieder ganz anders aussehen kann. Auf jeden Fall ist es warm und wir werden sehen, was dieser Tag für uns an Überraschungen bereit hält.
Gegen 09:00 Uhr sind plötzlich die beiden kleinen Banditen erschienen und fordern mit Nachdruck ihr Frühstück ein. Man kann garnicht so schnell schauen wie gierig die beiden ihre Näpfchen leeren.



Gegen Abend gab es dann doch noch ein kräftiges Gewitter mit starken Windböen.
Zwischendurch kämpfte sich die Sonne durch die dunklen Wolken und beleuchtete die Szene fast unwirklich.


Dunkle Wolken und Sonne, eine eigenartige Stimmung kurz nach dem Gewitter.

Auch heute Abend haben wir wieder eine besondere Himmelszeichnung, bevor die Sonne hinter den Wolken verschwindet.



Dienstag, der 3. Mai
47. Tag


Heute wollen wir weiterfahren und zwar ca. 50 Kilometer nach Prevesa. Hier ist unter anderem wieder Einkaufen bei LIDL angesagt. Der Abschied von unseren beiden Hunden fällt uns schwer, denn wir hatten die beiden schon sehr ins Herz geschlossen. Der Verstand hat aber über das Herz gesiegt...
 Entlang der Küstenstraße an der Adria sehen wir uns auf dieser Fahrt auch noch andere Stellplätze an, die wir eventuell auf der Rückfahrt vom Peloponnes in 7 Wochen besuchen wollen.
 

Karte von Google Maps

Kurz nach 08:00 Uhr starten wir und sind kurz nach 09:00 Uhr in Prevesa bei LIDL. Mit Erstaunen lesen wir, dass diese Filiale nur von Mittwochs bis Sonnabends geöffnet hat. Also, ein Schuss in den Ofen....
Kurzentschlossen steuern wir den Strand vom nahegelegenen Mitikas an und werden bis Morgen hier bleiben, um dann unsere Vorräte bei LIDL aufzufüllen. 
Kaum haben wir uns am Strand eingerichtet, sehen wir eine dunkle Wolkenwand auf uns zukommen und fernes grurmmeln kündigt wieder, genau wie gestern, ein Gewitter an. Theo erzählt, dass er in den 10 Jahren in dehnen er nach Griechenland kommt noch nie ein derartiges Wetter wie in diesem Jahr erlebt hat. Aber wie schon weiter oben bemerkt, lassen wir uns nicht entmutigen und unsere Hoffnung auf baldige Wetterbesseung läßt uns optimistisch denken.


Eine dunkle Wolkenwand über Mitikas kündigt mal wieder ein Gewitter an. Mitikas ein sauberer kleiner Urlaubsort liegt sehr malerisch auf einer Halbinsel.


Am Strand von Mitikas

Mit den letzten Sonnenstrahlen vor dem Gewitter konnte ich noch ein paar Aufnahmen von der Vegetation am Strand machen









Nach dem Gewitter wurde es plötzlich hell, es klärte auf und dann hatten wir den ganzen Nachmittag strahlenden Sonnenschein, den wir reichlich ausnutzten. Aus Solidarität hißten wir die griechischen Flagge und ließen es uns gut gehen. Leider sagt der Wetterbericht für die nächsten Tage auch nicht viel besseres Wetter an, aber wie gesagt, "die Hoffnung stirbt zuletzt" und wenn es wenigstens weiterhin so wie heute bleibt sind wir schon zufrieden.


Ein schöner sonniger Nachmittag versöhnte uns etwas mit dem Wetter der vergangenen Tage.


Auch an diesem Abend haben wir wieder eine interessante Wolkenbildung während des Sonnenuntergangs.

Mittwoch, der 4. Mai
48. Tag


Wir sind nach Preveza weitergefahren und haben uns im Hafen stationiert. Hier haben wir auch Wasser gebunkert. Diesel und LPG-Gas hatten wir auf der Fahrt hierher preiswert getankt. Hier bleiben wir bis morgen und wollen dann nach Vonitsa (Agia Sotira) fahren, wo wir im vorigen Jahr unseren griechischen Freund Costa kennen gelernt haben. Vielleicht haben wir Glück und treffen ihn in desem Jahr auch wieder dort an.






Hier der Yachthafen von Preveza. Wie man sieht ist das Wetter durchwachsen aber es ist schön warm. Auch hier am Hafen ist wieder eine üppige Vegetation zu bewundern.












Eine wunderschöne Palme




Hier in Preveza konnte ich endlich meinen Stick von "COSMOTE" aufladen lassen und habe nun für die nächsten 30 Tage keine Sorge mehr ins Netz zu kommen.

Donnerstag, der 5. Mai
49. Tag


  Zur Abwechslung mal ein Sonnenaufgang und vor der Abfahrt ein letzter Blick auf den Hafen von Preveza.





 
Die rund 30 Kilometer (blaue Linie) in die schöne Badebucht von Agia Sotira waren schnell geschafft. Wuir zahlten gerne die 5.- € Mautgebühr für die durchfahren des Tunnels bei Aktion, sparte es uns doch ca. 100 Kilometer Fahrstrecke ein. Die lange Stecke von ca. 130 Kilometer (rote Linie) würde nördlich von Preveza um das ganze Binnenmeer führen, dass wir durch die Benutzung des Tunnels verhindern können. (roter Pfeil)


Karte von Google Maps

Natürlich haben wir nocheinmal die vorerst letzte Gelegenheit genutzt und uns bei LIDL mit Proviant und Getränken reichlich eingedeckt. Wer weiß wann wir das nächste Mal auf diese Möglichkeit zurückgreifen können...
Kurz nach 10:00 Uhr waren wir in der Bucht von Agia Sotira und zu unserem Erstaunen war dort nicht ein Wohnmobil und so konnten wir uns so richtig ausbreiten. Selbst Costa hatte sich in diesem Jahr noch nicht eingefunden.



Die schöne Badebucht von Agia Sotira gehörte und ganz alleine. (Bild unten und oben)



Das glasklare Wasser in unserer Bucht war leider immer noch etwas zu kalt zum Baden.

 




Diesen übelgelaunten Kerl fand ich am Strand. Wahrscheinlich war ihm auch das Wasser zu kalt zum Baden....



Gegen 15:00 Uhr stellten wir fest, dass hier eine Fliegen- und Mückenplage eingesetzt hat. Das kommt wahrscheinlich daher, dass vor Tagen hier eine Rinderherde allerhand Hinterlassenschaften zurück gelassen hatte. Also packten wir wieder alles zusammen und machten uns auf den Weg nach Mitikas.


Karte von Google Maps

Dieses Mitikas liegt südlich von Preveza Richtung Patras und ist nicht mit dem Mitikas nördlich von Preveza zu verwechseln. Eine sehr schöne Fahrt enlang der Adria belohnte uns mit einigen schönen Ausblicken.






Plötzlich ohne Warnung standen 2 Schweine am Straßenrand. Eines konnte ich noch schnell während der Fahrt "schießen". Wer weiß, wo die sich abgesetzt hatten...



In Mitikas angekommen fanden wir auf einer Wiese direkt am Meer, nur getrennt durch eine Reihe Palmen, einen sehr schönen Übernachtungsplatz



Freitag, der 6. Mai
50. Tag


Heute wollen wir einen größeren Sprung machen. Wir werden ca. 100 Kilometer nach Krioneri fahren und damit unserem Ziel, dem Peloponnes, ein ganzes Stück näher kommen.
Nach Patras sind es dann nur noch ca. 40 Kilometer. Wettermäßig sind wir nicht mehr unzufrieden, denn die Tage werden immer wärmer und sonniger. Zum Abschied von Mytikas sind noch die beiden folgenden Bilder am frühen Morgen entstanden.








Karte von Google Maps

Wir haben die rund 100 Kilometer immer entlang der Adria gut geschafft und sind gegen 11:30 Uhr in Krioneri angekommen. Auf der Fahrt hierher hat Regina noch folgende Aufnahmen von der beeindruckenden Landschaft und verschiedenen Begebenheiten gemacht.






Man muss immer sehr wachsam sein und konzentriert fahren, denn hinter jeder Kurve können solche Situationen wie in den beiden folgenbden Bildern eintreten.

 







Der Damm bei Messolongi



Theo konnte der jungen Erdbeerverkäuferin am Wegesrand nicht wiederstehen....

 

In Kreoneri angekommen stehen wir hier bei absolut tollem Sonnenschein vor einer beeindruckenden Kulisse.



Am Nachmittag dann mein erstes Bad in diesem Jahr. Nun hat sichb das Wasser schon soweit erwärmt, dass es wirklich angenehm ist ein paar Züge zu schwimmen. Ich denke, dass es in den nächsten Tagen noch besser wird...



Einer der Einheimischen kam bei uns vorbei und brachte uns einen ganzen Korb frisch gepflückter Orangen.



Jetzt, gegen Abend fällt uns erst auf, dass man am Ende des markanten Felsens schon einen Teil der Brücke von Patras und einen Teil der Stadt sehen konnte. Laut Navi sind es aber noch fast 50 Kilometer bis nach Patras, weil die Straße dorthin noch durch einige Buchten und Landeinschnitte führt. Diesmal nehmen wir mal für die Überfahrt zum Peloponnes zur Abwechslung die Fähre, denn die Brücke hatten wir ja im vorigen Jahr genutzt.
Hier in Krioneri gefällt es uns aehr gut und so werden wir auch noch den morgigen Sonnabend hier verbringen und einen Badetag einlegen.



Sonnabend, der 7. Mai
51. Tag


Wieder ein wunderbarer Morgen den wir schon früh um 09:00 Uhr in der Sonne geniessen können. Eine Schafherde die von 3 Hunden begleitet wurde stellte sich ein und blieb einige Zeit in unserer Nähe. Die Hunde ahnten wohl, dass es bei mir etwas leckeres für sie gab und belagerten unser Wohnmobil. Ich habe natürlich eine große Dose Hundefutter geöffnet und zusammen mit ein paar Hände voll Trockenfutter vermischt. Na, dass war vielleicht ein Festessen für die drei Hunde.












Diesen schönen, sonnighen Tag beschließen wir mit einem Grillabend. Es gab meine berühmten Schaschliks, Bratwurst, Nackenkottlet und Hähnchenfleisch, dazu Baguettbrot frisch aus dem Backofen.







Sonntag, der 8. Mai
52. Tag


Heute geht es weiter. Wir ändern unseren Plan die Fähre nach Patras zu benutzen und nehmen die Brücke, weil wir noch evtl. die Öffnungszeiten bei LIDL nutzen wollen. Auf den Rückweg in ein paar Wochen können wir immer noch mit der Fähre die Überfahrt machen.
Wie es dann von Patras aus weiter geht entscheiden wir dann vor Ort.


Karte von Google Maps

Nachdem wir über die Brücke gefahren sind haben wir in Patras Wasser aufgefüllt und sehr preiswert getankt.










Dann sind wir weiter nach Kalodria gefahren. Hier hat es uns nicht sonderlich gefallen, denn es war unklar ob man hier überhaupt freistehen darf. Eine kleine Kaffepause und wie üblich Hunde füttern war angesagt bevor es weiter ging.





Auf der Fahrt an den Okeanis-Berach, den wir nach insgesamt 121 Kilometer erreicht haben, war wieder erhöhte Wachsamkeit angesagt, denn jede Menge Vieh beanspruchte die Straße teilweise für sich.





 
Hier am Okeanis.Beach wurden wir gleich freundlich von dem Wirt des Restaurants mit dem typisch griechischen Namen "IONION BLUE" Jorgos begrüßt.
Später am Tage wollen wir hier zu Abend essen.









Hier nun unser Platz für diese Nacht



Den Tag ließen wir am Abend mit einem feudalen Essen bei Jorgos ausklingen. Er hatte uns nicht zuviel versprochen und das Essen war einfach Klasse und nicht mit dem griechischen Essen vergleichbar was man uns in Deutschland als solches verkaufen möchte. Hier war alles echt und unverfälscht, zudem auch noch sehr preiwert.
Wir beschließen den morgigen Tag auch noch hier zu verbringen und erst am Dienstag weiterzufahren.



Am Abend geniessen wir noch den schönen Sonnenuntergang. Ich finde diese beiden Bilder haben schon karibisches Flair. Fast wie aus dem Bilderbuch....





Montag, der 9. Mai
53. Tag

Eigentlich wollten wir heute noch bei Jorgos bleiben, aber die ganze Nacht hat uns das Hundegebell, ausgelöst durch 4-5 Hunde, die ein Konzert gaben den Schlaf geraubt.

Also packten wir zusammen und machten uns auf den Weg nach Kyllini, das wir nach
ca. 40 Kilometer erreichen. Hier stehen wir auf einem Felsplateau ca. 3 Meter über dem Meer. Hier sehen wir auf dieser Fahrt zum ersten Mal auch deutsche Wohnmobile stehen und sofort beginnt ein reger Erfahrungsaustausch.




Natürlich wie bei Hollands üblich, wird erstmal Kaffee getrunken.



Ein wenig erhöht über dem Meeresspiegel haben wir einen schönen Platz gefunden

E

Die ersten beiden Wohnmobile rechts, dass sind Theo und wir



Der Hang zum Stellplatz war mit wunderschönen Strandblumen bewachsen






Der schöne Tag hier in Kyllini endet mit diesem wunderbaren Sonnenuntergang, der sich in unserem Miller spiegelt.



Dienstag, der 10. Mai

54. Tag

Heute ist Putz, Wasch und Badetag! (Ohne Worte)



Ab jetzt geht es auf der 2. Seite dieses 3. Teils des Reiseberichts weiter!

Bitte hier klicken




Zurück zum 1.Teil

Zurück zum 2.Teil

Weiter zum 3/2.Teil


 Zurück zur StartseiteBesucherzaehler


Fragen zum Reisetagebuch hier klicken

Design, Texte und Fotos, (außer den besonders gekennzeichneten) unterliegen dem Copyright von Jonny Weber 2016
Die Landkarten mit Kilometerangaben und Fahrzeit sind von Google Maps.