Jonnys Reisebericht 2015
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Vorwort  bzw. Vorbereitung
Mit unserem, erst im vergangenen September gekauften Miller Michgan, werden wir 2015 auf Reisen gehen. Wir werden wie üblich Ende März starten und uns, weil wir uns fit und abenteuerlustig fühlen, auf eine, vielleicht letzte große Reise begeben.
In der Winterzeit haben wir das Wohnmobil nach unseren Wünschen und Bedürfnissen umgerüstet. Wir haben eine Fahrerhausgardine angebracht, den Boden mit Teppichboden ausgelegt, eine zweite Versorgungsbatterie eingebaut, Lammfellbezüge aufgezogen, eine neue Treppe zum Bett gebaut und noch viele andere kleine Veränderungen vorgenommen. Jetzt sind wir zum größten Teil mit den Arbeiten fertig und sind nun sozusagen abfahrbereit.


 
  
 
Und hier unser neues "Schiff", ein Miller Michigan,

Baujahr 2010. Er hat eine sehr gute Ausrüstung, unter anderem eine sehr große Heckgarage mit eingebautem Fahrradständer, einen großen 150 Liter Kühlschrank und einen Back-und Grillofen. Dies sind nur einige Vorteile gegenüber unseren "alten" Adria.
Wir hoffen, dass uns dieses Fahrzeug auch wieder viel Freude bereitet und uns, wie bisher, immer gut an die angepeilten Ziele bringen wird.
Länge: 7.20, Breite 2.25, Höhe 2.85 Meter
 
 
  
 
 
Die neue Treppe zum Bett. Das Holz habe ich mir im Baumarkt zurecht sägen lassen und dann zusammengebaut. Die Auflagen für die Tritte habe ich stabil durchgebolzt und die Tritte dann fest verschraubt (Bild links). Anschließend die Treppe mit Holzlasur behandelt (Bild mitte) und dann mit Teppichbodens versehen (Bild rechts)



Wir fühlen uns "Topfit" und werden uns in diesem Jahr wieder auf eine 7 monatige Reise begeben. Die Karte zeigt was wir für eine Route geplant haben. Nach dem Start in unserem Wohnort hoch im Norden in Freest (Ostsee) werden wir das Osterfest in Tangermünde verbringen. Danach werden wir unseren Freund den Stellplatzbetreuer Heinz Zapf in Wolfhagen besuchen. Anschließend gehts dann über Kufstein, den Brenner nach Triest (Italien). Von dort aus werden wir mit der Fähre CRUISE OLYMPIA die Passage nach Patras (Griechenland) antreten. Die Fahrt mit der Fähre dauert von Triest ca. 36 Stunden. Von Patras aus werden wir uns viel Zeit lassen um Griechenland zu erkunden. Es ist auch ein längerer Aufenthalt in Asien, also in den asiatischen Teil der Türkei eingeplant. Von dort aus zurück nach Griechenland und dann weiter nach Albanien. Wie schön, dass wir zeitlich unabhängig sind und uns diesbezüglich kein Druck im Nacken sitzt. Auch Albanien werden wir ausgiebig erkunden. Danach gehts, wenn möglich, immer an der Küstenstraße der Adria entlang, weiter über Montenegro, Bosnien Herzegowina, Kroatien und Slowenien. Der weitere Weg führt uns dann über  Italien, Frankreich und Belgien bzw. Luxemburg zurück nach Deutschland. Wir wollen wie in jedem Jahr den Herbst wieder an der Mosel verbringen...



Dieser Reisebericht wird natürlich nach dem Start am 25. März, wieder reich bebildert und mit vielen Informationen versehen sein. Er wird immer möglichst zeitnah aktualisiert erscheinen, vorausgesetzt uns steht Wlan zur Verfügung.


Freitag, der 13. Februar
Heute habe ich die Fähre nach Patras gebucht, denn schon jetzt waren die meisten Passagen, die für uns in Frage kommen, ausgebucht.  Am 6. Mai früh Morgens um 5.30 Uhr legt die "CRUISE OLYMPIA" ab. Diese Reederei bietet nicht mehr das CoB (Camping on Board) an, sondern ein "Camping Spezial". Das heißt man hat eine 2 Personen Innenkabine und das Wohnmobil wird während der Überfahrt mit Strom versorgt. Diese von uns gebuchte Schiffspassage kostet 315.-€
Hier ein Ausschnitt aus den Beförderungsbedingungen:

Gültig für Reisende mit einem Wohnmobil oder Pkw mit Wohnwagen. (Unterbringung in einer Innenkabine zum Decktarif, Stromanschluss für das Fahrzeug (Wohnmobil oder Wohnwagen).

Camping-All-inclusive Reisende erhalten 30% Ermäßigung im „A-la-carte-“ und „Self-Service Restaurant“.



Die Cruise Olympia ist ein Fährschiff der griechischen Reederei Minoan Lines. Sie gehört zur vierten Generation von Schiffen seit der Gründung des Unternehmens und war zum Zeitpunkt der Indienststellung die größte Fähre im Mittelmeer.
Sie wird uns hoffentlich gut nach Griechenland bringen....

Hier einige Daten zur Fähre:


Baujahr 2009 3000 Personen 963 Pkw
54310 BRT 68525 PS (4 Motoren) Besatzung 150
28.5 Kn = ca.53 Kmh Länge: 225 Meter Breite: 30.4 Meter
  Tiefgang: 7 Meter  





Mittwoch, der 4. März 2015


TÜV, AU und Gasprüfung ist heute erfolgreich durchgeführt worden. Alles ohne Mängel über die Bühne gegangen. Nun steht unserem, immer näher kommenden, Start nichts mehr im Wege....



Start zur Reise 2015

Freitag, der 20. März 2015
1.Tag


Nun ist es endlich soweit. Auf Grund des schönen Wetters haben wir unserer Reise fünf Tage vor unserem geplanten Termin gestartet. Alles ist gepackt und verstaut. Haben wir auch nichts vergessen ???. Die Waage bei der Raiffeisen zeigt an, dass wir noch 40 Kg bis zum Gesamtgewicht von 3500 Kg frei haben. Zum Abschied, noch einmal bei "unserem" Chinesen, wie immer M8 und M9 (Ente süß/sauer und Ente mit Gemüse) gegessen und nun kann es losgehen. Das erste Ziel der Reise wird Tangermünde an der Elbe sein, wo wir mit Freunden das Osterfest verbringen werden. Wie meistens, vermeiden wir die Autobahn und fahren gemütlich über die Landstraßen von Mecklenburg-Vorpommern nach Sachsen-Anhalt.  Solange wir uns in Deutschland aufhalten haben wir Internet Zugang über den ALDI-Chip (30 Tage 15.-€).

Der Kilometerstand beim heutigen Start beträgt 47076 Kilometer

Nach 280 Kilometer über die Landstraßen vorbei an Demmin, Neubrandenburg und die Müritzer Seenplatte erreichen wir nach teilweiser "Schleichfahrt" hervorgerufen durch Bundeswehr Kolonnen, gegen 13.00 Uhr Tangermünde an der Elbe

Stellplatzgebühren: 1 Tag 5.-€, 2 Tage 9.-€ inkl. Strom, Wasser und VE

ACHTUNG !

Und hier die Hiobsbotschaft. Ab 23. April 2015 wird die Stellplatzgebühr massiv um 3.- € auf nunmehr 8.- € pro Tag erhöht.

Abzuwarten bleibt, ob das eine kluge Entscheidung der Gemeinde war.....






Eines der Tore in der alten gut erhaltenen Stadtmauer die in die Altstadt führen

Die Stadt Tangermünde liegt südöstlich von Stendal in der Altmark auf einer Hochfläche, die durch eine eiszeitliche Endmoräne gebildet wurde. Sie liegt am linken Ufer der Elbe direkt an der Mündung des Tangers in die Elbe, woher auch der Name Tangermünde stammt. Der historische Stadtkern, Stephanskirche und Burg sind durch ihre Hochlagen vor Hochwasser sicher. Die Stadt Tangermünde ist durch die gut erhaltene Altstadt mit vielen Fachwerk- und Backsteinbauten sowie durch die recht vollständig erhaltene Burg Tangermünde und der Stadtbefestigung in Backsteinbauweise bekannt.




Wir genießen den ersten Abend bei einem schönen Sonnenuntergang und sehen Tangermünde vom gegenüber liegenden Ufer der Tanger in der abendlichen Beleuchtung...





....und viel später am Abend auch bei Dunkelheit.


Sonnabend, der 21. März

Schon am zweiten Tag unserer Reise hat sich das schöne Wetter, dass uns veranlaßt hat eher zu starten, rapide geändert. Es regnet den ganzen Tag und von den Besatzungen der 9 Womos die hier in Tangermünde stehen ist nichts zu sehen. Es ist also Lesen und Fernsehen angesagt. Ich beschäftige mich natürlich, wie in den letzten Wochen, immer wieder mit der weiteren Planung unseres Vorhabens. Es wird wahrscheinlich die letzte große Reise unseres Lebens werden, denn unser Alter macht sich doch schon ab und zu bemerkbar.
 
Aber noch sind wir voller Tatendrang, Abenteuer- und Erlebnishungrig....


Sonntag, der 22. März
3.Tag


Nach einer kalten Nacht (2° minus) erleben wir einen schönen sonnigen Sonntag, der ja auch vom Wetterdienst angekündigt war.

 
Kalt aber sonnig ist es am Sonntag Der neue Achtersteven mit der Windrose
 

Mittwoch, der 25. März
6.Tag

Der Frühnebel, bei Nachts immer noch Minusgraden, steht in den Elbauen






Der Tangermünder Stellplatz am Tanger im Morgennebel



Auch die Altstadt von Tangermünde präsentiert sich im morgentlichen Nebel



Hurra, die ersten Störche haben ihr Sommerquartier in Tangermünde erreicht
und richten sich für die nächste Zeit häuslich ein
. Futter in Form von Fröschen
und anderem Kleingetier finden sie hier in den Elbauen zu Hauff.







Bei strahlend blauen Himmel drehen die Störche ihre ersten Runden über ihrem
Sommerquartier

Dienstag, der 31. März
12.Tag

Zu
unserer Überraschung, wir trauten unseren Augen nicht, begann dieser Tag mit einem heftigen Schneeschauer. Morgens um 6.30 Uhr nach einer Nacht mit starkem Sturm in Orkanstärke zeigte sich unser Stellplatz im weißen Kleid. Na, das kann ja heiter werden.

Der Sturm war so stark, dass wir unsere FS-Antenne schnell einzogen. Im Bett, die ganze Nacht über hatten wir das Gefühl auf einem Schiff auf hoher See zu sein. An Schlaf war nur zeitweilig zu denken.
Als wir gegen 7.30 Uhr aufstanden war der ganze Spuk schon wieder vorbei, nur die Kälte und die Nässe blieben.
In den nächsten Tagen, also über Ostern, soll es lt. Wetterbericht noch kälter und sehr unfreundlich werden. Schau`n wir mal.....








Im Wohnmobil schön warm und draussen wird die Frontscheibe so langsam zugeschneit...

Mittwoch, 1.April
13. Tag

Der April macht seinem Namen alle Ehre, denn im ca. halbstündigen Wechsel scheint mal die Sonne und mal herscht ein starker Schneesturm. Der eiskalte Wind tut ein übriges dazu, dass wieder ein Lesetag eingelegt wird. Die Fernsehantenne können wir nur ab und zu mal hochfahren, denn bei dem starken Wind der zum Teil Orkanstärke erreicht, wäre alles andere ein Risiko.



Mal Schneesturm und eine halbe Stunde später....



.....wieder Sonnenschein. Typisches Aprilwetter eben.

Sonntag, der 5.April
17. Tag


Viel besser als es der Wetterbericht voraus gesagt hatte präsentiert sich das Osterwetter, zumindest am heutigen Sonntag. Zahlreiche Besucher spazieren entlang der Elbe und flanieren durch den Hafen und die Alktstadt. Auch die beiden Schweizer Hotelschiffe warten auf die Fluß-Kreuzfahrer. Wir konnten fast den ganzen Tag drausssen sitzen und die erste Farbe läßt die Winterblässe so langsam verschwinden....



Ein herrlicher Frühlings-Ostersonntag in Tangermünde an der Elbe


Dienstag, der 7. April
19. Tag


Der starke Wind der gegen die Strömung drückt, hat die Elbe ordentlich ansteigen lassen. Sie ist teilweise über die Ufer getreten und hat die Überschwemmungsgebiete unter Wasser gesetzt.







Der Wohnmobil Stellplatz ist aber durch das Hochwasser der Tanger, die hier in die Elbe fließt, aber noch nicht gefährdet.


Freitag, der 10. April
22. Tag

Nun hat sich das frühlingshafte Wetter durchgesetzt und wir können uns wieder draussen in der Sonne aufhalten und zusammen sitzen. Viele alte Bekannte haben wir hier in Tangermünde, wie in jedem Jahr, wieder getroffen. Jeder berichtet von den Reiseplänen die in dieser Saison anliegen.....




Am Nachmittag kam folgende Mitteilung per E-Mail von unserer Reedereiagentur:

Die Reedereiagentur hat sich vertan, die Meldung für sie lautet korrekt wie folgt:

Wir haben folgende Meldung von der Reederei Minoan Line bekommen.

 Die Abfahrt TRIEST - PATRAS  am 06/05/2015 HAT SICH WIE FOLGT GEÄNDERT

 TRIEST - PATRAS  ABFAHRT JETZT 04:30h STATT 05.30h UHR ANKUNFT IN PATRAS 07/05/2015

Mit freundlichen Grüßen / best regards

 Das Team von seetour24.de

Naja, auf die eine Stunde früher kommt es nun auch nicht an, denn ich denke, dass wir vor ein wenig Aufregung auf die bevorstehende Seereise sowieso nicht besonders schlafen werden....

 

Sonntag, der 12. - Sonntag  den 26. April
24. - 38. Tag

Heute ist es soweit, wir verabschieden uns von den Freunden und Bekannten in Tangermünde und machen uns bei bestem Wetter auf den ca. 330 Kilometer langen Weg nach

Wolfhagen.

Unterhalb der auf einem Hügel erbauten Wolfhager Altstadt liegen die Bruchwiesen mit dem Mühlenbach, die früher ein Sumpf und Sauergraswiesengelände waren.
Im September 2003 wurde hier der "Wohnmobilstellplatz Bruchwiesen" mit einer Grillhütte und Feuerstelle eingeweiht und in 2013 erweitert.
Von Europas größtem Reisemobil-Magazin "Pro Mobil" wurde der Platz zu einem der besten Stellplätze in Nordhessen gewählt.

Stellplatzgebühr: 3.-€, Wasser 100 lt. 1.-€, 10 Lt. 0.10 Cent, VE 0.20 Cent,

Strom 8 Stunden 1.- €,

ALDI und TEGUT in 3 Minuten fußläufig zu erreichen

Die Fahrt verlief "staufrei", trotz des Ferien-Rückreiseverkehrs und so haben wir um 11.40 Uhr schon den Platz erreicht. Unser Freund Heinz Zapf der auch den Stellplatz betreut hat uns unseren gewünschten Platz reserviert. Hier werden wir ca. 14 Tage bleiben bevor dann das große Abenteuer beginnt.....

Der für uns reservierte Platz

Der schöne Stellplatz in Wolfhagen....

....liegt an einem kleinen Bach. Noch kann man die Wohnmobile erkennen, denn das grün der Büsche und Bäume läßt noch auf sich warten.

Montag, der 13. April

Wir sitzen nichtsahnend in unserem Wohnmobil, als es plötzlich am späten Nachmittag hupte und - wir trauten unseren Augen nicht, ein ADRIA Coral stand vor uns und alte Bekannte "Hardy" und "Bärbel" , die wir seit einigen Jahren nicht mehr getroffen hatten, besuchten uns hier. Die beiden kamen aus Spanien und hatten von einem weiteren Bekannten (Reinhard)  erfahren, dass wir hier in Wolfhagen Station machen. Spontan zahlten Sie gleich für 2 Tage die Stellplatzgebühr und wir werden sicher ein paar schöne Stunden hier verbringen.



Frisch importiert aus Spanien, Bärbel und Hardy (Bild mitte)







Früher nippten die Betschwestern am Messwein und heutzutage ist es spanischer Sekt

Wir erleben 3 schöne sonnige Tage mit unseren Freunden, bevor diese am Donnerstag, den 16. April nach Hause fahren. Ein Spaziergang durch die Märchenstadt Wolfhagen und ein Essen beim "Chinesen" zum Abschluß.





Der böse Wolf und 3 Geislein



Mein Leibgericht Ente süß-Sauer und Regina schlug an Buffet zu...

Der Frühling ist nun mit aller Kraft eingezogen und fast über Nacht ist buntes Leben in die Vorgärten eingezogen....










Sonntag, der 19. April

So lagsam gehen die schönen Tage hier in Wolfhagen zu Ende und wir bereiten uns allmählich auf die Weiterfahrt nach Marktbreit/Main vor. Das Wetter bescherte uns schöne sonnige Tage, die wir mit Faulenzen und weiteren informativen Vorbereitungen verbrachten. Hier noch einige Fotos vom Ort und vom Stellplatz.









Direkt am Stellplatz liegt dieser schöne Teich


 



  • Donnerstag, 23. April
    34. Tag


    Wir betrachten Wolfhagen als Sprungbrett für unsere große Reise unter dem Motto:

    Vom Okzident (Abendland) zum Orient (Morgenland)

    Und da wir es kaum noch abwarten können das es endlich losgeht, haben wir beschlossen am heutigen Tag den schönen Stellplatz zu verlassen und uns auf den Weg zu machen. Ab jetzt mutiert unser Wohnmobil zum Reisemobil, denn die Tage des faulenzens sind vorbei und die weitere Fahrt wird in kurzen Sprüngen vonstatten gehen, wobei wir es an schönen Plätzen sicher auch mal ein paar Tage aushalten werden.
    Auf dem Weg nach Süden, wir haben ja noch knapp 2 Wochen Zeit bis zur Abfahrt der Fähre am 6. Mai, fahren wir zunächst nach Segnitz am Main, wo uns an der Gaststätte"ZUM GOLDENEN ANKER" ein schöner kleiner Stellplatz erwartete.


Wir haben nach 276 Kilometer Marktbreit erreicht. Vorher hatten wir aber noch ein Problem mit unserer Toilette, denn der Schieber um den Fäkalientank zu öffnen, streikte. Also auf dem nächsten Parkplatz angehalten und im Internet nach einem Thedfordhändler gesucht- und gefunden. Auf unserem Weg, also ohne Umwege fahren zu müssen, fanden wir einen Händler in Würzburg, der sich sogleich unseres Problems annahm und wenige Augenblicke später war der kleine Schaden behoben. Ich brauchte die Reparatur nicht zu bezahlen und so wechselte ein Trinkgeld in Form eines 10.-E Scheins an den Monteur den Besitzer.

Der neu gestaltete Stellplatz in Marktbreit ist sehr schön angelegt, aber wir wollten uns den Stellplatz in Segnitz auf der anderen Mainseite ansehen und dort blieben wir auch, weil er uns viel besser gefiel. Leider erfuhren wir vom Besitzer, dem auch das dazu gehörende Gasthaus

"ZUM GOLDENEN ANKER"

gehört, dass dieser Platz im nächsten Jahr einem Biergarten weichen muss. Schade.....

Die beiden Fotos (oben) zeigen den schönen Stellplatz Segnitz direkt am Main.
Die Gaststätte "Zum goldenen Anker" (Bild unten) zu der dieser Stellplatz gehört.





Der Stellplatz und im Hintergrund die Gaststäütte Goldener Anker




In der Nähe führt die Autobahn über den Main




Blick auf das gegenüber liegende Marktbreit (oben) und die Blumenpracht auf dem Stellplatz (Bilder unten)










Auch hier am Main fühlen sich die Nilgänse zu Hause....



Eine deftige typische bayrische Mahlzeit zum Abschluß der 2 Tage in Segnitz. Rouladen und Sauerbraten mit Blaukraut und rohen Kartoffeknödeln.

Wir haben die beiden Tage in Segnitz in Ruhe verbracht und machen uns morgen auf den Weg nach Süden über die A7. Da wir immer noch viel Zeit haben werden wir auf dem Weg nach Nesselwang noch einmal einen Zwischenstop einlegen.


Sonnabend, der 25. April
36. Tag


Unsere nächste Station in Richtung Süden heißt Königsbronn am Itzelberger See, dass wir schon nach 138 Kilometer kurz nach 10.00 Uhr erreichen
. Hier fanden wir einen sehr schönen Stellplatz mit Blick auf den See vor, den man mit ruhigem Gewissen als Geheimtipp bezeichnen kann. Er ist für 4 Wohnmobile vorgesehen, es können aber durch aus bis zu 10 Womos dort stehen. Stromanschluß ist für 4 Mobile vorgesehen. Wir hatten das Glück, dass eine der Steckdosen noch ein Guthaben von 3 Kw anzeigte....

Stellplatzgebühren in Königsbronn: 0.-€, Wasser 100 Liter 1,00 €
, Strom 0,50 Cent für 1 KW,
Entsorgung 0,50 Cent












Sonntag, der 26. April
37. Tag


Oh, Schreck laß nach.... Wir haben festgestellt das unser Handy den Geist aufgegeben hat. Wat nu ????
Eigentlich wollten wir 2 Tage in Königsbronn bleiben, aber auf Grund dieser Tatsache machten wir uns auf den Weg nach Ulm, dass ja sowieso an unserer Strecke liegt. Hier gibt es einen schönen Stellplatz auf dem P&R Platz Friedrichsaue mit Entsorgung und Wasser. Auch ein  Mediamarkt gibt es hier und so hoffen wir das uns dort "Handymäßig" geholfen wird
.

Gebühr Stellplatz Ulm: 0.-€, VE und Wasser vorhanden




Der Stellplatz in Ulm

Wenn unser Handy nicht den Geist aufgegeben hätte, dann wären wir auch nicht nach Ulm gekommen. So haben wir einen schönen Spaziergang auf dem ehemaligen Landesgartenschau Gelände und an die Donau gemacht.











Nach dem Mittagessen fuhren wir mit der Straßenbahn ins Zentrum von Ulm. Rund um den Münsterplatz stellten 40 regionale Brauerein ihre Biere vor. Natürlich haben wir an allen Ständen "nicht" jedes Bier probiert, sondern.....







.....lauschten einer Big-Band und erfrischten uns mit einem großen Eisbecher.



Bei diesen leckeren Eisbechern lacht das Herz

Montag, der 27. April
38. Tag

Wir standen rechtzeitig um 10.00 Uhr beim MEDIAMARKT in Ulm um ein neues Handy zu erwerben. Hat alles gut geklappt, denn ich hatte meine PIN-Nummer zufällig dabei und so konnte ich das neue Teil gleich einrichten. Von Ulm aus ging es dann weiter in Richtung Nesselwang, dass unser heutiges Ziel sein sollte.


Schon von weitem konnten wir die Algäuer Hochalpen erkennen und einige Fotos aus dem fahrenden Auto machen
.



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In Nesselwang angekommen erwartete uns ein wunderschöner Stellplatz mit allen Einrichtungen die nötig sind.

Gebühr: Pro Tag 8.-€, Strom 1.-€ pro KW, Wasser: Kleine Menge 0,10 Cent, 100 Liter 1.-€,
VE vorhanden, Wlan kostenlos.
Mit Bordatlas Gutschein: Gästekarte und 3 Tage stehen nur 2 Tage bezahlen.






Sehr schön und sehr ruhig gelegen, der Stellplatz in Nesselwang. (Bilder oben)
Impressionen und Flora und Fauna von Nesselwang vom Stellplatz aus gesehen. (Bilder unten)



Nesselwang vom Stellplatz aus gesehen (Bild oben)







Weit verbreitet auf den Wiesen sind hier die hübschen Schlüsselblumen (Bild oben)







Dieses Gimpelweibchen saß zwischen den aufbrechenden Knospen dieses Baumes und machte sich durch lautes Piepsen bemerkbar (Bilder unten)





Dienstag, der 28. April
39. Tag

Die ganze Nacht und den heutigen Tag über Regen, Regen, Regen und ein orgentlicher Wind.
Richtig ungemütlich und ein Tag an dem man nicht einmal einen Hund vor die Tür jagt. Also, ist Fernsehen, Lesen und weitere Planung angesagt. Am Donnerstag soll es weitergehen und zwar über den Fernpass und den Reschenpass nach Südtirol....


Donnerstag, der 30. April
41. Tag

Heute verlassen wir, nun wieder bei bestem Wetter, Nesselwang. Unterwegs, während der Fahrt haben wir wieder schöne Motive vor die Linse bekommen.




 Wir wollen zunächst an den Haidersee am Reschenpassfahren. Hier befindet sich auch die Grenze von Österreich zu Italien (Südtirol). Wir haben den Tipp bekommen, dass man im schweizerischen Samnaun (roter Pfeil auf der Karte) zollfrei Tanken und Einkaufen kann. Der aktuelle Dieselpreis dort liegt bei 0,98
Eurocent. Dafür lohnt es sich ca. 20 Kilometer Umweg zu fahren.


Anschließend ging es dann die letzten 40 Kilometer des Tages zum Reschenpass nach
San Valentino alla Muta zu einem Wohnmobilstellplatz am Haidersee.

So war wenigstens der Plan, aber es kam ganz anders, denn wir waren schon gegen 10.00 Uhr am Reschenpass und das war doch zu früh um schon für heute "Feierabend" zu machen.


Kleine Pause am Reschensee, wo wir auch das Wahrzeichen, die Kirche im Wasser bestaunen konnten. Hier wurde seinerzeit ein Stausee errichtet und das Dorf wurde überflutet. Nur der Kirchturm ist das sictbare Zeichen dieses Vorgangs.



Auf der Weiterfahrt kamen wir in einen Stau, der aber schlimmer aussah als es war. Nach ca. 20 Minuten löste sich alles wieder auf und wir konnten ohne weitere Behinderung bis nach Trento fahren, dass wir nach 349 Kilometer erreichten.


20 Minuten standen wir im Stau

Hier in Trento, dieser lebendigen Stadt fanden wir auf Anhieb den kostenlosen Stellplatz auf einem Großparkplatz in der Nähe des Bahnhofs, am Ufer des Etsch. Wir sind erstaunt wie weit die Natur hier schon ist. Das meditirane Klima hat einen großen Einfluß auf die Natur. Während die Kastanienbäume bei uns die ersten Knospen entwickelln, stehen sie hier in voller Blüte und der Flieder ist schon fast wieder am verblühen.
Und hier an der Etsch fallen mir die folgenden Zeilen aus der unrühmlichen Zeit des National-Sozialismus ein:
Von der Maas (Holland) bis an die Memel (Rußland)
und vom Etsch (Italien) bis an der Belt (Skandinavien)
heute gehört uns Deutschland
und morgen die ganze Welt.....


Gebühr: Kostenlos, keine VE, kein Wasser, kein Strom


Der Stellplatz in Trento


Freitag, der 1.Mai
42. Tag

Heute geht es weiter in Richtung Triest und zwar bis nach Feltre. Damit verlassen wir die Region Trentino und erreichen die Region Venezia. Es sind nur rund 90 Kilometer die vor uns liegen. Mal sehen was uns erwartet....

Wieder einmal haben wir Glück, denn unsere Erwartungen wurden sogar noch mehr ais erfüllt.
Der Stellplatz in den Dolomiten, ist sehr gepflegt und liegt sehr ruhig im grünen. Auch hier fasziniert uns wieder wie weit die Natur in diesem meditiranen Klima fortgeschritten ist.
Weil es uns hier so gut gefällt beschließen wir 2 Tage zu bleiben.....
 Nach einer schönen Fahrt durch eine wunderbare Landschaft erreichen wir recht schnell Feltre. Die ganze Fahrt über standen rechts und links der Straße blühende Obst- und Weingärten so weit das Auge reichte.

Gebühr in Feltre: 0..-€, VE 0.-€, Wasser 0.-€, Strom: Nicht vorhanden



Der Stellplatz in Feltre und die weit vorgeschrittene Natur in dieser Region (Bilder unten)


















Sonnabend, der 2. Mai
43. Tag


Trotzdem es uns in Feltre wirklich gut gefallen hat sind wir doch noch nach einer Nacht aufgebrochen um weiter zu fahren. Unser heutiges Ziel ist Barcis. Unterwegs in Belluno legen wir eine ausgedehnte Pause ein und erkunden diese schöne Stadt die auf einem Hügel liegt. Auf dem  Stellplatz bietet sich auch eine Übernachtungsmöglichkeit an.
Gebühr: 6.-€, VE und Wasser kostenlos. Kein Strom

Der Stellplatz ist auf einem großen Parkplatz mit ausgewiesenen Boxen für 8 Womos


Ein Blick vom Stellplatz aus auf die Oberstadt




Drei lange Rolltreppen bringen uns auf ca. 40 Meter Höhe in die Oberstadt von Bellumo



Wir haben das große Glück, dass an diesem Tage zufällig der Wochenmarkt stattfindet. Das war natürlich ein gefundenes Fressen für die Kamera









In einem der vielen kleinen Cafes gönnen uns einem leckeren Cappuccino und anschließend gelingen noch ein paar schöne Bilder aus der Oberstadt auf den Fluß "Piave" und die umliegende Landschaft








Der Fluß "Piave"


Ein letzter Blick vom Parkplatz aus auf die Oberstadt. In de Röhren in der Mitte des Fotos
befinden sich die Rolltreppen die uns nach oben brachten.

Weiter ging es nach Barcis und wir sind überrascht, dass die Fahrt hoch in die Dolomiten Richtung Cortina d` Anpezzo über unendlich viele Serpentienen führt. Damit hatten wir nicht gerechnet. An verschiedenen Stellen z.B. an dieser Tunneleinfahrt mußten wir teilweise bis zu 7 Minuten warten ehe es weiter ging. Eine unwahrscheinlich beeindruckende, aber auch anspruchsvolle Fahrt durch dieses Hochgebirge läßt uns manchen Ausruf der Begeisterung erklingen. Eine Landschaft wie wir sie noch nie gesehen hatten und die uns Menschen so klein und unscheinbar erscheinen läßt. Diese Fahrt Richtung Barcis ist einer der Höhepunkte der bisherigen Reise und wird uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben.
Die Fotos können bei weitem nicht das wiederspiegeln, was uns diese erhabene Natur in Wirklichkeit zeigt.....

 







Viele schöne Aussichten auf die unten liegenden Täler, Flußläufe und Ortschaften sowie auf einen Staudamm, der aber nur während der Schneeschmelze den See vollaufen läßt. Selbst die ausgewaschenen Flüsse führen z.Z. so gut wie kein Wasser.

Der folgende Text stammt aus Wikipedia:

Die Vajont-Staumauer in den Alpen im Nordosten Italiens (100 km nördlich von Venedig) wurde ab 1956 zur Aufstauung des Flusses Vajont errichtet. Sie ist durch die „Katastrophe von Longarone“ (auf Italienisch strage del Vajont, disastro del Vajont oder tragedia del Vajont) am 9. Oktober 1963 bekannt geworden.

Das Aufstauen des Stausees Vajont führte zu einem Bergrutsch vom Monte Toc in den See. Dieser verursachte eine große Flutwelle, die sich über die Mauerkrone in das enge Tal ergoss und das Städtchen Longarone vollständig zerstörte. Bei der Katastrophe starben etwa 2.000 Menschen. Mehr als die Hälfte der Leichen wurde nicht gefunden. Das nachfolgende Gerichtsverfahren führte 1969 zur Verurteilung aller noch am Verfahren beteiligten Angeklagten. Die Mauer ist heute noch vorhanden, der See wurde allerdings nicht wieder aufgestaut







Überall in den Dolomiten waren die Kletterer auf Halsbrechenden Touren zu Gange



Wir haben nach 86 Kilometer für die wir gut 4 Stunden brauchten, den schönen Stellplatz in Barcis direkt an einem See erreicht und uns häuslich für 2 Tage eingerichtet.

Gebühr: 12.-€ incl. Strom, Wasser, Dusche und VE











Montag, der 4. Mai
44. Tag


Nach 2 schönen ruhigen Tagen, die wir hier am See in Barcis verbracht haben, nähern wir uns heute unserem Ziel Triest an der nördlichen Adria. Wir haben eine schöne ca. 130 Kilometer lange Fahrt vor uns und sind gespannt auf den Stellplatz den ich im Internet gefunden habe.
Zum Abschied grüßt uns noch ein Pärchen Nilgänse die es hier an den See hoch im Gebirge verschlagen hat.




Die Fahrt vonn Barcis nach Triest haben wir gut überstanden. Unterwegs haben wir noch einige Fotos dieser grandiosen Bergwelt machen können.







Nun sehen wir zum ersten Mal auf dieser Fahrt die Adria kurz vor Triest die Adria und auch die ersten Palmen in Triest zeugen von dem meditiranen Klima.







Die Straßenbahn brachte uns ins Zentrum von Triest und wir staunten nicht schlecht, als wir die vielen Motorroller in den Straßen sahen. Bei diesem ungeheuer starken Verkehr hier in Triest sind die Motorroller wahrscheinlich das sinnvollste Fortbewegungsmittel.







Nachdem wir einen Teil der Stadt erkundet haben, gabs in einer Trattoria einen kleinen Imbiss. Die urige Trattoria bot ausser den Schinken die von der Decke hingen, noch allerhand andere Spezialitäten.





Hier in einer Marina direkt an der Adria fanden wir den kostenlosen Stellplatz aus dem Internet.
Dieses ist zwar nur ein Parkplatz, wo Wohnmobile tagsüber parken dürfen, aber der Aufenthalt wird auch über Nacht geduldet.





Wir erleben einen ruhigen Abend und mit der untergehenden Sonne beschließen wir diesen Tag.  Morgen, im Laufe des Tages, werden wir den Hafen aufsuchen von dem unsere Fähre nach Patras am Mittwoch früh um 4.30 Uhr ablegen wird.




Dienstag, der 5. Mai
45. Tag


Tatsächlich sind wir recht früh von unserem Übernachtungsplatz aufgebrochen und sind bereits um 10.00 Uhr im Zollhafen. Hier erfahren wir, dass das Büro der Fährfirma erst in der Nacht ab 23.00 Uhr geöffnet wird und wir dann dort unsere Tickets bekommen....

Und wie unsere Reise nun weiter geht erfahrt Ihr im nächsten Teil.....

Weiter zum 2. Teil der Reise 2015



 
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