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Jonnys Reisebericht 2012

Teil 2


Weiter geht unsere Fahrt am 7. Juni in Richtung Süden und kurz vor Wlodawa dicht an der Weißrussischen Grenze, stehen wir eine Nacht inmitten der Natur nahe des Grenzflusses Bug.


Am 8.Juni übernachten wir im Resort Piaseczno. Hier erleben wir am Fernseher die Eröffnung der Fußball Europameisterschaft. Beim Eröffnungsspiel zwischen Polen und Griechenland schmückten wir ganz solidarisch unser Womo mit der polnischen Flagge



Am 9.Juni, immer weiter im Süden fahrend erreichen wir Sandomirz an der Weichsel. Hier waren wir einige Jahre zuvor schon einmal zu Gast. Nach einer Nacht hier geht es am 10.Juni weiter nach Nowy Sacz. Hier werden wir einige Tage verbringen, bevor es weitergehen soll.


Nowy Sacz liegt südlich der Beskiden in einem Tal am Fluss "Dunajec". Von hier aus werden wir in ca. zwei Wochen direkt an die Slowakische Grenze fahren um nach einer Zwischenübernachtung in Niedzica in die Slowakei zu fahren.

Auch hier in Nowy Sacz ganz im Süden Polens hat der Fußball Virus Einzug gehalten. Vor dem Stadion steht ein wunderschön aus Blumen gestalteter Fußball und am Rathaus wird auch auf die EM hingewiesen.



Wieder haben wir aus Solidarität unser Womo mit der polnischen Flagge geschmückt, was aber nichts genutzt hat, denn am Sonnabend, den 16 Juni nach einem verlorenen Spiel gegen die Tschechen war die EM für die Polen beendet



Der schön, mit Blumensonnenschirmen geschmückte Rathausplatz


Pause in einem der vielen Straßencafes


Ansicht auf Nowy Sacz von der Hängebrücke am Campingplatz aus gesehen



Starke Regenfälle wechselten sich mit hochsommerlichen Temperaturen bis weit über 30° ab


Die ewig hungrigen Raaben stellten sich immer pünktlich zum Frühstück ein...


Regina vor einem der typischen, hölzernen Gaststätten, hier am Fluss Dunajec


Die mit den Blumen geschmückten Sonnenschirme am Marktplatz (Rinek)


Kleine gemütliche Höfe luden zum Verweilen und einem kleinen Imbiss ein..


Am 25.Juni, nach 15 Tagen Aufenthalt hier in Nowa Sacs verlassen wir den Platz und fahren in Richtung Süden, immer entlang des Flusses Dujanec, durch das Vorgebirge der "Hohen Tatra" nach Niedciza, dass wir nach 69 Kilometer erreichen.

Der naturbelassene Fluss Dujanec


 Niedciza mit dem großen Stausee liegt direkt an der Grenze zur Slowakei und der Fluss Dujanec fließt nahe des Campingplatzes vorbei. Hier erwartet und fast unberührte Natur und so konnte ich u.a. auch einen der seltenen Schwarzstörche fotografisch einfangen....

Der schöne Campingplatz am Fluss Dujanec


Dieser seltene Schwarzstorch lebt hier in der Flussebene von Niedciza
 



 


Fliegenfischer warten hier auf Beute.....
 


...und die ersten Versuche im Rafting (Wildasserfahrt) auf der Dunajec


Und auch das ist ein seltenes Bild, das in dieser Bergregion aber ganz normal zu sein scheint.
 


Das Niedciza Schloß am Stausee


An diesem kleinen Bach auf dem Campingplatz wuchsen auch u.a. die folgenden Wildblumen








Er besuchte uns jeden Tag und freute sich auf ein paar Häppchen, die wir immer für ihn bereit hatten. Wie immer lief ihm das Wasser in der Schnauze zusammen...


Der Hausrotschwanz präsentierte uns stolz seine Beute....


 


Am 29.Juni führt uns unsere Fahrt über die Grenze in die Slowakei. Wir wollen uns die Berge der "Hohen Tatra" ansehen

 


 


 


 


 


 


Wir fahren weiter bis kurz vor die Ungarische Grenze und übernachten auf einem kleinen Zeltplatz , den wir durch Zufall entdeckten. Hier gab es sogar ein Schwimmbad und das kam uns grade recht, denn die Temperaturen waren jetzt täglich so zwischen 30° und 35° Celsius. Am nächsten Tag, also am 1.Juli erreichten wir die Ungarische Grenze und schon 3 Stunden später waren wir an der Rumänischen Grenze. Auf der Fahrt durch den Nordosten Ungarns entstanden die folgenden Bilder

An der Slowakisch/Ungarischen Grenze


Schöne Landschaften und viele alte Burgen begleiten uns


Und siehe da, auch hier in Ungarn brauchen wir auf Lidl nicht verzichten


Überraschende Verkehrsteilnehmer zwangen uns zu einer kleinen Fahrtunterbrechung


 


Endlos große, bis zum Horizont reichende Sonnenblumenfelder


Rechts und links unserer Route Natur pur...


Plötzlich, ohne Vorwarnung endete die Straße am Fluss Tizsa. Gott sei Dank gab es aber eine kleine Fähre, die uns sicher über den Fluss brachte


Warten auf die Fähre. Der nette Fährmann nahm uns gratis mit, denn wir hatten noch keine Forint (Ung. Währung) getauscht.


Auf der Fähre über den Fluss Ticsa.....


....und wenig später waren wir schon an der Rumänischen Grenze und erreichen gegen Mittag Carei einen rumänischen Ort in Nordwesten des Landes, wo wir an einem Thermalbad einen schönen Stellplatz fanden


 


 


 


Die sommerliche Hitze ist nun unerträglich geworden. Jeden Tag haben wir mindestens 35° Celsius. Wir entschließen uns nach 2 Tagen Rumänien wieder zu verlassen und uns ausgiebig in Ungarn umzusehen. Wieder geht es durch endlose Sonnenblumenfelder und oft sehen wir auch die typischen Pferdewagen die man hier noch zu Hauf zu sehen sind..

 


 


Einfahrt nach Ungarn in der Nähe von Debrecin

 


An einer Csarda legen wir eine Mittagspause ein und trotz der großen Hitze bestellen wir uns Ente und Gänsekeulen mit den entsprechenden Beilagen


Bei der knusprig gebratenen Gänsekeule lacht das Herz....


Gut gesättigt erreichen wir am 3.Juli das Thermalbad Tiszaörs. Hier verbringen wir die nächsten 4 Tage und genießen das schwarze, sehr warme Thermalwasser, dass hier aus 900 Meter Tiefe nach oben gefördert wird.

 


 


Das schwarze Wasser im Thermalbad Tiscaörs


 


Unzählige Waldtauben haben hier ihr Zuhause


Der Vollmond bescherte uns sehr helle und fast unerträglich warme Nächte


Am Sonnabend , den 7.Juli verlassen wir Tiscaörs und bewegen uns in südliche Richtung. Einen weiteren Zwischenstopp machten wir auf einem Gestüt bei Fülöphasa in der ungarischen Puszta.

Übernachtung in der ungarischen Puszta bei einem Gestüt


 


 


Nun haben wir vor nach Serbien zu fahren um endlich mal wieder schön Jugoslavisch zu Essen, denn das Essen in Rumänien und Ungarn war so gar nicht nach unserem Geschmack. Zudem machte uns die unerträgliche Hitze zu schaffen, die seit Wochen hier herrschte. Die Temperaturen lagen ständig zwischen 35° und fast 40° Celsius. Selbst Nachts sanken die Temperaturen kaum unter 30°, sodass an richtigen Schlaf kaum zu denken war. Wochenlang kein Wölkchen am Himmel und kein noch so kleiner Windhauch brachte Abkühlung. Auf jeden Fall kamen wir hinter Szeget (Szegediner Gulasch) an die Serbische Grenze. Hier erfuhren wir von einer Wartezeit zwischen 3-4 Stunden. Das wollten wir uns bei der unerträglichen Hitze nicht antun und machten, dass wir hier wegkamen. Nach 402 Kilometer erreichten wir am Abend des 8.Juli Budapest

 


 


Nach 402 Kilometer erreichten wir am Abend des 8.Juli Budapest. Hier fanden wir den Stellplatz nicht auf Anhieb, denn die angegebene Straße gab es viermal hier. Also haben wir uns ein Taxi gechartert und uns zu der richtigen Stelle leiten lassen. Immer noch herrschte eine große Hitze, aber hier beim Stellplatz gab es eine Schwimmhalle wo wir ein wenig Abkühlung fanden. Unser Entschluss wieder nach Deutschland und damit in angenehmere Temperaturen zu fahren kam uns nun immer mehr in den Sinn.

Am 9.Juli nach 320 Kilometer von Ungarn durch die Slowakei erreichten wir das polnische Bielsko Biala. Hier erholten wir uns erst einmal 2 Tage bei endlich angenehmen Temperaturen. Nach Wochen konnten wir endlich wieder einmal durchatmen.

Der Stellplatz Bielsko Biala in Polen


Am 11.Juli fuhren wir weiter durchquerten die Tschechei und machten nach 448 Kilometer Fahrt, durch eine überwiegend wunderschöne Landschaft eine Übernachtungspause inmitten purer Natur an einem herrlichen See in Tschechien.

Inmitten purer Natur an einem wunderschönen, einsamen See erlebten wir eine ruhige Nacht


Nach einer wirklich erholsamen ruhigen Nacht an diesem schönen See ging es am 12.Juli weiter über die Grenze nach Bayern, wo wir in Landau an der Isar nach276 Kilometer einen Stellplatz fanden. Hier hatten wir nun das, was wir uns noch vor ein paar Tagen gewünscht hatten, nämlich typisch deutsches, für die Jahreszeit zu kühles Wetter und endlich, nach Wochen mal wieder Regen

In Landau an der Isar hatten wir endlich das lang ersehnte Wetter: Kühl und regnerisch...


....aber am nächsten Morgen erwartete uns das folgende Bild: So ein Motiv erwartet man am Nordsee, Weser, oder Elbedeich, nicht aber an der Bayrischen Isar


Die 500 köpfiige Schafherde marschierte einfach wie selbstverständlich über den Stellplatz. Immerhin eine fotografische Abwechslung


Unsere weiteren Pläne sehen vor uns in Bayern näher umzusehen und verschiedene Orte anzufahren.... Wir fahren also weiter Richtung Süden und erreichen bei kühlem und regnerischen Wetter nach 145 Kilometer den Ort Übersee am Chiemsee.
 

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